<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Vergleichende Geschichtstabellen von 1878 bis zum Kriegsausbruch 1914.</title>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>geschichtstabelle</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>
        <pb n="1" />
        VERGLEICHENDE
GESCHICHTSTABELLEN
VON  1878  BIS  ZUM
KRIEGSAUSBRUCH
1914

1921

VERLAG  VON  K&amp;amp;  F.  KOEHLER  IN  LEIPZIG
        <pb n="2" />
        COPYRIGHT  1921  BY  K,F,  KOEHLER,  LEIPZIG
        <pb n="3" />
        DD:  »  Vergleicienden  Geschichtstabellen«  sind  von  Seiner  Majestät  dem  Kaiser
Wilhelm  II.  im  Jahre  1919  zusammengestellt  und  nach  dem  ihm  seither  zugänglich
gewordenen  Quellenmaterial  vervollständigt  worden,  Ursprünglich  für  den  persönlichen
Gebrauch  des  Kaisers  bestimmt,  wurden  sie  im  Jahre  1920  sals  Handscrifts  gedruckt
und  einem  engeren  Kreise  mitgeteil..  Die  niederländische  Zeitung  »Her  Volks,  die  auf
unbekannte  Weise  in  den  Besitz  eines  Abdrucs  gelangt  war,  veröffentlichte  im  Frühe
jahr  1921  die  Tabellen.  Dadurch  kamen  sie  gegen  den  Willen  des  Verfassers  in  die
Presse.  Auf  vielfahe  Anregungen  hin  har  der  Kaiser  sich  jetzt  entschlossen,  die
Tabellen  der  Öffentlichkeit  zu  übergeben.

Der  Gedanke,  der  den  Kaiser  bei  Ausarbeitung  der  Tabellen  geleitet  hat,  ist:  eine
übersichtliche  Zusammenstellung  streng  geschichtliher  Tatsachen  zu  liefern,  die  es  dem
Leser  ermöglicht,  über  die  politische  Entwicktung  der  Weltlage  seit  dem  Berliner  Kongreß
  1878  und  über  die  Vorgeschichte  des  großen  Krieges  sich  ein  eirenes  Urteil  zu  bilden.

Den  Ertrag  seiner  Arbeit  har  der  Kaiser  für  die  »Notgemeinschaft  der  deutschen

Wissenshafts  bestimmt.

Leipzig,  im  Dezember  1921,  DER  VERLAG.
        <pb n="4" />
        Österreice  !

Italien

Allgemein  Deutschland  Ungarn  England  |
1878
13,  Juni  bis  13.  Jul,  |  Seit  dem  Berliner  Kongreß  Ver-  Übernahme  der  |  8.  Jan.
BerlinerKongreßunter  |  schlechterung  der  Beziehungen  |  Verwaltungvon  |  König  Wiktor
Vorsitz  Bismards.  zu  Rußland,  Bosnien  und  der  |  Emanuel  II,  7
AusBericht  des  beigischenCtesandten  |  |  Herzegowina,  Regierungs«
in  Berlin  17.  März  1382:  »Deutsch«  |  antritt  Könlg
farıd  darf  eich  nicht  verhehlen,  daß  «der  PFumberts.
Panslawismus  in  dem  Vertrage  von  4.  Juntd.  Bündnis  mit  der
Berlin  (Berliner  Kongreß}  eine  Nie-   Türkel,
derlape  erblickt,  daß  er  daran  arbeitet,  |  |  |  |
|  sich  dafür  eine  Revanche  zuschaffen.e  Übernahme  der  Verwal«
Pentifikat  Leos  XIII,  [1]*  |  tung  Cyperns,
(1878  bis  1907.)  |
1879

7.  Okt,  Deutsh-österreichisches  Bündnis  zum
Schutze  Österreichs  gegen  Rußland  und  zum

Schutze  Deutschlands  gegen  Frankreid,

Übergang  zur  Schutzzollpofitik,

[2]
3.  Okt,
Außenministers

Nadıfolg.:  Frhr.

v,  Haymerle,

Rücktritt  des  |
Graf  Andrasay.  :

26.  Mai.  Unterwerfung

der  Afshanen.

3,  Sept.  Aufstand  in  Ka=Gul,
  Fortsetzung  des  Äfs
ehanischen  Krieges,

1880

4.  Juni  bis  3.  fall,
Madrider  Konferenz:
Anerkennung  der
Souveränität  und  Integrität

  Marokkos.

Kongreß  In  Berlin;  Zus
welsung  von  fast  ganz
Thessalien  und  SüdeplrusanGtriechenland.


4

April.  Ablehnung  der  von
Bismarck  eingebracdıten  Samoa»
Vorlage  durcı  den  Reichstag.

Zusammengehen  mit  Frankreich  |
auf  der  Madrider  Konferenz  !

gegen  England.

Räumung  Afghanlstans,

Liberal,MinisteriumGlad«
stone  an  Stelle  Disraelis
(his  18855

"  Die  Zahlen  in  den  odigen  Klammern  bexiehen  sich  auf  den  Quellennadhweis  Im  Anhang.
        <pb n="5" />
        Bailkanländer

Türkei

Rußland  Amerika  |  Japan
1878
Die  im  Frieden  von
San  Stefano  (März
1878?  gewonnene  Vors
machtstellungRulllands
auf  dem  Balkan  wird  |
auf  dem  Berliner  Kon-  |
|  greß  nicht  aufrecht  er-  4.  Jani.
halten,  Seitdem  Ver-  Bündnis  mit
schlechterung  des  Ver»  |  England.
‚  hältnisses  zu  Deutsch»  |  |
land.  (sRevandhe  für
Sarı  Stefano,«}
1879
30.  Jan.  Jules  Gr&amp;amp;vyPrä=  |
sident  (bis  1887),  alsNach-  |  8.  Febr.  Friede  mit  der  |  ı  8,  Febr,
folger  von  Mac  Mahon,  |  Türkei,  |  Friede  mit
|  |  Rußland.
29.  Juni,  Wahl  des  |  24.  /uni,
Prinzen  Alexander  |  Absetzung
|  von  Battenberg  des  Khe-|
  zum  Fürsten  der  |  diven  Ismae!
ı  Bulgaren.  von  Ägypten
|  durch  den
Sultan,
|  Nachfolger:
IMehemed
Der.   Nationalistisches  |  ke
Kabinett  Freycinet,  |  IM.
1880
Zusammengehen  mit  1380/81.  Eroberung  Juni.
Deutschland  auf  der  Ma-  Turkestans,  Relormnote
drider  Konferenz  gegen  der  Mädcte
England,  wegen
Armenien,

Besprechungen  zwischen  Ministerprästdent  Frey
einet  und  dem  russishen  Botschafter  Fürsten

Orlow  über  eine  Annäherung  zwischen  Franke

reich  und  Rußland,  [3]
Kabinett  Jules  Ferry
‘bis  1884),
        <pb n="6" />
        Allgemein  |

.  Deutschland  Ungarn

|  Österreich-  |

Italien

England

1881

I&amp;amp;,  Juni,  Dreikaiserverhältnts  (Kaiser  Wilhelm  [,,
Franz  Joseph  l.,  Alexander  IIl.&amp;gt;  [4]

28.  Juni,
heimer  Bündnisvertrag
  mit
Serbien  (auf

Frhr.
v,  Haymerle  T.
Graf  Kalnoky
Außenminister,

ı0  Jahre).  [5]  |

|  2.  Febr.  Kös

I  nig  Humbest
Ges

in  Wien,
Mai.  Mißstimmung


regenFrankrei
  wegen

Tunis.

