Zahngeschwür  —  Zellnlose.  853

Speisereste  eintreten  kann;  warnen  vor  dem  Genuß  sehr  heißer  oder  sehr
kalter  Speisen,  welche  Sprünge  in  dem  Zahnschmelz  erzeugen  und  weisen  auf
richtige  Gesundheitspflege  im  allgemeinen  hin,  die  verhüten  kann,  daß  sich  aus
schlechtem  Blut  schlechte  Zähne  bilden.  Aromatische  Mundwässer  sind  zum
Ausspülen  sehr  empfehlenswert,  häufiges  Bürsten  der  Zähne  ebenso.  Schlemmkreide
  und  Zahnpasten  sind  zum  Weißmachen  der  Zähne  auch  zeitweilig  zu
benützen.  Bei  reichlicher  Zufuhr  von  Nährsalzen  bleibt  das  Zahnbein  fest
und  gesund,  aber  man  muß  schon  bei  den  Kindern  dafür  sorgen.
Tahngeschwür.  Es  ist  bei  Frauen  und  auch  bei  Kindern  recht
häufig  anzutreffen.  Infolge  Reizungen  aller  Art,  Zahnfäule  (Caries),  oft
auch  aus  nicht  nachzuweisenden
  Ursachen  entsteht
  Entzündung  der
Wurzelhant,  der  sich
Eiterbildung  anschließt.
Bricht  der  Eiter  in  die
Mundhöhle  durch,  so
kann  bald  Besserung
eintreten;  ist  dies  aber
nicht  der  Fall,  so  treten
heftigste  Schmerzen  ein,
Schüttelfrost,  Fieber,
und  man  fühlt  sich  sehr

elend.  Eröffnung  durch  Fig.  471.  "  Fig.  472.
die  Zahnhöhle  macht  Das  Hohlwerden  der  Zähne.  (Schematische  Darstellung.)
es  meist  möglich,  auch  Beginnendes  Hohlwerden.  Vollständiges  Hohlsein.

,  1  Offnung  im  Zahnschmelz,  1  Off  #erbi  3
schlechte  Zähne  noch  zu  durch  die  die  Karies  em.  Zahstenes  Berbindung  des
retten  und  das  Geschwür  steht.  g  8  N  Milen.  (Pulpa-)Höhle.
an  der  Wurzel  auszu--  4  Nerven=  und  Blutgefäße.

heilen.  Hat  man  aber
nicht  die  Geduld,  auf  eine  etwas  langwierige  Wurzelbehandlung  einzugehen,
dann  ist  es  natürlich  das  einfachste,  den  Zahn  ausreißen  zu  lassen.  Kühle
Aufschläge  auf  die  Wange,  heiße  Beinbäder,  Entleerung  des  Darmes,  kalte
Rumpfpackungen  wirken  ableitend  und  lindernd.  Der  Wiederholung  solcher
schmerzhaften  Zahnerkrankungen  beugt  man  vor,  indem  man  öfters  Heißluftbäder
  nimmt,  für  größere  Ausflüge  ins  Freie  sorgt  und  eine  Ernährungsweise
einhält,  welche  das  Blut  rein  erhält.  (Siehe  unter  „Ernährung“  im  I.  Teil.)
Tellulole.  Sie  bildet  den  Hauptbestandteil  aller  Pflanzen,  die  Holzoder
  Pflanzenfaser,  welche  für  den  menschlichen  Magen  zum  größeren  Teile
unverdaulich  ist,  besonders  im  ausgereiften  Zustand.  In  grünen  Gemüsen,
die  klein  verkant  werden,  bilden  sie  einen  die  Darmtätigkeit  auregenden  Bestandteil,
  da  sie  die  Darmwand  reizen  und  die  Ausscheidung  des  Darmschleimes