Pflege  der  Schönheit.  197

Wenn  wir  die  weibliche  Schönheit  besprechen,  Vorzüge  und  Mängel
der  Gestalt  hervorheben,  können  wir  den  Kopf,  das  größte  Kunstwerk  an
dem  Menschen,  unmöglich  stillschweigend  übergehen.  Es  war  unser  Bestreben,
an  der  Hand  mühevoll  gesammelter  Bildnisse  einige  schöne  Frauenköpfe  zu—
sammenzutragen,  um  sowohl  „gesunde  Gesichter“,  wie  weibliche  Schönheit
zu  zeigen  und  einen
Vergleich  dieser  mit
modernen,  krankhaften
Gesichtszügen  zu  ermöglichen.
  Auf  Tafel  16
finden  sich  vier  sehr
charakteristische  Köpfe,
deren  hervorstechendster
Zug  in  der  Unterschrift
  zum  Ausdruck
kommt.  Tafel  Nr.  5
bringt  vier  Frauenköpfe
  in  künstlerischer
Gruppierung,  die  weibliche
  Schönheit  der  verschiedensten
  Art  darstellen.
  Haarfülle,  runde,
weiche  Wange,  schön
gezeichnete,  sprechende
Augen,  ruhiger  Gesichtsausdruck.
  Das  sind
Zeichen  der  Gesundheit,
die  zugleich  die  wahre
Schönheit  begründen.
Sie  sind  unseren  Bildnissen
  zum  Teil  in
reichem  Maße  eigen,
ohne  individnelle  Vorzüge
  zu  vermindern.
Auch  Anmut,  Sanftmut,
  Herzensgüte  finden  wir  in  ihnen  ansgeprägt.  Die  der  Tafel  beigegebene
Erläuterung  leitet  die  Leserin  zu  schärferer  Kritik  der  weiblichen  Bildnisse  an.

Wenn  die  Bildnisse  zum  Studium  der  körperlichen  und  seelischen
Schönheit  anregen,  wenn  sie  vor  allem  das  Verständnis  für  den  Ausdruck
  der  Gesundheit  fördern,  so  haben  sie  ihren  Zweck  erreicht.

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