Ökt.:
ital.  Königs»
paar  in  Wien.

Das

Aug.  Vertrag  von  Pretoria.  Selbst«
regierung  Transvaals  unter  englischer
Sulzeränität.

1882

20.  Mai.  Dreibund  zwischen  Deutschland,  Österreic-LUlngarn
und  Italien  zum  Schutz  gegen  einen  unprovozierten  Angriff

30.  Okt.  Bündnis  Deutschlands  und  Österreich”
Ungarns  mit  Rumänien  (zum  Schutz  gegen  einen
unprovozierten  Änzriif}.  [7]
Teilnahme  König  Alfons’  XIL
von  Spanien  an  den  deutschen  |
Manövern  im  Eisal.

Frankreichs  oder  Rußlands.  [6]  11.  Juni.  Beschiefiung  der  offenen  Stadt
Alexandria.
Besetzung  Ägyptens.
1883
ı  15.  Juni.  Krankenversicde-  Lord  Cromer  bevollmädhtigter  Minister
sungsgesetz.  in  Ägypten  (bis  1907).

1854

28.  fSani  bis
2.J  Lonr
doner  Konk--venz

  wegen  :
|  Kamerun,  des  Bismarkardhipels

A  gypien,

Gründung  der  deutschen  Kolonialmacht:
  Urwerbung  von
Deutsch-Südwestafrika,  Togo,

und  eines  Teils  von  Neuguinea.

27,  März.  Erneuerung  des  Dreikaiserverhäftnisses

(Deutschland,  Rußland,  Österreic-Unyarn).  [8]  |

6,  Jali.  Unfallversicherungs=  |

gesetz  für  Industriearbeiter,
I5  bis  17.  Sept,  Dreikalserzusammenkunft  in

Skierniewice  (Kaiser  Wilhelm  I.,  Franz  Joseph  l.,
Alexander  III}.

Gründung  der  Imperial  Federation  Lea»
gue  für  einen  engeren  Zusammenschluß
Englands  mit  seinen  Kolonien.

26.  Febr.  Englisch-portugies.  Vertrag

|  über  das  untere  Kongogebiet.

27.Febr.  Londoner  Vertrag:  Teilweise
Aufgab.d.  engl.  Suzeränit.  üb,  Transvaal.
12.  Mai.  Protest  gegen  den  englischportugiesischen
  Vertrag  vom  26.  Febr.
seitens  Deutschlands  und  Frankreichs,
18.Okt.  Annexion  v.  Berbera{Agypten).
22.  Okt.  Schurzherrschaft  üb,  die  Südostküste
  Neuguineas.
        <pb n="7" />
        Balkanländer

|  Türkei  |  Amerika

Japsn

1881
13.  März.  Beahlik  Bee
oe;  nr  Zar  Alexander  Il.  7.  |  epublikaner  {bis  |
12.  Mai.  Frotektorat  Regierungsantritt  28.  Juni.  |  24.  Kat.  1885),  Nachfolger  |
j  Alexanders  IH.  GeheimerBündnis-  |  .  von  Garfield.  }
bis  1894.)  vertragSerbiensmit  BR  Den  |
Ich-Ungarn  lüsse  des
IE.  Jant,  Dreikaiser-  Österreich  [5]  Kongresses  |
verhältnismirDeursch=  |  |  in  Berlin
land  und  Österreich-  |  Rumänien  König-  1880.
wi  Ungarn.  [4]  reich.  König  Karol
Di  an.  |  Orenzvertragmie  |  Prinz  sun  nahen
"  '  '  Persien.  '  |
1882
Jan,  Sturz  Gambettas.  Serbien  Könfgreih.
Zweites  Kabinett  Frey-  (König  Milan
cinet,  9.  April,  vw.  Giers  |  Öbrenowitsc.}
Spa  mit  Eneland  |  Außenminister,  an
Bag  ee  "san  Stelle  Gortschakows.
-  1883
Kabinett  Jules  Ferry  Der  deutsche
{bis  1885),  Oberste
8.  Jant.  Zweiter  Protek=  eutnant
toratsvertrag  mit  Tunis.  |  |  ColmarFrir,
21.  Aug.  Zweiter  Proteke  |  30.  Okt.  Bündnis  |  Y-  4.  Yoltz  |
Ark  eıter  Kroteke  |  Rumäniens  mit  Leiter  der  |
toratsvertrag  mit  Anam.  Deutschland  und  |  militärischen  !
1883  bis  1885  Unterwer-  Österreich-Ungarn.  Bitdungs«  |
fung  Madagaskars.  [7]  |  anstalten&amp;lt;bis  |
-  —  1895)  Li
.  1884  .
Krieg  mit  Tonking  und  |  Unterwerfung  der  April,  Die  Unions-China

  (bis  :83  5),

|  15.bis  17.Sept.  Dreia

Turkmenen.  Eine
nahme  von  Wlerw.

27.  März,  Erneuerung  |

des  Dreikalserverhälte
nisses,  [8]
April,  Unterbringung
einer  Anleihe  in
Deutschland.

kaiserzusammenkumft

in  Skierniewice.

ae  Een  nn  an  ad  A  °

regierung  erkennt,

als  erste  von  allen,  |

die  afrikanische
Kongo-Gssellvon

  Belgien  an.

