738  Magnetisieren.

das  Auflegen  seiner  Hände  geheilt  hat.  In  Fig.  130  bringen  wir
eine  Gruppe,  welche  uns  ein  Geschwisterpaar  vorführt;  der  jüngere  Bruder
hat  Zahnschmerz,  und  die  mütterlich  besorgte  ältere  Schwester  beruhigt  ihn
durch  Auflegen  ihrer  warmen,  weichen  Hände.  Er  liegt  mit  schmerzoerzogenem
  Gesicht  an  ihrer  warmen  Brust,  und  bald  macht  sich  ihr  wohltuender
Einfluß  geltend:  die
Schmerzen  lassen  nach,
der  Junge  wird  ruhig,
ja  er  schlummert  sogar
ein.  Man  mache  es
nach!  Im  Familienkreise
  gibt  es  immer
Gelegenheit  zu  solchen
Versuchen;  man  wird
auch  manches  Haus
finden,  wo  ein  Mitglied
  den  Ruf  genießt,
besonders  „magnetisch“
  zu  sein.  Händeauflegen,
  Zusammenschlafen,
  Anlegen  der
Wange  usw.  sind  all-W
  bewährte,  natürliche
Wr

5  «  Beruhigungsmittel,
"·-1-«-E-.·  schen  ausgeführt,  besonders
  angenehm.
Langsam  streicht
der  Magnetopath  an
der  Vorderfläche  des
Körpersherunter,  hält
—  —  —  —  dann  wohl  auch  ein
Fig.  419.  Magnetische  Beeinflussung  des  Kopfes.  schmerzhaftes  Organ
zwischen  seinen  beiden
Händen  einige  Augenblicke  fest  und  bearbeitet  Hinterhaupt  und  Rücken.  Die
Patientin  hält  die  Augen  geschlossen,  spricht  nicht  und  bemüht  sich  innerlich
recht  ruhig  und  aufnahmsfähig  zu  sein.  Große  Müdigkeit,  auch  Vermehrung  der
Schmerzen  an  kranken  Körperstellen  ist  die  erste  Wirkung  dieser  Behandlung.
Ist  Verlangen  darnach,  dann  ruhe  man  so  lange,  bis  diese  Ermüdung  gewichen  ist.
Auf  Fig.  419  und  420  sehen  wir  einen  bekannten  Dresdner  Magnetopathen,
  den  Schriftsteller  Wilhelm  Kessel  bei  seiner  heilbringenden
Tätigkeit.  Auf  einem  Bilde  beeinflußt  er  den  Kopf  einer  Patientin  und