Muskelkrankheiten  —  Mutterring.

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Duskelkrankbeiten.  (Siehe  I.  Teil  „Die  Muskeln“.)  Man  kennt
Muskelentziündung,  -Lähmung,  -Krampf,  -Schwund,  -Schwäche  und  Muskelrheumatismus.
  Die  Schwäche  der  Muskeln  und  das  Reißen  sind  die
häufigsten  Krankheiten.  Entzündung  entsteht  nach  starken  Anstrengungen  einzelner
  Muskelpartien  oder  fortgeleitet  durch  andere  Krankheitsherde;  Schwäche
nach  schweren  Krankheiten,  bei  Blutarmut,  Nervenleiden  und  infolge  mangelhafter
  übung;  Schwund  im  Anschluß
an  Gehirn=  und  Rückenmarksleiden.

Personen  mit  schlaffen,  nicht
leistungsfähigen  Muskeln  lasse  man
entsprechende  Gymnastik  treiben,  halte
sie  zu  Ausflügen  ins  Freie  an  und
bringe  ihnen  Vergnügen  am  Sportbei,
wie  Ballspielen,  Rudern,  Schlittschuhlaufen
  usw.  Das  bei  verweichlichten
Stubenhockern  oder  bei  krankhaftem
Stoffwechsel  und  regelmäßigem  Alkoholgenuß
  so  bekannte  „Reißen“  besprechen
  wir  unter  Rheumatismus.

Mutterkorn.  Siehe,  Ergotin“.

Muttermale  sind  angeborene
Hautfehler,  bestehend  aus  natürlichen
Farbstoffablagerungen  (Pigment),  Gefäßnetzen
  (Feuer=  und  Brandmalen)
oder  geschwulstförmigen  Gefäßwuche-Fig.

  422.  Verschiedene  Mutterringe.
a  aus  Zelluloid,  b  aus  Hartgummi,
2—d  aus  weichem  Patentgummi,  e  aus
Hartgmmmi,  innen  hohl,  1  aus  Zelluloid

rungen  (Angiomen).  Man  beseitigt
sie  durch  Ausschneiden,  Abbinden
oder  Abbrennen  und  gehe  deshalb

mit  Kindern,  die  damit  behaftet  sind,
rechtzeitig  zu  einem  Hautspezialisten.

Mutterring.  Aus  Hartgummi  hat  man  verschieden  geformte  Ringe
hergestellt,  welche  in  die  Scheide  eingeführt  werden  und  die  Aufgabe  haben,  die
aus  ihrer  Lage  gerückte  Gebärmutter  zurechtzuschieben.  Bei  richtig  gewählten
Ringen  gelingt  dies  auch,  allerdings  nicht  ohne  unangenehme  Nebenwirkungen.
Sie  drücken  als  harter  Fremdkörper  auf  ihre  Umgebung,  sie  weiten  die  Scheide
aus,  ja  sie  führen  nicht  selten  zu  Entzündungen  und  Katarrhen;  bei  großer
Schlaffheit  der  Beckenorgane  erfüllen  sie  aber  nicht  einmal  ihren  Zweck.  Die
neue  Richtung  in  der  Frauenheilkunde  ist  daher  bemüht,  sie  durch  andere
Hilfsmittel  zu  ersetzen,  so  daß  ihre  Anwendung  auf  seltene  Fälle  beschränkt
bleibt  und  mehr  aushilfsweise  stattfindet.  Die  Abbildung,  Fig.  422,  zeigt
uns  verschiedene  Mutterringe,  wie  sie  für  Vorwärts=  und  Rückwärksbeugung
oder  Senkung  benützt  werden.

in  eine  Form  gebracht.