mr.
        <pb n="8" />
        an

Allgemein  Deutschland  Osterr-  Italien  England
1885
26.  Jan.  Niederlage  im  Sudan
26.  Febr.  27.  Febr.  Kaiserliche  Schutzbriefe  für  die  5.  Febr,  |  gegen  den  Mahdi.
Kongo  =  Akte  |  Ostafrikanische  Gesellschaft.  Fest»  |  Verlust  der  Festung  Khartum.
(Unabhängiger  serzungin  |  General  Gordon  f.
Kongostaat  Mas»  Als  Frankrekh  im  Kriege  mit
unter  Souves  sauah.  |  China  Reis  ala  Banoware  behansänität
  König  delte,  erklärte  der  britische  Außen-Leopolds
  II.  minister  Lord  Granville  (27.  Febr}:
von  Belgien}  als  Die  britische  Regierung  könne  nicht
Ergebnis  der  zulassen,  daß  Lebensmittel  «is
n  Erankreich  |  Kriegskonterbande  behandelt  würvo
  Deutschland  den  lediglich  deshalb,  weil  sie  für
undt  eutsch  einen  Hafen  der  Kriegführenden
K  no  =  Ku  bestimmt  wären.  10]
|  or.  one  20.  April.  Deutschsenglischer  Vertrag  über  29.  April,  Wertrag  mit  Deutsch-Neuguinea,
  land  über  Neuguinea.
7.  Mai,  Deutsch-englischer  Vertrag  über  7.  Mai.  Vertrag  mit  Deutsch-Westafrika,
  land  über  Wesıafrika.
9.  Juni,
Konservatives  Ministerium  $alisbury
  (bis  1836),
10,  Sept,  Englisch  erussischer
Vertrag  über  Afghanistan,
|  30.  Sept.  Annexion  '  de
15.Okf.  Erwerbung  der  Salomon=  und  and.  on  von  Bet
Marscallinseln.  Eroberung  von  Birma.
1886
10.  April,  Vertrag  mit  England  über  Ab=  |  Stellung»  |  Jan,  bis  Juli,  Ministerium
grenzung  von  Einfufisphären  im  Stillen  |  nahme  |  Gladstone.
Ozean.  |  |  Raflen  4  Jul.  Zweites  Ministerium
8.  and  9.  Ang.  Zusammenkunft  der  Kaiser  das  ,  Salisbury  {bis  1892),
Wilhelm  1.  (mit  Bismarck}  und  FranzJosephl.  “  r
{mit  Kalnoky)  in  Gastein,  Ergebnis  der  Bulgarien  Annexion  vor  Birma.
Besprechung:  Konstantinopel  soll  der  Türkei  vv.  Bere  Kämpfe  mit  den  Zulus.
bleiben,  falls  Rufffand  sich  in  den  Bestiz  der  asalten«
|  Dardanellen  setzt,  wird  für  Österreich  en
Ungarn  Erwerbung  eines  Handelshafens  im  nd  |  den
östlichen  Mitrelmeer  in  Aussicht  genommen,  "Balkan
Sept.  Prinz  Wilhelm  von  Preußen  im  Auf-  |  untertrage
  Kaiser  Wilhelms  I.  und  Bismards  in  |  werfen
Brest-Litowsk,  um  den  Zaren  der  Unter-  |  ill,

stützung  seiner  Örientpofitik  durch  Deutsch“
land  zu  versichern.

I,  Nav,  Vertrag  mit  England  über  Sansibar.
        <pb n="9" />
        Rußland

Balkanländer

1885

Aprit,  Sturz  Jules  Ferrys.

Gegensatz  zum  Fürsten
  Alexander  von
Bulgarien.
März.  SlegüberdieÄfghanen
  bei  Penschdeh,
Bedrohung  Herats.

Vereinigung  Östrumeliens
  mit  Bul»
garien  (ohne  RußlandsZustimmung?.


1

März.

Präsident
Cleveland,  Demo-=  |

‚krat  (bis  1889).

Der  amerikanische
Botschafter  in  Berlin  |
bezeichnet  die  Ers|
von  Reis}
als  Bannware  (durdı  {

klärung

Frankreich)  ala
»Rückkehr  zu  bar

Kabinett  Brisson  (bis  barischen  Kriegsge=1886).
  wohnheitene,  [10]
|  IL  19.Nov.  Sieg  der  18.  Ang.
9.Jant.  Feiedemie  China:  Bulgaren  über  die  Vertrag  von
ET  ERRURg  Er  fran-  Serben  bei  Sliw-  |  Tientsin:
zösishen  Eroberungen  nitza.  |  Einigung  mit
Anam  und  Tongking.  Wiedererwacen  China  über
der  russisch-öster-  Korea,
reihishen  Cegen»
 sätze  in  der  Balkan
politik.
|.)
Jan.  Ernennung  des  Ge-  3.  März,  Friede  zu
nerals  Baulanger,  des  Bukarest  zw.  Bule
Revandhepalitikers,  ZUM  |  ati,  Schließung  des  garten  und  Serbien,
Kriegsminister,  |  Freihafens  von  Batum.  |  7.Sept.FürstÄAlex-Neues
  Heeresgesetz,  ander  von  Bulgagroße
  Rüstungsausgaben.  rien,  durch  eine  Revolution
  gestürzt,
verzichtet  nadı  sei«
nerRücdkehrinfolge  |
russischen  Drucks  |
auf  den  Thron.
Regentschaft  Stam«
bulows.  |
.  Russisher  General!
Dez,  Goblet  Minister»  Kaulbars  in  Buls  |
präsident,Boulanger  bleibt  garten  betreibt  die:
Kriegsminister.  |  Russifizierung.
2  g
        <pb n="10" />
        Allgemein  Deutschland  Gster-  Italien  |  England
1887
20.  Febr.  Erneuerung  des  Dreibundes.  [11]  |

11.  März.  Annahme  der  Milttärvorlage  (Sep-  |

tennat),

|  18.  Juni.  Rückversicherungsvertrag  mit  Rußland
|  an  Stelle  des  Dreikaiserverhältnisses.

|  Der  deutsche  Geldmarkr  auf  Anordnung  Bis-[12]



mards  für  Rußland  geschlossen.

22.  bis  30.  Nov.  Schriftwechsel  Bismarcks  mit  !

Lord  Sallsbury,  Deutsche  Unterstützung  des

h

1837  bis
1888.
Gespann«

tes  Ver»

hältols  zu
Rußland
wegen

der  hul«

 garischen

Krisis.

|  DerKrieg

vermieden
  durch
RBismarcks
Vermittlung.


|

|  12.  Febr.  Mittelmeerabkommen  zwischen
England  und  Italien.  [14]

24.  März.  Beitritt  Österreich-Ungarns  zu  dem  englisch-italienischen
  Mittelmeerabkommen.  [15]

4.  Mai.  Mittels
meerabkommen
mit  Spanien.

Aug.  Ministerim
  Crispi  {bis
1891).

4.Febr.  Im  Standard,  dem
damaligen  konservativen
Regierungsargan,  Erkläs

|  sung,  in  einem  deutsch“

französ.  Kriege  sei  gegen
die  Inanspruchnahme  eines
Wegerechts  durch  Belgien
seitens  Deutschlandsnichts

‚  einzuwenden.

Derliberale  Führeräufiert
sich  in  gleichem  Sinne.  [16]

‚  Mai.  Große  Verstärkung

der  Flotte.  Aufstellung
des  Zweimächtestandards,
Erste  großibritann,  Kolo»
nialkanferenz  in  London.
Aug.  Markenschutzgesetz
gegen  Deutschland  („Made
in  Germany).

