Chlorose  —  Cholera.  551

wurde  1849  das  Chloroform  eingeführt,  das  sich  in  Tausenden  von  Fällen
glänzend  bewährte.  Es  führte  zu  vollständiger  Empfindungslosigkeit  und
nahm  das  Bewußtsein.

Auch  das  Chloroform  besteht  nur  aus  CHCI3,  d.  i.  Kohlenstoff.
Wasserstoff  und  Chlor,  und  ist  dem  Chloralhydrat
in  seiner  Zusammensetzung  ähnlich.  Es  wird  eingeatmet  E

und  hinterläßt  nach  einer  vollständigen  Narkose  in  den  □O
meisten  Fällen  Erbrechen,  Benommenheit,  Kopfschmerz.  1  Iinternationale
WM  *  :  ;  :  »O  Thermometer-Dieses
  Betäubungsmittel  ist  nicht  ungefährlich,  e2#9ieichungebesee

um  so  weniger,  je  kränker  der  zu  operierende  Mensch  —  ö
"65½  "l  3  2  R  C.

ist.  Weil  man  ihm  oft  zu  sehr  vertraute  und  auf  NNN!ini•’?0
gewisse,  schon  vorher  bestandene  Schwächezustände  oder  0  F

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besondere  Herzstörungen  zu  wenig  Rücksicht  nahm,  kamen  J+4%  u.
immer  und  immer  wieder  Todesfälle  bei  Chloroform=  „d  H,  —
Narkosen  vor,  so  daß  vorsichtige  Zahnärzte,  ja  auch  3
Gynäkologen,  welche  die  gefährlichsten  Operationen  4001020  LZoss
machen,  diese  jetzt  ganz  vermeiden.  Man  zieht  Ather-  J
Narkosen  vor  oder  kombiniert  zweierlei  Stoffe.  Wer  —.  Ms
daher  das  Unglück  hat,  eine  Operation  an  sich  ausführen  1011
lassen  zu  müssen,  hole  erst  den  Rat  ganz  verschiedener  401  1#  .

Arzte  über  seinen  Allgemeinzustand  ein,  mache  eine  Kräf-  —  —
tigungskur  vor  der  Operation,  sehe  auf  Hantpflege  nach

derselben,  um  die  Ausscheidungsorgane  gesund  zu  er-  65r  E  go
halten  und  wähle  das  unschuldigste  Betäubungsmittel.  —2
Cblorose.  (Siehe  „Bleichsucht“.)  Verminde-  520  #O
rung  des  Blutfarbstoffes,  Vermehrung  des  Blut-  !•i  s
wassers,  infolgedessen  aufgeschwemmtes,  blasses  bis  ——-.n
wachsgelbes  Aussehen.  10
Ein  bestimmtes,  nie  versagendes  Heilmittel  gibt  5116

es  nicht  dafür.  Das  früher  für  so  unentbehrlich  "  *
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gehaltene  Eisen  für  diesen  Zustand  hat  jetzt  sein  Ansehen
  eingebüßt.  Luft=  und  Diätkuren,  Veränderung  Schieber  bis  eu  dem  betreffenck
«  ,  .  .  «o««  Smdehodnthteden·dannvergleichen
des  Aufenthaltes  wirken  am  besten,  bei  schweren  Fällen
die  Ad  Dr.  Dyes.  (Siehe  Anämie.)
auch  die  A  erlaßkur  nach  r  Dyes  (Siehe  Anämie.)  —  —
Cholera.  Wie  bei  so  vielen  anderen  an-  Vergleichungotabelle.
steckenden  Krankheiten  hat  man  auch  bei  der  Cholera  Bach  dem  Urchtn  fur
den  eigentlichen  Ansteckungsstoff  nicht  in  allen  Fällen  ##-Verlag  von
feststellen  können.  Die  Ansteckungsgefahr  vermehrt  sich
erheblich,  wenn  man  mit  Auswurfsstoffen  der  Kranken  in  Berührung  kommt,  seien  es
Schleim  aus  den  Atmungsorganen,  Kot  aus  dem  Darm,  erbrochene  Massen  aus
dem  Magen  usw.  Dieses  ist  in  hohem  Grade  auch  bei  der  Cholera  der  Fall.  Daher
  schaffe  man  mit  Stuhl  beschmutzte  Wäsche  sofort  in  heißes  Wasser,  dem  man