Tanne  —  Walnuß.  891

mischt  ihn  seiner  einhüllenden  Eigenschaften  wegen  gerne  mit  anderen  Säften,
wie  Alttee,  Fenchel  usw.
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Canne,  siehe  Fichte.

Causendgüldenkraut  (Erythraea),  siehe  Tafel  31.  Der  scharfe
bittere  Stoff  aus  den  Blumen  und  Blättern  wird  gegen  Verstopfung,  Leberverhärtung,
  Flechten,  Kopfgrind,  absondernde  Geschwüre,  Magenstörungen  angewendet.
  Mit  Honig  vermischt  ist  er  bei  Keuchhusten  gut,  soll  bei  Fieber
auch  die  Temperatur  herabsetzen.

Ceestrauch  (Thea)  „Chinesischer  Tee“.  Die  Blätter  enthalten  Gerbstoff,
  Gummi,  Kleber  und  ein  Alkaloid,  das  anregend  wirkt.  Zu  häufiger
Genuß  führt  zu  Schlaflosigkeit,  Herzklopfen.  Darum  sollten  Gesunde  diesen
Tee  nur  selten  genießen,  Kranke  aber  gar  nicht  als  Genußmittel.  Dagegen
ist  er  bei  Appetitlosigkeit,  träger  Verdauung,  Mattigkeit  zeitweilig  nüchtern
und  löffelweise  wohl  zu  gebrauchen.

Tormentil  (Blutwurz).  Bei  Ruhr,chronischen  Durchfällen,  Blutungen
soll  man  stündlich  einen  Löffel  von  der  Abkochung  der  Wurzeln  nehmen.  Ihr
Saft  wirkt  zusammenziehend,  daher  auch  bei  skorbutischem  Zahnfleisch  zu  gebrauchen.
  Auch  als  Gurgelwasser  bei  Mandelentzündung,  Speichelfluß  ist
es  wirksam.  Bei  Mastdarmvorfall  sind  kleine  Einspritzungen  mit  dem  Aufguß

  wirksam.
V.

WVanille  (WVanilla)  wächst  in  Indien  und  Südamerika  und  ist  ein
feines,  beliebtes  Gewürz  geworden.  Es  erregt  Nerven  und  Blut,  muß  daher
bei  Entzündungen  und  Blutwallungen  vermieden  werden.  Dagegen  ist  es
angezeigt  bei  Melancholie,  Impotenz.

Veilchen  (Viola).  Es  werden  die  Blüten,  Blätter  und  Wurzeln
verwendet.  Der  Tee  wirkt  schleimlösend  und  wird  Schwindsüchtigen,  auch
bei  Keuchhusten  und  Lungenspitzenkatarrh,  gegeben.

W.

Macholder  (Juniperus).  Siehe  Tafel  32.  Seine  Beeren  enthalten
die  wertvollsten  Stoffe.  Sie  stärken  den  Magen,  wirken  fäulniswidrig,  regen
die  Lebertätigkeit  an  und  vermindern  übermäßige  Urinausscheidung.  Kneipp
machte  oft  Wacholderbeerenkuren.  Mit  der  Tinktur  reibt  man  gelähmte
und  gichtische  Glieder  ein.  Vorbengend  gegen  ansteckende  Krankheiten  wird
das  tägliche  Kanen  von  einigen  Beeren  empfohlen.  Bei  üblem  Mundgeruch
sind  sie  daher  sehr  nützlich.

Clalnuß  (Inglans).  Die  Nußkerne  geben  ein  vortreffliches  Nahrungsmittel;
  von  den  starkriechenden  Nußbaumblättern  macht  man  skrofulösen