Dez.  »Orientdreibund«  —  England,  Öster.»UIngarn  und
»  Orientdreibundes  «  zugesagt.  13)  Italien  —  über  den  status  quo  auf  dem  BalkantBulgerien)
und  an  den  Dardanellen.  Spitze  gegen  Rußland.  [17]
|  30.  Dez.  Rede  Chamberlainsin
  Torontoub.d,Einheilt
  d.  Angelsachsentums.
1888

29.  Okt,

Suezkanale

Akte,
10

I.  Febr,  Militärkonvention  mit  Italien.

3.  Febr.  Veröffentlichungd,  deutsch-öster.  Bündnisses

  durch  Bismarck  als  Warnung  für  Rußland,

6.  Febr.  Bismarks  Reidhstagsrede  »  Wir  Deute
sche  fürchten  Gott,  aber  sonst  nichts  in  der  Welt!«
ebenfalls  als  Warnung  für  Rußland.

9,  März.  Kaiser  Wilhelm  I.  T.  Reglerungs=  |

antritt  Kaiser  Friedrichs  IIl.

‚15.Juni.  Kalser  Priedrih  TI.  T.  Reglerungsantritt
  Kaiser  Wilhelms  H.

|  Besuche  Kaiser  Wilhelms  II
|  Wien  und  Rom.

in  Petersburg,

Aufstand  in  Deutsh-Östafrika,  1390  durd

 Wissmann  nledergeschlagen.

15,  Mai,
'schluß  an

|  Deutschlands
und  Österreich

|  Rumänien.  [18]

konvention  mil  |

Deutschland,

März.  Beginn
eines  Zollkriegs
mir  Frankreich.
An
das
Bündnis

Ungarns  mir

|  }.  Febr.  Militär-  !

Apr.Stanley  erreldıtEmin
Pascha  in  Aquatoria.
        <pb n="11" />
        Balkanländer

Türkei

Amerika  |  Japan

1887

Präsident  Carnot
(bis  1364),

April,

»  Schnäbelezwischenfall.«
Kriegsrüstungen  gegen
Deutschland.

Jaeli.  Sturz  des  Ministe-  !
riums  Goblet  mit  Bous  |

langer.  Ministerium  Rouvier.


Aug.  Der  Panslawist
Katkow  T.

Nov.  Alexander  IIL  in
Berlin,  erhält  Aufklärung
  über  die  gefälschten
  bulgarischen  Briefe,
die  dem  Fürsten  Bismarc
  unterstellt  wurden,
  um  seine  Politik
beim  Zaren  zu’  verdächtigen.


7,  Juli.  Ferdinand
von  Koburg  Fürst
von  Bulgarien.  Ans
lehrung  an  Österreich,



1888

Anerkennung  des  französischen
  Protektorats  über
die  Katholiken  desÖrients
durch  die  Bulle  Aspera
resum  conditio,

8,  Febr,  Vertrag  mit  England:
  Djiburt  am  Roten
Meer  kommt  zu  der  französischen

  Kolonie  Obok.

März.  Freycinet  Kriegs»
minister,

Dez.  Russische  Anleihe,  |

2%

22  Jali.Neunhundertjähriges
  Jubiläum  der
Finführung  des  Chris
stentums  in  Kiew.
Panslawistishe  Kundgebung:
  »Heerschau
des  Panslawismus«,
119]
Millttärische  Worbereitungenanderdeurschen

und  österreichischen
Orenze,
Nor,  Große  russische
Waffenbestellungen  in

französisch.  Fabriken.  |

|  Erste  deutsch-tür-Okt.

  Erste  Bahn-  |
konzessioni.  Klein-  |
asien  an  die  Deutsche
  Bank.  {Haidar
Pascha  —  Angora.}

29,  Okt,
kanal-  Akte,

Suezr

kische  Anleihe,

11
        <pb n="12" />
        Allgemein

Deutschland

Österreich-Ungarn

  Italiea  England
1889
|9  Febr,  Er-|  Friede  von  |  Flortengeserz  (Naval
neuerung  des  |  Ultschalli  mit  |  Defence  Act).
geheimen  Ver-  |  Abessinien,.
!  trages  mit
14.Joni.  Samoa-Äkte  |  Juni.  Peters  bridht  von  Baga-  Serbien
zwischen  England,  |  moyo  in  das  Innere  Afrikasauf,  |  {bis  1895).
Deutschland  gund  den  22.Junt,  Alters-u.  Invaliditäts«
ereinigten  Staaten,  gesetz.
|  Aug.  Erster  Besuch  des  Kaisers
in  England,  Seine  Ernennung
zum  Ehrenadmiral  der  englischen
Flotte,
Okt,  Der  Zar  in  Berlin.  Bu
Nov,  Kaiser  Wilhelm  in  Kon-  Okt.  Gründung  der  Char
stantinopel.  tere  “ompany  of  Sout
Africa  dur  Cecil
|  Rhodes,
1890

12

24.  Jan.  Kronratssitzung,

Stellungnahme  Bismarcks  gegen
die  vom  Kaiser  geplante  Ars
beiterschutzgeseizgebung  Beschränkung
  der  Frauen»,  Kinder-|

  und  Sonntagsarbeit),  sowie  in
der  Frage  der  Behandlung  der
Sozialdemokratie.

20.  März.  Rücktritt  Bismardes.

Ernennung  Caprivis  zum  Reidıskanzler,
  Marschall  von  Bieberstein
  Staatssekretär  des  Auss
wärtigen.  Nichterneuerung  des
Rückversiherungsvertsages  mit
Rußland,  [21]

I.  Jali.  Erwerbung  Helgolands  |
im  Tausch  gegen  Sansibar  und  |

Witu,

Berliner  Arbeiterschutzkonferenz.
  Empfang  französischer
Delegierter  durd&amp;amp;  den  Kaiser,

Nov.  Übernahme  Deutsch-Oste
afrıkas  durch  das  Reid.

