510  Bettbäder  —  Bettdampfbad.

Lage  ein.  Nur  bei  gewissen  Krankheiten  ist  eine  erhöhte  Lage  berechtigt.
Das  Steinersche  Musterbett  (Fig.  127)  gibt  weitere  Anleitungen,  wie
ein  gesundes  Bett  beschaffen  sein  soll.

Bettbãder.  Schwerkranke  können  wegen  schmerzhafter  Zustände  oft
in  keine  Wanne  gebracht  werden,  dennoch  soll  aber  ihre  Haut  die  Wohltat
eines  Bades  erfahren.  Was  tut  man  da?  Man  erweitert  die  einfache
Abwaschung,  indem  man  unter  dem  Kranken  ein  Gummituch  durchzieht  und
den  vier  Ecken  eine  erhöhte  Lage  gibt,  so  daß  der  Kranke  wie  in  einer

Mulde  liegt.  Dann  begießt  man  ihn  nach  Belieben  und  läßt  ihn  in
Fällen,  wo  man

»-«  »«»  Wärme  entziehen
’·.-  will,  einige  Zeit  im
5  Wasser  liegen.
Das  Ablaufen  des
Wassers  in  einen
beim  Bette  stehenden
  Eimer  ist  sehr
leicht  zu  bewerk-—
  ——  ¾r-  stelligen.  Fig.  291
-..-sz  »stelltnnsdenVor--«E-

  g+gang  dar.

Bettdampfbad.
  (Ganzpakkung
  mit  Kruken,

siehe  Tafel  20

-  «  Fig.  8.)  Eshateine
Fig.  291.  Bettbad  einer  Schwerkranken.  stark  ausscheidende
Wirkung  und  den
Zweck,  langsam  Schweiß  zu  erzielen.  Man  braucht  dazu  ein  flaches  Bett  mit
Keilkissen,  eine  große  wollene  Decke,  ein  etwas  kleineres  baumwollenes  Betttuch
  —  am  besten  ein  nur  für  diesen  Zweck  hergestelltes  rohseidenes  —  ein
Federbett,  um  die  Erhitzung  zu  befördern  und  fünf  Dampfkruken  (irdene
Flaschen  mit  Patentverschluß,  siehe  Abbildung  unter  Artikel  „Hausapotheke“.)
Der  Kranke  wird  zuerst  in  das  feuchte  (oder  auch  trockene)  Tuch  gewickelt,
die  Arme  werden  ausgestreckt  und  seitlich  an  den  Leib  gelegt;  damit  sie  hier
auch  eine  feuchte  Zwischenlage  haben,  legt  man  noch  ein  Handtuch  als  Leibwickel
  auf.  Dann  stopft  man  die  Enden  des  Tuches  gut  unter  die  Schulter
und  schlägt  das  untere  Ende  unter  die  Füße.  Die  Flaschen  werden  mit
heißem  Wasser  gefüllt,  mit  nassen  Tüchern  oder  alten  Strumpflängen  überzogen
  und  zwei  in  die  Lendengegend  gelegt,  zwei  etwa  in  Kniehöhe  und
eine  Flasche  quer  an  die  Sohlen.  Dann  schlägt  man  die  Wolldecke  stramm
um  den  ganzen  Körper,  legt  am  Halse  geschickt  Falten  und  stopft  die