850  Würmer  —  Wurstgift.

Gürmer.  Je  schlechter  die  Verdauungssäfte  sind,  desto  besser  gedeihen
  Schmaroter  im  Darme,  deren  Eier  durch  Wasser  und  Pflanzenstoffe

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Fig.  469.
Spulwurm  und  Madenwürmer
in  natürlicher  Größe.

eingeführt  werden,  mit  Ausnahme  des
Bandwurmes,  der,  wie  auf  Seite  497
erklärt  ist,  durch  Genuß  rohen  Fleisches
im  Menschen  entsteht.  Blasse  nervöse,
aufgedunsene  Kinder  leiden  deshalb
immer  an  Würmern.  Madenwürmer
und  Spulwürmer  sind  die  Sorten,
die  sich  am  häufigsten  vorfinden.  Verminderung
  der  Fleisch=  und  Brotnahrung,
  allgemeine  Kräftigung,  Darmspülungen,
  auch  mit  Knoblauch,  je  nach
dem  Gesamtzustand,  warme  Sitzbäder,
Möhren,  Honig,  frische  Gurken,  Kürbissamen,
  Preiselbeeren,  Zwiebel,  Knoblauch,
  Salate  mit  reichlichem  Zitronensaft
  usw.  treiben  sie  ab  und  verbessern
das  Allgemeinbefinden.

Murstgift.  (Man  lese,  was
über  „Fleisch“  im  zweiten  Kapitel  im
I.  Teil  gesagt  ist.)  Das  Wurstgift
ist  ein  höchst  giftig  wirkender  Zersetzungsstoff,
  der  noch  nicht  näher  erkannt
  ist,  aber  den  Würsten  meist  einen
eigentümlichen  Geruch  und  Geschmack
verleiht.  Man  sei  also  vorsichtig  bei
ihrem  Genuß!  Tritt  Erbrechen,  Übelkeit,
  Leibschmerz  nach  dem  Genuß  des
Wurstfleisches  ein,  dann  reiche  man
rasch  ein  Abführmittel,  z.  B.  Kneippsche
Pillen,  die  rasch  wirken,  und  wenn
noch  kein  Erbrechen  eingetreten  ist,  ein
Brechmittel  (Rizinusöl),  damit  nicht
zu  viel  von  dem  Gifte  aufgesogen  werden
  kann.  Dann  sind  heiße  Sitzbäder
mit  kaltem  Bauchguß  stark  anregend;
nach  eingetretener  Besserung  aber  ist
ein  Heißluftbad  odereine  Schwitzpackung

angezeigt.  Im  Sommer  vermeide  man  möglichst,  Würste  zu  genießen,  und  im
Winter  kaufe  man  nur  in  starkbesuchten  Läden  ein,  um  nicht  alte  Waren  zu
erhalten.  Blut=  und  Leberwurst  werden  als  die  gefährlichsten  bezeichnet,