!.  Jan.  Üründung
  der  Colonla
  Eritrea,

Vertrag  mit  Deutschland

überÖstafrika,mit  Frank«
reich  über  Westafrika  und
Sansibar,

Geheimabkommen  zwischen  England(Lord
Salisburp?  und  Italien  (Crispf).  Über«
lassung  von  Tripolis  an  Italien  als  Gegengewicht
  gegen  die  zunehmende  französische
Seemacht  im  Mittelmeer.  —  Plan  Salisburys
  zur  Aufteilung  der  Türkei.&amp;gt;  [22]
        <pb n="13" />
        Rußfand

Balkanländer

Frankreich  Türkei  Amerika  Japan
1889
Febr.  AusBerichtdesbei«  |  9.  Febr.  Ermene»  }  PräsidentHarrison,
‚  gischen  Gesandten  inPe=  „ung  des  geheimen  Republikaner  bis
tersburg;  »Dieslawophile  ,  \rertrapeszwischen  1597).
Presse,  ich  könnte  auch  Gen  und  Öster-  |
sagen:  dierussischePresse  eich  chi  B
mit  wenigen  Ausnahmen,  :  reich  (bis  1805).
em  Deut  ae,  Kanankung  '
rbfeinde,  ih.  Eule  :  ae  en,  ji
sen  alle  de  Walken  Serien,  _  Begier  |
ruhen,  Unaufhörlich  greift  :  |  2,
ae  die  Pfitkihrer  Nach.  |  Tüngsantritt:  König  |
bern  an  und  trägt  ihre  |  ZH  Randers  1.
Abneigung  gegen  die
deutsche  Nation  und  ihre
Regierung  zur  Schau,  «
[20]  !Okt.  Panamerika-30.
  Mal,  RedeAlexan«  isch  Keongreh  in
ders  III.  auf  Mont:  ı  Waslington:  Ver“
negro,  als  den  einzigen  Nov.  Kaiser  |geblicher  Versuch
treuen  Freund  Ruß  Wilhelm  IL  i  eines  Zusammen»
lands,  in  Konstan-  |  schlussesaller  ametinopel.
   rikanischen  Staaten.  |
18%
i
Drittes  Kabinett  Prey-  |  Niditerneuerung  des  |  Handefs-  |  MacKinley-Bill
einet  (bis  1897.  |  Rückversicherungsver-  vertrag  mit|  &amp;lt;Schutzzoll).
tragesinfolge  Deutsche  |  Deutschland,
lands  Ablehnung.
Jali.  Erste
Parlaments»
wahlen.

5.  Aug.  Änerkennung
der  französischen  Herrschaft
  im  Gebier  des

Niger,  der  westlichen  und  |

Sahara  durd

mittleren
England,

Abschluß  der  Freycinet»

schen  Armeereform.

1

15,  Aug.  Besuch  Kaiser
  Wilhelms  in  Narva.
  Besprehung  über
den  Rückırirt  des  Fürsten
  Bismarck  und  die

!  Nichterneuerung  des

|

-  Rückversicherungsvertrages.

  Der  Zar  teitt

|  für  denGedanken  einer
i  Wiederherstellung  der
}  Monardile  in  Frank»
ı  reich  ein,  weil  er  in  der
}  französischen  Republik
ieine  Gefahr  für  den

Frieden  sehe.

13
        <pb n="14" />
        |  |  Österreich  on
Deutschland  Ungarn  |

1891

Febr.  Kaiserin  Friedrih  in
Paris,  Deutschfeindliche  Kundgebungen,

Dazn  berichtet  der  beigische  Gesarıdte
  in  Berlin  z8.  Febr.:  »Ich  hatte
|  nur  allzuviel  Veranlassung,  Ihnen
„...  Aischreiben,  daß  man  der  Auf«  |
|  nahme  der  Aufmerksamkeiten  des  |
Deutschen  Kaisers  und  seiner  |
Regterımg  in  Paris  nur  einen  ganz  |
geringen  Wert  beimessen  dürfe.
:  Man  hat  auf  Höflichkeltsbezeugungen
  mit  Brutalitäten  geantwortet.e
[23]

.  |  |  April  bis  Mal,  Konflikt
|  6.  Mai,  Verlängerung  des  Dreibundes  auf  sechs  Jahre,  [24]  mit  Portugal  in  Südafrika,
Flandelsverträge  mit  Österreich,  |  Vertrag  zwischen  England  und  Italien  über
Itallen,  Belgien,  die  Aufteilung  Abessiniens  in  zwei  Inter-|
  essensphären.

Rücktritt  Cris«  |
pis  ‚  Ministerium
Rudinitbis  139Y)-Aug.

  Die  französiscıe
I  von  Kronstadt  in  Ports

14
        <pb n="15" />
        Rußland  Bafkanfänder  |  Türkei

1891
Bau  der  Transsibirischen
  Bahn,
ı8gi  bis  1895.  Unterwerfung
  Pamirs,
N
:  11.  Mei.
|  Attentat  auf
|  den  russi«
123.  Juli.  Besuch  der  französiscen  Plotte  in  |  schen  Grob-|
  Kronstadt.  Russisch-französische  Verbrüderung.  |  „fürsten-Dazu
  bemerkt  der  belgische  Gesandıe  in  Berlin  1.  Aug.:  Thronfolger
»....Die  Annäherung  beruht  nur  auf  dem  gemein»  durch  einen
samen  Haase  Frankreichs  und  Rufilands  gegen  Deinsch=  |  japanischen
land.  Sie  kann  daher  nur  einen  argressiven  Charakter  |}  Fanatiker.
Ihaben  .,-  ‚€  [25]  |
Aug.  Einleitung  des  Bündnisses  zwischen  Rußland
  und  Frankreich.  (Russlsch“franzäsischer
'Notenwechsel.)
Pfotte  auf  der  Rädreise  |
mozıth.

Ausrottung  der  französischen
  Missionen  in  Ugan=  |  79.  Nov.  Der  belgische
'da  durdı  England.  Gesandte  berichtet  aus
|  Petersburg:  »Der  Zar  gehört
  nicht  sich  selbst.  Er

ist  der  Sklave  der  panslawistischen

  Partel,  An

dem  Tage,  wo  diese  Par»

tel...  entscheidet,  dal

man  zu  den  Waffen  grei-Sen

  müsse,  wind  der  Zar,
wel  er  sih  zu  schwach

fühlt,  diesem  Druck  zu  |

widerstehen  .  ,  .  den  Leu=  |

ten  gehorcher,  .  .  „  deren  j

nehmungen  er  fürchret.e

[25]

15
        <pb n="16" />
        |  4.  Janl.  Der  Zar  und  der
|  Großfürst-Thronfolger  zum
Besuh  des  Kaisers  in  Kiel.

25_Jali,

Zweiter  Bündnisvertrag
  mit
Rumänien.  [27]

Aug.  Drittes  Ministerium

Gladstone  (bis  1894).

Handelsvertrag  Ä
mit  Serbien,  28.  Nov.  Beltritt
  zum  zwel-  |
ten  Bündnisver-  |
twageÜsterreid«
|  Ungarns  mit
Rumänien,  127]|
23.  Nov,  Beitritt  Deutschlands  Handelszum
  zweiten  österreich,-rumä=  veriräge  mit
nischen  Vertrage,  [27]  |  Deutschlandund
Handelsverträge  mit  Österreich  Österreich“
Ungaro  und  Itallen,  Ungarn.
1803

16

Armeereforn.  (Zweijährige

Dienstzeit?  Schwere  Kämpfe

um  die  neue  Militärvorlage,
Dazu  berichtet  der  belgishe  Ges

;  aundte  in  Berlin,  14.Jan.:  -»...  Die
|  Annahme  der  Militärvorlagei  ist  un»
|  erläaßlich  nidıt  nur  für  Deutschland,
|  sondern  für  ganz  Europa.  Deusch-!
  land  muß  nach  innen  und  auflen
!  stark  sein  im  Interesse  der  Erhaltung
|  des  Friedens,  dessen  hauptsächlichste,
|  wenn  nicht  einzige  Stütze  esist...  «

[30]

Juli.  Nach  Reichstagsneuwahlen

Annahme  der  Militärvorlage.
I4.  Aug.  Vertrag  mit  England
über  Ouinen,

15,  Okt.  Kamerun«  Abkommen
mit  England.

