Badezimmer.  493

Fig.  282  führt  uns  das  Rumpfbad  vor,  Fig.  283  das  Halbbad  in
der  Rumpfbadewanne  (für  kleinere  Personen)  und  Fig.  286  den  Knieguß
  in  der  gleichen  Wanne.  Sie  läßt  sich  überall  hintragen,  wo  man  sie
gerade  braucht,  auch  vor  das  Bett  eines  Kranken,  was  besonders  im  Winter,
wo  man  oft  die  Nähe  des  Ofens  während  des  Bades  aufsuchen  muß,  unleugbare
  Vorteile  hat.  Auch  läßt  sich  die  Rumpfbadewanne
leichter  unterbringen  als  eine  große  Wanne  für  Vollbad
  (Fig.  285).

Für  Sitzbäder  wird  die  viel  kleinere  Sitzbadewame,
  für  Halb=  und  Vollbäder  die  große
Badewanne  und  für  Beinbäder  die  Fußwanne
(Kübel),  wie  sie  unsere  Abbildungen  zeigen,  verwendet.
Auch  zu  Halbbädern  empfehlen  wir  eine  leichte  Blechwanne,
  die  sich  mühelos  herumtragen  läßt,  weil  ein  „Badezimmer"“
  mit  feststehender  großer  Wanne  in  kleineren
Haushaltungen  überhaupt  nicht  vorrätig  ist  und  bei  Krankheitsfällen  auch  seine
Schwierigkeiten  hat.  Aus  dem  Bette  direkt  müssen  Kranke  in  die  Wanne
gesetzt  werden;  eine  Wanderung  durch  mehrere  Räume  mit  verschiedener
Temperatur,  bis  man  ins  „Badezimmer“  gelangt,  ist  oft  gar  nicht  ausführbar.
Einer  Tochter
schenke  man
daherzur  Aussteuer

  vor

allem  eine
schöne  Rumpfbadewanne

mit  Zubehör,
Thermometer,
Badetuchusw.,
damit  sie  für
alle  kommenden
  Fälle  ausgerüstet
  sei.

Wenn  man  Fig.  285.  Vollbad.
die  Metallwannen
  nach  jeder  Benützung  gut  austrocknet,  bleiben  sie  lange  in  gutem
Zustande;  kommt  jedoch  öfter  Seifenwasser  hinein,  dann  muß  man  mit  Salzsäure
  nachputzen,  um  sie  blank  zu  machen,  was  bei  täglicher  Benützung  der
Wanne  etwa  alle  14  Tage  geschehen  soll.

Badezimmer.  Jede  gutausgestattete  Familienwohnung  sollte  auch  ein

nettes  Badezimmer  haben,  in  welchem  Reinigung  und  Erfrischung  von  allen
Familienmitgliedern  —  brave  Dienstboten  mit  eingeschlossen  —  geholt  wird.  Es