Pflege  der  Schönheit.  195

sind  großenteils  Photographien  lebender  Wesen  aus  unserer  Zeit,  nicht
kalte  Marmorstatuen,  einer  längst  vergangenen  Zeit  angehörend.

Die  körperlichen  Eigenschaften,  die  den  Geschlechtscharakter  des
Weibes  und  seine  Normalgestalt  bedingen,  sind:  zarter  Knochenbau,  runde
Formen,  volle,  nicht  hängende  Brüste,  breite  Hüften,  reiche,  lange  Kopfhaare
und  Fehlen  der  Behaarung,
  außer  in

den  Achselhöhlen  und
auf  dem  Schamberge;
  eckige  Formen,
  schmale  Hüften,
kurze  Kopfhaare,  dagegen

  Behaarung
im  Gesicht,  dem
Bauche  oder  Rücken,
derbe  Knochen  usw.
sind  männliche
Kennzeichen  und  daher
  als  weibliche  *  —  J
Schönheitsfehler  zu  ,sz""  *
bezeichen.  Miunnm:  --und
  Weib  stehen
in  ihrer  Vollendung
als  zwei  in  sich  ab—
geschlossene  Typen
nebeneinander,  vom
kindlichen  Typus
gleichweit  entfernt;
es  ist  also  keineswegs
  berechtigt,  von
einer  über=  oder
Unterordnung  eines
der  Geschlechter  zu
sprechen.  Um  die  Unterschiede  in  der  männlichen  und  weiblichen  Gestalt  zu
ermessen,  geben  wir  hier  zwei  „Normalgestalten“  nach  Merkel,  Fig  136
und  137,  zur  Ansicht.  Es  kommen  in  denselben  die  erwähnten  Unterschiede
deutlich  zum  Ausdruck;  breitere  Schultern  des  Mannes,  breitere  Hüften  der
Frau,  zarterer  Knochenbau  der  Frau,  größere  Hände  und  größerer  Kopf  des
Mannes  usw.  Eine  viel  kleinere  Frau  als  die  vorstehende,  oder  ein  viel
längerer  Mann  als  der  vorstehende  stören  das  harmonische  Verhältnis  der
beiden  Gestalten  und  berühren  beim  ersten  Anblick  Isthetisch-Feinfühlige
unangenehm.

Fig.  140.  Gut  gebaute  Brust.

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