Zweites  Ministerium

  Crispi
bis  1896).

14.  Aug.  Vertrag  mit
Deutschland  über  Guinea,

15.  Okt,  Kamerun-Abkommen
  mit  Deutschland.
(England  erhält  freie
Hand  im  Nilgebier.)

|  75.  Nov,  Schutzvertrag
|  mit  Afghanistan.
        <pb n="17" />
        |  Bafkanländer  |  Türkei

Rußland  Amerika  |  Japan
|  1892

|  [
Broberung  von  Dahome.  |  |  Zweites  Bündnis  |  Jan.  Regen

|  Rumäniens  mit  dem  ;  rungsantritt  |

'  Dreibaund.  1271|  des  Khedie

|  Handelsvertrag  venÄbbasll..

zwischen  grbien-17.
  Aug.  Russisch-französische  Militärkonvention.  ru  |
Im  Fali  der  Mobllntahung  auch  nor  einer  Macht  |  Österreich"  Ungarn.
des  Dreibundes  wird  die  unverzägliche  und  gleich-  :
zeitige  Mobllmachung  der  gesamten  französischen  |
und  russischen  Streitkräfte  und  ihre  schleunige  |  |
Einsetzung  zu  entscheidendem  Kampfe  verein«  !
bart,  [28]
18.  Aug.  General  Boisdeffre,  Souschef  des  fran-  |
zösishen  Oeneralstabes,  beim  Zaren,  Überein-  |
stimmung  in  dem  Grundsatze,  daß  Mobilmacdung  |  |  |
gleichbedeutend  mit  Krieg  sel.  [29]  !

|  |

|  |  |  ;

1893

|  |  |  ol

|  Febr,  Zweite  |  Zweite  Prästdent-Bahnkon-

  |schaft  Clevelands:

!  zession  in  |  (bis  1807).
|  Kleinasien
|  für  die

\  i  Bank.  |
17.  Jani,  Handelsvertrag  zwischen  Prankreich  (Strecke  |  |
17.  Juni.  Neues  Kader-  I  Koniad.
gesetz,
Besetzung  von  Timbuktu.

Jall.  Konflikt  mit  Siam.

rn  a

7
3

Okt.  Die  russische  Flotte  :
in  Toulon,  |

udn

Du.  FE  TE  er  1

17
        <pb n="18" />
        15.  März.  Kamerun-Vertrag
mit  Frankreich,

Mai.  Einspruch  Deutschlands
und  Frankreichs  gegen  das  eng«

lische  Abkommen  mit  dem
Kongostasat.

afrika  (Hendrik  Wirboi),
Handelsvertrag  mit  Rußland.

29.  Okt.  Fürst  Hohenlohe
Reichskanzler  an  Stelle  Caprivis,

Ang.  Unterwerfung  des  Auf  |
standes  in  Deutsch“Südwest«  |

|  |  März.  Ministerfum  Rosebery  (bis  Juni
|  1895).

$.  Mai,  Neuer  Vertrag  zwischen  England  und  Italien
über  Abessinien.

12.  Mai,  Abkommen  mir  dem  Kongostaat:
  Abtretung  eines  Streifens  an
England,  &amp;lt;Kap-Kairo!)  Deutschfranzösischer
  Protest.

'  Aug.  Lösung  des  englishen  Abkom«-'

  mens  vom  tz.  Mai  mit  dem  Kongoı

  staat.
4

|

|  Dez.  Auflösung  der  Imperial  Fe='
  deration  League.  Übernahme  Ihres
‚  Programms  durch  die  British  Empire
‚  League.
:  Unterwer  fung  der  Matabelen.

18

1895

England  läßt  das  englisch  =  österreidilsch#italienische

  Mittelmeerabkommen

vorn  1887  fallen.

|  |  Konflikt  mit  Venezuela  und  den  Wer»
April,  Beteiligung  an  dem  Pin-  |  |  einigten  S  “
sprudh  Frankreichs  und  Rußlands  |  Mat,  Graf  Go-  Unterwerfung  der  Asdhanti.
gegen  den  Frieden  von  Shimo--  |  juchowski  Aus  Juni.  Drittes  Ministerium  Salisbury
noseki,  Benminister  (bis  {bis  1902).
Juni.  Bröffnung  des  Nord-  |  190%  an  Stelle  Chamberlain  Kolonlalsekretär.
ostzeekanals,  |  Ralnokys.  Jnti-Aug.  Der  englische  Plan  einer
Jeli-  Aug.  Ablehnungenglischer  |  Niditerneuerung  Aufteilung  der  Türkei  von  Deutsch-Aufteilungspläne
  der  Türkei.  des  sndulsses  land  abgelehnt.  [32]
rd

Aug.  Der  Kaiser  in  Cowes.

Aug.  Der  Kaiser  in  Cowes,  ar
lisbury  sucht  den  Kaiser  für  den  vorstehenden

  Plan  zu  gewinnen,  erfährt
aber  die  gleihe  Ablehnung.  [32]

