Dampfinhalation  —  Dampfkompresse.

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jedes  tiefere  runde  Gefäß,  um  den  Dampftopf  aufzunehmen.  Einen  besonderen
Apparat  brauchen  wir  also  auch  nicht.  Eine  geschickte  Hausfrau  richtet  sich  aus
der  vorhandenen  Kücheneinrichtung  alles,  was  sie  braucht,  zurecht  und  verschafft
ihrer  Familie  kostenlos  die  scheinbar  kompliziertesten  Wasseranwendungen.

Dampfinbalation.  Wie
heißer  Dampf  auf  den  äußeren
Körper  wirkt,  so  hat  er  auch  Einfluß
  auf  innere  Teile,  vor  allem  auf
die  Schleimhäute.  Man  läßt  daher
mit  Vorteil  bei  chronischen  Katarrhen
  der  Luftwege  Dampf  einatmen,
  welchen  man  entweder  mittelst
  besonderer  Inhalationsapparate
  zuführt  (siehe  Fig.  331)  oder
ähnlich  wie  den  Kopfdampf  in  einfachster
  Weise  selbst  herrichtet.  Bei
letzterem  wird  natürlich  der  Kopf
sehr  heiß;  will  man  dies  vermeiden,

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Fig.  331.
Dampfinhalationsapparat  mit  Gewichtsventil.
Nach  Waldenburg.

dann  binde  man  sich  das  Tuch,  das  den  Dampf  zusammenhält,  unterhalb  der
Nase  fest  und  ziehe  den  Dampf  nur  mit  dem  Munde  ein;  den  Kopf  aber  hält
man  frei  von  Dampf.  Man  lockert  dadurch  zähen  Auswurf,  begünstigt  auch  die

Ausheilung  wunder,  geschwellter  Schleimhäute.

  Niemals  versäume  man  darnach  mit
kühlem  Wasser  zu  gurgeln,  unter  Umständen
auch  Nackenguß  mit  24°  C.  zu  machen,  oder
bei  starkem  Blutandrang  nach  dem  Kopfe

kalten  Knieguß  auszuführen.

Dampfkompresse.  Man  taucht
Tücher  in  fast  kochendes  Wasser,  ringt  sie
leicht  aus,  legt  sie  zwischen  zwei  Flanellagen
und  bringt  sie  auf  die  Körperstelle,  die  man
durch  Hitze  und  Dampf  beeinflussen  will.
Ein  Verbrühen  dabei  gehört  nicht  zu  den
Seltenheiten.  Am  meisten  haben  jedoch  die-  —-jenigen
  Personen  darunter  zu  leiden,  welche  Fia.  332.

Dampftopf.

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diese  glühend  heißen  Tücher  auszudrücken
haben.  Wenn  auch  Gewöhnung  und  Geschicklichkeit  sehr  viel  dabei  nützen,  so
unterbleiben  diese  Dampfkompressen  dennoch  häufig  ganz,  oder  werden  nur  unvollkommen
  ausgeführt,  weil  es  an  zur  Ausführung  geeigneten  Personen  fehlt.

Wir  empfehlen  daher  lieber  die  Anwendung  der  „Bauchflasche“  mit  nassem

Tuch  (siehe  Fig.  289),  welche,  mit  heißem  W

lasser  angefüllt,  die  Hitze  viel  länger

hält  und  die  Anwendung  bedeutend  erleichtert.  Ihre  Wirkung  ist  gleichmäßiger