584  Einpackung.

Wird  ein  nuruhiger  Kranker  still  in  dem  kühlen  Wickel,  oder  schlummert  er
gar  ein,  dann  stört  man  ihn  nicht,  sondern  überläßt  ihn  der  wohltätigen  Ruhe.
Stets  sorge  man  vorher  für  warme  Füße,  frottiere  diese,  gebe  ein  heißes  Fußbad
vor  der  Einpackung,  lege  eine  Wärmeflasche  an,  um  gleiche  Blutverteilung  zu
erzielen  und  dadurch  Wohlbefinden  vorzubereiten.  Bei  erregten  Kranken  kommt  es
oft  vor,  daß  sie  glühenden
  Kopf,  vermehrten
Puls  und  eisige  Füße
haben;  sowie  die  Füße
jedoch  warm  werden,
die  Haut  durch  die  kühle
und  dann  wärmer
werdende  Packung
blutreicher  wird,
legt  sich  die  Unruhe,
der  Puls  wird  gleichmäßiger,
  der  Kopf  kühler:
  die  Zirkulationsstörung
  ist
aufgehoben.

Fig.  343  stellt  die  vorbereitende  Packung  dar,  mit  besonderem  Tuch  für
Leibwickel;  Fig.  344  die  vollendete  nasse  und  trockene  Ganzpackung;  Fig.  345  die
Dreiviertelpackung,
welche  bei  leicht  erregbaren
  Kranken  lieber
gemacht  wird.  Die
freigelassenen  Arme
bei  letzterer  werden
nur  unter  die  erwärmende
  Decke  gelegt.

Wichtig  ist  noch
die  Temperatur  des
Wassers,  in  welches
das  Wickeltuch  gelegt

·  ·  sp  wird.  Sehr  kalt,
Fig.  344.  Ganzpackung  (geschlossen).  sehr  naß  wirkt  stark
erregend,  man  muß
also  genau  wissen,  wann  solches  angezeigt  ist,  und  wage  dergleichen  nicht  auf
eigenes  Risiko;  laues  oder  warmes  Wasser,  das  Tuch  stark  ausgewunden,
wirkt  milder  und  wird  von  schwachen  oder  nervösen  Kranken  viel  besser
ertragen.  Selbst  heiße  Fieberkranke  darf  man  nicht  immer  in  ganz  kalte  Tücher
wickeln;  denn  die  plötzliche  Wirkung  auf  die  Hautnerven  ist  ost  eine  so