24.  Aug.  Hetzartikel  der  Sarurday  Review
  zum  Kriege  gegen  Deunclan:
30.  Dez,  Einfall  Jamesons,  Administrators
  der  englischen  Kolonie  Rhodesia,
  in  Transvaal.
        <pb n="19" />
        4.  Jan.  Abschluß  des  Bündnisses  zwischen  |
Frankreich  und  Rußland.  [31]  30.  März.  Ent«
Mal.  Einspruch  Frank«  ng  des  Düle
reihs  und  Deutschlands  gwrishen  Ministergegen
  das  englishe  Ab»  een
kommen  mit  dem  Kongo-  ow.
staat,  |
25,  Junf,  Ermordung  des  |  |
Präsidenten  Carnot.  (Der  |  Jul,  Arie
Deutsche  Kaiser  läßt  sich  gegen  „Ilna
bei  der  Beisetzung  vertre-  WESFARON
CasimirPärier  (bis  1805).  ı  Zar  Alanrill,  +.  |
Hanstaux  Minister  des  !  Regl  tritt
Auswärtigen.  |  Nikolaus’  II,
Dreyfußprazeh:  angeb-  Besuch  desPrinzen  von
Ihe  Spronage  zuguosien  Wales  in  Petersburg.
e  auds,  tarkei  u  |  Bi
deutschfeindiibe  |  "randelsverrag  mit
Stimmung.  "
1895
Präsident  Faure  26.  Jan.  Minister  des  Unruhen  in  |  Scharfes  Auftreten  |  17.  April.
‘bis  1899).  Auswä  |  Armenien  |Clevelands  gegen  |  Friede  zu
1.  GiersT.  Sein  Nadı-  und  Mize«  |  England.  |  Shinonoseki
foiger  Fürst  Loba-  donien.  Erweiterung  der|  mit  China.
now  {bis  1856),  Moaroedoktrin.  |  „3  April.
‚71.  März,  Englisch“  Binspruch
‚  russische  Konvention  Rußlands,
über  die  russisc»afe  Frankreichs
 ghanische  Abgrenzung  undDeutsch-:
  im  Pamirgebiet.  lands  gegen
Zpril,  Einspruch  Frankreichs,  Rußlands  und  eine
Deutschlands  gegen  den  Frieden  von  Shimonoselk.  15.  Jell,  Brmor-  an
dung  Stambulows.  anf  dem
|  Nichterneuerung  asiatischen
‚Okt,  Besuch  Lobas  |  des  serbischen  Festland,
inows  —  aufder  Rück-  |  _Bündnisses  mir  |
;  relse  aus  Frankreich  —  |  Österreih-Ulogarn.  |  8.  Nov.
i  beim  deutschen  Kaiser  Friede  zu
!in  Hubertusstock,  um  Peking  mir
|die  wachsenden  fran«  |  China:
|  zösischen  Rüstungen  als  |  Rückgabe
'  für  Deutschland  unbe=  Liautungs
ı  denklih  kinzusteilen.  an  China.
19
        <pb n="20" />
        3.  Jan.  Telegramm  des  Kaisers
an  Präsident  Krüger:  Glücwunsch
  zur  Vereitelung  des  räu«  |
berischen  Einfafls  Jamesons  in  |
Transvaal,  '

3

Mal.  Stillschweigende  Erneuerung  des
1

5.  Sept.  Besuch  des  Zaren  in
Breslan.

24.04.  Bekanntgabe  desRükversiherungsvertrages
  durch  !
Bismark  in  den  Hamburger  |
Nadridten.  |

L

30.  Sept.  Verlängerung
  des
nundhlssen  mit

h

|

I.  März.  Niederlage  bei
:  (bis1898).  Annäherungan

Dreibundes,  [35]

Adua  geg.  die  Abessinier.
ı  März.  Smrz  Crispis,  |
|  Rudini  Ministerpräsident

d.Westmächte,  Verschlechterung
  d.  Verhältnisses  zu
ÖsterreichLingarn.

französ.  Protektoratsüber
Tunis.
24.  Okt.  Vermählung  des  |
|  Thronfofgersmit  derPrin-  |
zessin  Helene  von  Mon«  !
Carla  jo  |

Jen.  Große  EBıregun
wegen  des  Krüger-Teles

gramms-1.
  Febr.
view:  &amp;gt;
delendam«.

Gründung  der  Daily  Mail
durh  Harmswortha

  tueday  Reesse


:  Northcliffe,

Krieg  zur  Eroberung  des

|  Sudans.
|  Niederwerfung  des.  Auf«

standes  der  Afridis.

1897

|  Aug.  Besuch  des  Kaisers  in  Pe«»

|  Staatssekretär  des  Auswärtigen,

13,  Jand,  Tirpttz  Staatssekretär
des  Reichsmarineamts.  |

23,Jali,  Vertrag  mit  Frankreich  |
über  Togo.

terhof,  Nach  Beseltigung  der  |
von  Murawiew  auf  Grund  des
von  ihm  angeführten  »Rechtes
d.  ersten  Ankerung«  (droit  du
premier  mouillage&amp;gt;  erhobenen  |
Einwendungen  kommt  Abma-  !
dung  zustande:  Einverständnis  :

i  mit  Pahrung  Kiautschous  durch  |
}  Deutschland.  Rußlandbehält  sich  :

ErwerhungvonPort  Arthurvor.  |

|  20.  Okt.  v.  Bülow  Staatssekre-  |
|  tür  des  Auswärtigen.  |

Frhr.  Marschall,  der  bisherige  '

wird  Botschafter  in  Konstanti--nopel,


14.  Nov.  Besetzung  von  Kiaus  |
tschon,  |
Dez.  Auslaufen  der  Werstärkung
  für  Ostasien  unterdemBe-  |
fehl  des  Prinzen  Heinrich.

24.April.Kalser

Franz  Joseph  in
Petersburg.  |!
|  Russisch-öster-  |
|  reichisches  Ab-  !
kommen  über  die
beiderzeltige
Politik  auf  der
Balkanhalbinsel.

[37]  |

|
|
|
|

|

5.  Nor.  Abkommen  zwischen  Österreich«  |
Ungarn  und  Italien  über  Albanien.
|  Dez.  Camille  Barr&amp;amp;re  wird

|

|  Zolltarif  Kanadas:
‘  günstigung  Englands  um
ı  25%  vor  dem  Ausland.

a

ä
I

|

ı  28.  Okt.  Friede  zu  Adis
Aheba  zwischen  Italien  !
und  Abessinien.

j
:  Jan.  Schiedsgerihrsver-:

  trag  mit.  Amerika  (auf  fünf
;  Jahre).

Be--Milner

  Oberkommissar
für  Südafrika,

II.  Sept.  Saturday  Re»
view  verlangt  von  neuem
Krieg  gegen  Deutschland.
(=  enn  Deutschland  morgen
atıs  der  Welt  vertilgt  würde,

-  30  gäbe  es  übermorgen

französischer  Botschafter
in  Italien,  betreibt  Irallens  |
Anschluß  an  Frankreich.  |

