232  Geschlechtsleben.

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neben  klaren  Kenntnissen  über  Welt  und  Menschen.  Unreine  Lektüre
sollen  Mädchen  niemals  pflegen;  freie,  schmutzige  Reden  sollen  sie  niemals
führen,  wohl  aber  sollen  sie  auf  Grund  botanischer  und  zoologischer
Kenntnisse  den  Vorgang  der  Mutterwerdung  genau  kennen  lernen,  bevor
sie  selbst  Mutter  werden.  Dies  würde,  unter  Hinweis  auf  ihre  zukünftigen
Lebensaufgaben,  vertiefend  und  bildend  auf  sie  wirken,  ohne  sie  der
mädchenhaften  Schen  zu  entkleiden,  und  es  würde  das  Glück  der  Nachkommen
  sichern.

Die  besten  Schriften  können  aber  der  jungen  Frau  das  nicht  geben,
was  sie  in  sich  tragen  muß,  nämlich  weibliche  Würde  und  jene  gewisse
innere  Hoheit,  die  auch  das  unwissende  Mädchen  schützen.  Ohne  zu  wissen
warum,  lehnt  sie,  einem  inneren  Drange  folgend,  das  übermaß  ihres  Gatten
ab;  ja  sie  macht  ihn  durch  den  Einfluß  ihres  Wesens  feinfühlend  und  keusch,
wie  er  es  vorher  vielleicht  nie  gewesen.  Und  dies  zum  Segen  der  Ehe
und  der  Kinder!

In  welcher  Weise  werden  solche  Mädchen  und  Frauen  unsere  Belehrungen
  aufnehmen,  —  noch  dazu,  wenn  eine  gute  Schulbildung  ihnen  zur
Seite  steht  —?  Sie  werden,  was  sie  mit  dem  Gefühle  noch  nicht  zu  verstehen
  vermögen,  wenigstens  mit  dem  Verstande  aufnehmen  und  ruhig  und
sachlich  über  Dinge  gelegentlich  denken  lernen,  die  nur  unreine  und  erregte
Naturen  mit  Vorliebe  als  „rkitzliche“  bezeichnen.

Treten  sie  dann  aber  in  die  Ehe  ein,  dann  wird  lebhaft  in  ihnen
erwachen,  was  sie  gelesen,  und  alles,  was  ihnen  vorher  leblos  und  dunkel
erschien,  wird  Gestalt  gewinnen.

Dies  für  die  Mädchen!

Die  Frauen  machen  wir  noch  auf  einen  besonderen  Punkt  im  Liebesverkehr
  aufmerksam.

Soll  derselbe  Mann  und  Fran  beglücken  und  der  beiderseitigen  Gesundheit
  förderlich  sein,  so  sind  dazu  unbedingt  körperliche  Schönheit  und
gesunde  Funktionen  notwendig.  Krankhafte  Erscheinungen,  wie  üble  Gerüche,
eine  häßliche  Haut,  nervöse  Außerungen  während  des  Liebesaktes,  Ausflüsse
der  Frau  oder  gar  erworbene  Fehler,  wie  der  veraltete  Dammriß  bei
der  Frau,  sind  geeignet,  Widerwillen  einzuflößen  oder  allmählich  erkältend
auf  die  Gefühle  des  Gatten  einzuwirken.  Der  Dammriß  hat  eine  bedeutende
Erweiterung  des  Scheideeingangs  zur  Folge,  welche  die  Einklemmung
des  männlichen  Gliedes  vermindert  und  daher  die  dem  Manne  zur  Auslösung
des  Aktes  nötige  Reizwirkung  abschwächt.  Sein  Genußgefühl  wird  geringer
bei  jeder  Vereinigung,  und  sehr  oft  ist  eheliche  Untreue  bei  ethisch  unentwickelten
  Männern  die  Folge  eines  kleinen  anatomischen  Fehlers,  von  dessen
Einfluß  die  arme  Frau  oft  keine  Ahnung  hat.  Aber  auch  ihr  Gefühl  ist
bei  gut  erhaltenen  Genitalien  ein  stärkeres,  als  bei  verletzten.  Zweifelt  nun
eine  Frau  an  ihrer  richtigen  Beschaffenheit,  dann  lasse  sie  sich  ärztlich  unter-