Aromatische  Kräuter.  463

Wirkungen  entäußern,  die  erfahrungsgemäß  vorhanden  sind?  Nicht  am
Schreibtisch,  durch  theoretische  Betrachtungen,  sind  die  Heilkräuter  „entdeckt“
worden,  sondern  aus  dem  Volke  heraus,  durch  jahrhundertalte  Versuche  und  überlieferte
  Erfahrungen;  sicher  hat  der  Mensch  in  der  freien  Natur  wie  das  Tier
zuerst  nur  instinktmäßig  herausgefunden,  was  ihm  bekommt.  Verschließen  wir
uns  nicht  gegen  die  „Geschichte  der  Entwicklung“]  Weisen  wir  Überlieferungen
nicht  hochmütig  ab,  besonders  solange  wir  ihren  Unwert  nicht  bewiesen  haben.

Den  einseitigen  Wasserfanatikern  rufen  wir  zu:  das  Wasser  tut  nicht
alles;  die  Ernährung,
  die  Chemie
sind  viel  größere
Faktoren,  als  man
sich  dessen  heute  im
praktischen  Leben
schon  bewußt  ist.
Die  Chemie  ist  in
bezug  auf  die  Heilkunde
  bloß  in  eine
falsche  Bahn  geraten.
  Möchten  wir
bald  eine  wissenschaftlich
  begründete
  Kräuterheilkunde
  als  erweiterte

  Ernährungslehre
  erhalten.


Dr.  Paczkowski
teilt  die  Kräuter
und  Pflanzen  ein:
1.  in  eisenreiche,  t  *
wie  Anis,  Wald—  Fig.  266.  Armguß.
meister,  Walnußblätter,
  Brennessel,  Melisse,  Spinat,  Spargeln  usw.,  2.  in  kalkreiche,  wie
Hirtentäschelkraut,  Kamille,  Huflattich,  Fenchel,  Lungenkraut,  Eichenrinde,
Brennessel,  Löwenzahn,  Spinat,  Kohl  usw.,  3.  in  natronreiche,  wie  Löwenzahn,
  Spargel,  römischer  Salat,  Radieschen,  Möhre,  Erdbeere  und  ihre
Blätter,  Fenchel,  Weidenrinde,  Hirtentäschelkraut.

Also  Eisen,  Kalk  und  Natron,  wieder  die  drei  wichtigsten  Mineralien.
die  uns  sowohl  zur  Bindung  des  Sauerstoffes,  als  auch  zur  Ausscheidung  der
im  Organismus  entstandenen  schädlichen  Säuren,  serner  zur  Festerhaltung
unseres  Knochengerüstes  unentbehrlich  sind.