I.  Die  geschichtliche  Entwicklung  der  Kommunalbesteuerung  in  Württemberg.  79

Nicht  inbegriffen  in  den  vorstehenden  Zahlenangaben  ist  der  Ertrag
der  Wohnsteuer,  der  jedoch  im  Vergleich  zum  Gesamtertrag  der  anderen
direkten  Steuern  wenig  ins  Gewicht  fällt.  Im  Jahre  1895  betrug  er
1  156  539  Mk.,  im  Jahre  1901  1264  224  Mk.

Im  Jahre  1895  hatten  erhoben:

78  Gemeinden  keine  Wohnsteuer,

679  „  eine  Wohnsteuer  von  weniger  als  2  Mk.,
929  „  „  „  „  2  bis  zu  8  Mk.,
191  „  „  „  „  3  Mik.,

34  „  „  „  „  4  Mk.

Indirekte  Steuern.
Unter  den  indirekten  Steuern  nehmen  die  erste  Stelle  ein  die  Verbrauchsabgaben
  von  Bier,  Fleisch  und  Gas,  deren  Entwicklung  aus  den
nachstehenden  Zahlen  zu  ersehen  ist:

—  —  —  —  —  —  —  —  —  —  —  —  —  ·  —

.  E—  Ertrag  der  Verbrauchsabgaben  Er.

2  7  (abzüglich  der  Rückvergütung)  hebungs.  Reinmts

  7m  *)1•'“  *1.  3  aufwand  ertrag

29  NFleisch  Bier  Gas  Zusammen  1½  „%

*  9  z  Mt.  Mt.  Mt.  Mk.  Mk.  —ll..s

1  3  4  5  6  7.é  8  9
1877  8  —  —  —  557  468)  28  905  5,2  528  56.3
188219642  955  540  008  222  573  1405  536½79  483394
18871  24  940  953  704  991  262  811  1  90875596764  5,1  11811890
1891196  997924  695  732  303  817  1  997  41144  14.7  1  903  196
18951  33  1106499  810515  301600  2221  61408  500  4,)902l113  113
18998991912158411  899  103  255  333  2  370  2766436  4,9225384s
190]1121258344  1  028  026  306  042  2592  41239011  5.42453  401
190/1171281927!]  987031  378  471  2647  42938  130  5,2  2509279

Die  Zahl  der  Gemeinden,  welche  eine  Verbrauchsabgabe  von  Bier,
Fleisch  oder  Gas  erheben,  ist  in  den  letzten  zehn  Jahren  des  Vergleichszeitraums,
  nämlich  von  1895—1904,  sehr  stark  gestiegen;  sie  betrug  1895
33,  1904  117,  1904  demnach  nahezu  das  Vierfache.  Nicht  im  gleichen  Maße
hat  der  Ertrag  der  Verbrauchssteuern  zugenommen;  nach  Abzug  der  Erhebungskosten,
  welche  zirka  5  %%  des  Rohertrags  ausmachen,  betrug  er
1895  2  113  113  Mk.,  1905  2509  279  Mk.,  d.  i.  um  396  166  Mk.  oder
nicht  ganz  ½8  (18,7  %)  mehr.  Die  verhältnismäßig  geringe  Steigerung
des  Ertrags  rührt  hauptsächlich  daher,  daß  es,  wie  die  nachstehenden
Zahlen  zeigen,  vorzugsweise  kleinere  Gemeinden  waren,  welche  in  den
Jahren  1895—1904  hinzugekommen  sind.