1Iy  Vorwort.

Wie  viele  und  wie  große  Schwierigkeiten  die  Behandlung
einer  so  nahe  zurückliegenden  Zeit  mit  sich  bringt,  hier  auseinandersetzen
  zu  wollen,  wäre  durchaus  überflüssig;  nur  die
Bemerkung  sei  dem  Unterzeichneten  erlaubt,  daß  er  weit  entfernt
  ist  von  der  Anmaßung,  dieselben  alle  überwunden  zu  haben.
Wenn  er  aber  auch  weder  eine  nach  allen  Seiten  hin  erschöpfende
Darstellung  dieser  letzten  Epoche  zu  geben  noch  auch  für  dieselbe
  den  rein  objectiven  Standpunkt,  den  ja  die  Zeitgeschichte
überhaupt  kaum  verträgt,  zu  gewinnen  im  Stande  war,  so
möge  ihm  wenigstens  die  Anerkennung  nicht  versagt  bleiben,  daß
er  sich,  von  Gunft  und  Ungunst  unbeirrt,  durchweg  nur  die
Ermittelung  der  historischen  Wahrheit  zum  Ziele  gesetzt  hat
und,  wennschon  der  den  noch  Lebenden  schuldigen  Rücksicht  wohl
eingedenk,  sich  doch  dadurch  nicht  hat  abhalten  lassen  offen  und
ehrlich  auch  das  auszusprechen,  was  zu  verschweigen  oder  zu  verhüllen
  weder  angehen  noch  Nutzen  bringen  würde.

Die  der  ersten  Abtheilung  angehängten  Actenstücke  werden
hoffentlich  Manchem  eine  willkommene  Beigabe  bilden.

St.  Afra,
am  Reformationsfest  1872.

Der  Verfasser.