Erste  Hilfe  bei  Unglücksfällen.  861

Bewußtlosen  am  besten  an,  um  rasch  wieder  herauszukommen  und
nicht  zu  früh  zu  erlahmen?

Wir  zeigen  auf  unseren  Abbildungen  Fig.  477  und  478,  wie  man
anzufassen  hat,  um  einen  Verunglückten  sicher  und  ohne  zu  großen  Kraftaufwand
  seitens  der  Retter  zu  transportieren.  Auch  Frauen  können  in
solchen  Fällen  zugreifen,  wenn  sie  willensstark  und  nicht  muskelschwach  sind.
Eine  ohnmeächtige  kleinere  Person  wird  so  untergefaßt,  wie  es  Fig.  177
zeigt;  zu  einer  schweren
und  größeren  müssen
drei  Frauen  zugreifen,
um  sie,  ohne  zu  straucheln,
  befördern  zu
können;  zwei  Frauen
verschlingen  die  Hände,
um  den  schwersten  Teil
des  Körpers,  das
Becken  mit  den  Schenkeln,
  zu  stützen  (die
Unterschenkel  läßt  man
hängen),  und  diedritte
Frau  faßt  die  Bewußtlose
  unter  den
Achseln  an  und  lehnt
ihren  Kopf  an  ihre
Brust.  Während  des
Schreitens  muß  natürlich
  gleicher  Schritt
eingehalten  werden,
auch  gleichmäßiges
Atmen  nützt  dabeisehr.
Ist  der  Weg  lang,  so
ist  es  förderlich,  wenn  .
beim  Gehen  gezählt  -  —
wird-(Siehe  Fig.  478.)  Fig.  478.  Krausport  ejner  vexunglpctten,  schweren  Person
Auch  kräftige  Männer
können  von  geübten  Frauen  auf  diese  Weise  ins  Freie  geschafft  werden.

Handelt  es  sich  um  eine  Leuchtgas-Vergistung,  so  muß,  sobald  der  Luftzug
  gewirkt  hat  und  kurzer  Aufenthalt  in  dem  Raum  möglich  ist,  ohne  Zögern
der  geöffnete  Hahn  zugedreht  oder  in  anderer  Weise  der  Zufluß  des  Gases
verhindert  werden  (durch  Verstopfen  mit  dicken  Tüchern,  Abdrehen  der  Hauptleitung
  usw.).  Mit  offenem  Licht  darf  man  natürlich  nicht  in  ein  mit  Leuchtgas
  gefülltes  Zimmer  treten.  Stört  die  Dunkelheit  zu  sehr,  so  muß  man