186  Ruhe  und  Bewegung.

Kleidung  5-,  10=  oder  15  mal  ausgeführt,  hat  eine  befreiende,  höchst  wohltätige
  Wirkung  zur  Folge.

Fig.  133  zeigt  uns  den  Umfang  der  Brust=  und  Bauchhöhle  während
der  Ausatmung  und  Fig.  134  während  der  Einatmung.

Das  Armheben,  wagrecht  und  senkrecht,  das  Armrollen,  seitliche
Rumpfbeugungen,  Schwingen  der  Arme  nach  vorn  und  hinten  unter
gleichzeitigem  Ein=  und  Ausatmen  sind
einfache  UÜbungen,  die  jeder  allein  ausführen
  kann  und  täglich  vornehmen  sollte,
wenn  ihm  kräftigende  Arbeiten  mit  dem
Oberkörper  fehlen,  und  er  eine  sitzende
Lebensweise  führt.  Musikerinnen,  Bureauarbeiterinnen,
  Stickerinnen,  Schneiderinnen
und  andere  sollten,  um  einen  Ausgleich
herbeizuführen,  morgens  und  abends  solche
Übungen  machen  und  außerdem  für  tägliche
  Spaziergänge  sorgen,  damit  alle
Muskelgruppen  des  Körpers  einmal  in
Bewegung  kommen  und  dadurch  inneres
Gleichgewicht  erhalten  bleibt.

Nach  Lagardiere.  übungen  mit  „Hanteln"“,  diesen
eisernen  kleinen  Geräten,  verstärken  die
Wirkung  und  sind  nur  zu  empfehlen.  (Siehe  diese  im  III.  Teil.)

Der  Bruststärker  von  Largardiere,  ein  einfaches  Hausgerät,  ist
für  schmalbrüstige  und  muskelschwache  Personen  vorteilhaft.  (Fig.  135.)

Weiteres  über  Gymnastik  lese  man  im  III.  Teil  unter  „Atemgymnastik“
und  „Heilgymnastik“  nach.

S

Sportsübungen.

Wir  gebrauchen  hier  das  uns  nicht  sympathische  Fremdwort,  weil  es
allgemein  bekannt  ist  und  man  damit  eine  bestimmte  Art  von  Leibesübungen
bezeichnet,  die  ebenso  beliebt,  wie  nützlich  sind.

Es  gehören  dazu  das  Schwimmen,  Rudern,  Schlittschuhlaufen,  das
Fahren,  Reiten,  Radfahren,  der  Fußball,  Handball,  Federball,  das  Tanzen
usw.,  also  teilweise  zweckmäßige  Bewegungen,  die  denjenigen,  welchen  sie
ein  Muß  sind,  keineswegs  als  Vergnügen  erscheinen  (wie  allen  Schiffern,
berufsmäßigen  Reitern  und  Kutschern),  großenteils  aber  Bewegungen,  die
nur  den  Reiz  des  „Spieles“  haben,  Gelegenheit  zur  Betätigung  körperlicher
Geschicklichkeit  und  eines  gewissen  Kampfes  geben  und  daher  wirklich  unter-