Krankhafte  Zustände  des  Säuglings.

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sie  das  deutliche  Pulsieren  der  darunterliegenden  Schlagadern  sehen  und  fühlen
lassen.  Die  größte  ist  die  vordere  zwischen  Stirn=  und  Scheitelbein.  (Siehe
Fig.  365.)  Dieser  mangelhafte  Schluß  der  Schädelknochen  hat  nicht  nur  die
Folge,  daß  diese  sich  übereinanderschieben  können,  wenn  der  Schädel,  wie  bei  der
Geburt,  von  außen  gedrückt  wird,  und  dadurch  die  Geburt  erleichtern,  indem  sie  den
Umfang  des  Schädels  vermindern,  sondern  daß  sie  auch  das  Wachstum  des  Gehirns
nicht  hemmen,  was  stets  eintritt,  wenn  die  weichen  Knochenränder  zu  frühe  verhärten.
  Bei  schwachsinnigen  und  idiotischen  Kindern  findet  man  daher  schon  frühzeitige
  Verknöcherung  und  Verschluß  der  Fontanellen  und  infolgedessen  zu  kleine

Fig.  215.  Fig.  216.  Fig.  217.
Aufwärtsschwingen.  Höchste  Lage.  Abwärtsschwingen.
Schultzesche  Schwingungen  bei  Scheintod  des  Neugeborenen.

zurückgebliebene  Gehirne.  Man  überzeuge  sich  im  ersten  und  zweiten  Lebensjahr
öfters  und  vorsichtig,  ob  die  Fontanellen  noch  offen  sind.  Sie  schließen  sich  erst
Ende  des  zweiten  Jahres  vollständig,  bleiben  aber  bei  rhachitischen  Kindern
mitunter  noch  länger  offen,  ebenso  bei  Wasserköpfen,  weil  bei  diesen  krankhaften
  Zuständen  ein  zu  geringes  Knochenwachstum  stattsindet.  Bei  normalen
älteren  Kindern  sind  die  Schädelknochen  fest  ineinander  verwachsen,  und  man
sieht  nur  zackige  Linien.  Die  Ernährung  hat  großen  Einfluß  auf  diese  Zustände.

Die  Gelbsucht  der  Neugeborenen.  Mitunter  tritt  sie  heftig  auf,
mitunter  bleibt  sie  fast  unmerklich.  Die  Haut  des  Kindes  wird  gelb,  sein
Wohlsein  wird  aber  dadurch  nicht  gestört.  Durch  die  gewaltigen  Umwälzungen,
  die  mit  der  Atmung  und  dem  Lungenkreislauf  im  lindlichen