II.  Die  Kommunalsteuerreform  des  Jahres  1903.  107

7  289  000  Mk.,  d.  i.  61,3%,  1905  4817  000  Mk.,  d.  i.  33,7%
der  direkten  Steuern.  Dabei  ist  allerdings  zu  beachten,  daß  die  mit  der
Umlage  auf  Grund,  Gebäude  und  Gewerbe  Belasteten  aus  den  gleichen
Einkünften  daneben  noch  die  Staats=  und  Gemeindeeinkommensteuer  zu
entrichten  haben.

1904  1905
I  «—«  ·
Steuerart  Staats=  Gemeinde  Zu-  Staats=  Gemeinde  Zusteuer
  steuer  sammen  steuer  steuer  sammen
Mt.  M.  Mk.  MI.  Mi.  Mk.

Grund-,  Gebäude-  #
u.  Gewerbesteuer  205  000  5  084,.000  #  7289  000)  986  000  3  931  000  4  917  000

Kapital--,  Dienstund
  Berufsein-  «
kommensteuer  606  000  787  000  4393  000  —  —  —

Einkommensteuenr  —  5227000  2641  000  7  868  000

Nopitalsteuerv)-  u5½000  515000  1  600  00
Vohnsteuer.  .  .  216  1000  2s16  00  —  111  000  111000

Zus.  direkte  Steuern5  811  000  1  6087  000  11  S98  oo)  132000  7  255  000  14  586  000

Weiterhin  sind  auch  von  den  übrigen  größeren  Gemeinden  des  Landes.
die  vorläufigen  Ergebnisse  der  Gemeindebesteuerung  teils  vom  Jahre  1905,
teils  vom  Jahre  1906  bekannt  1.  Leider  stehen  für  diese  Gemeinden  die
Ergebnisse  nicht  auch  von  früheren  Jahren  zur  Verfügung,  so  daß  eine
Vergleichung  der  Zeit  vor  und  nach  der  Steuerreform  nicht  möglich  ist.
Was  zunächst  die  Ergebnisse  der  Gemeindebesteuerung  in  14  der  größten
Gemeinden  des  Landes  (außer  Stuttgart)  im  einzelnen  in  den  Jahren
1905  bzw.  1906  anlangt,  so  gibt  hierüber  die  Tabelle  S.  106/9  Aufschluß.
  Der  Tabelle  ist  folgendes  zu  entnehmen:

Gemeinsam  ist  allen  Gemeinden,  daß  unter  den  Steuerquellen  die
Umlage  auf  Grund,  Gebäude  und  Gewerbe  an  erster  Stelle  steht;  im
Durchschnitt  der  14  Erhebungsgemeinden  ist  sie  mit  weitaus  dem  stärksten
Betrag,  nämlich  mit  54,8  %,  also  mit  mehr  als  der  Hälfte,  an  dem
Gesamtsteuererträgnis  beteiligt.  In  vier  Gemeinden  sinkt  dieser  Anteil

1  Übersicht  über  die  Besteuerungs=  und  ökonomischen  Verhältnisse  der  größeren
Städte  des  Königreichs  Württemberg.  Angelegt  auf  Grund  amtlicher  Mitteilungen.
Göppingen  1907.  —  Ubersicht  über  die  Steuerverhältnisse  der  württembergischen
Gemeinden  mit  über  5000  Einwohnern  im  Rechnungsjahr  1906.  Zusammengestellt
auf  Grund  amtlicher  Mitteilungen  von  Stadtschultheiß  Müller  in  Biberach.