nen  Engländer  in  Ge  ch.
!  der  nicht  um  so  reicher  sein

würde  Germania

ya  tern

|  esse  delendam.e}
        <pb n="21" />
        Frankreich  Rußland  Balkanfänder  |  Türkei  Amerika  Japan
=  1896
Jan.  Beklärung  des  fran=  Annäherung  Bulzösishen
  Botschaftere  in  garlens  an  Rußland,  |
don:  »Frankreich  hat  hr  YY  |  em?
nur  einen  Feind  auf  der  a  ent  en
Welt,unddasist  Deutsch»  |  Erbprinzen  zur  |  und  Schiffe
land,  England  kann  seine  ;  griechisch«ortho-  fahrtsvertrag
Politik  danach  einrichten.  «  9.  Aprü.  Vertrag  mit  doxen  Kirche.  ı  mit  Deutsch“
[39]  |  Japan  über  Korea.  |land.
April,  MinlsterlumMeline.  |  z,,  429,  Fürst  Loba-  9.  Jont.
Ang.  Annexion  vonMa«  |  „og  30.  Sept.  Erneues  |  Verteag  onlt
dagaskar.  |  |  rung  desBüindnisses  '  Rußlandüber
Okt.  Besuch  des  Zaren  In  Paris.  zwischen  Rumänlen  |  Korea.
KonzessionvonChina  |  und  Österreich"
für  eine  Eisenbahn  bis  |  Ungarn,  sowie  spä«
Port  Arthur  und  an  |  ter  {1899}  mit  den
'den  Stillen  Ozean,  |  beiden  anderen
China  erhält  Schutz  |  Dreibundmächten.  "
Rußlands  zugesichert,  [34
1897
|
April.Zusammenkunftdes:  Graf  Murawiew  1:  Serbisch  »  bulgarl«  Absc{uß  eines
Fürsten  Hohenlohe  und|  Außenminister  (bis  |  scher  Handelsver-  &amp;gt;  Gentleman’sdes
  Ministers  Hlanotaux  1900).  :  trag.  agreements  ZW.  ‚Alle
in  Paris,  Flinzige  Begeg-  |  „,  ._.  ,  :  März.  Besuch  Kö#  |  gesehenenPersonen
|  —_.|24.  April  Vereinba-  |",  u  kreich,Bagwärigen
  Poltik  beider  |  rungen  des  Zaren  mie  |  YR  Alezanders  von  per  und  Amerik
gen  Fo  It  eider  Kaiser  Franz  Joseph  Serbien  in  Sofa.  un  e  a
Sranten  zwischen  871  und  |  oper  de  beidersetige  |  April  bis  Dez.  Siegreicer  Krieg|  Schr  Panzer  Bann
u  au  Politik  aufdem  Bafkan.  |  der  Türkei  gegen  Griechenland.  |  mus  drohende  Ge-Deuhland
  a  [37]  |  [fahr  Verpflichtung
23.  bis  29,  Aug,  Präsident  Faure  in  Peterhof.  ten  v.  ka  zur
Der  Zar  spridıt  zum  ersten  Male  von  Rußland  Hilfe  geg.  Deutschund
  Frankreich  als  den  »  Alliierten«,  |  land  u.  Österreich"
18.  bis  21.  Sept.  Der  Zar  bei  den  Manövern  in,  Ungarn  im  Kriegs-  |
Compiögne.  |  fall.  [38]  |
i  Jan.  Schledsger.-  |
|  vertrag  mit  Eng»
|  land  {auf  5  Jahre}.
'  MacKinley,  Repu-|
  blikaner,  Präsident
bis  1901).  Protest
|  Apnt-Aaoeionvon  Yapans  gegen
|  awal  'Hawaisdurd
|  |  Juti,  Dingley-Tarif  die  Vereinigt
  16.Dez.  Friede  zuKonstantinopel.  |  (Schutzzol.  ten  Staaten.

21
        <pb n="22" />
        Jan.  Kreta-Konfikt.

über  Kiautschou.

April,  Englischer  Bündnisantrag
mitausgespracener  Spitzegegen
Rußland,  von  Deutschland  ab-  |
gelehnt,  um  nicht  als  englischer  |
Festlandsdegen  gegen  Rußland
gebraucht  zu  werden  und  um

den  Weltfrieden  zu  erhalten.  |

[39]
10,  April,  Flottengesetz.

Mat.  Manila-Konfikt  mit  den  |

Vereinigten  Staaten.

30,  Juli.  Fürst  Bismarck  T.

Okt.  Kolonlalvertrag  mit  England

  über  die  portugiesischen

Kolonien,

13.  Okt,  bis  24.  Nov.  Palästina-  |

reise  des  Kaiserpaares.

2/,.Nov.  Han
delsvertrag  mit
Frankreich,

Vorshlag  Lord  Salle
burys  an  Deutschland:
Teilnahme  an  anti-amerikanischer
  Intervention  zur
Verhinderung  des  spanisch=
  amerikanischen
Krieges.  Von  Deutscı-{and
  abgelehnt.  [40]

19.  Mai.  Gladstone  f.
20.  Mai.  Besetzung  von
Weihaiwei.

14.  Jari.  Englisch-fran-Nigeria.

  Frankreihunter
Ultimatum.

1

1  2.Sepf,  Sieg  Kitcheners

bei  Omdurman  (Sudan),

|  Niederwerfung  der  Der-:
  grlache.

|  19.  Sept.  Eintreffen  Kiti
  lisch#französischer  Kou-Okt.

  Kolonialvertrag  mit
Deutschland  über  die
portugiesischen  R.o{onien.

4.Nov.  Frankreich  unter
Ultimatum,  Niederholung
        <pb n="23" />
        Frankreich  Rußland

Balkanländer  |  Türkei

1898

Wahlsieg  des  Blocks  der
gemäßigten  Republikaner
{Führer  Waldek-Raus«
seau),  Radikalen  (Führer
Clemenceau)  und  Sozia»
listen  (Führer  Jaures}.

N
N

zösischer  Vertrag  über
wirft  sich  dem  englischen

28.  Jani.DeicasseAußen®
minister  (bis  6.  Juni  1905).
Verhandlungen  wegen
eines  deutsch»  Franzüs»
sischen  Abkommens  üher
die  portugiesischen  Kolo«
|  nien  werden  von  Delcasse
nicht  weitergefährt.

I8,  Juk,  Hlauptmann
MardandhißtinFaschoda
die  Trikolore.

chenersin  Raschoda.  Engflikt.
  Kriegsgefahr,

wirft  sich  dem  englischen
derTrikolore  in  Faschoda.
]

|

schafter  in  London.

q
[
4

|  laus  II.  welst  90  Mil-  |

I  No».  Paul  Cambon  Botlionen

  Rebel  zum  Ausbau
  der  Flotte  an.

27.März.  Festsetzung
in  Port  Arthur,

}
\

25  Jeri.Anerkennung
der  Unabhängigkeit
Koreas  durdı  Rußland
und  Japan.

laßt  Einladungen  zu

ferenz.

24.  Ang.  Rußland  er-  |
einer  Friedenskon-  |!

Jan,  Kreta-|

  Konfikt.

13.  Okt,  bis
24,  Nor,
heim  II  in
Konstantie
nopel  und
Palästina.
19.  Nov,  Islamfreund-

  des
_  deutschen
Kaisers  in

|  Damaskus,

reicher  Krieg  gegen
Spanien  um  Kuba,
Porto-Rico  und  die
Philippinen.

10,  Dez.  Friede  zu
Parls,
        <pb n="24" />
        Deutschland

Österreich=  |

Italien

Fagland

21.Mai  bis  29,  fell.
Frste  Flaager  Friedenskonferenz.


Abkommen  zur  Errichtung
  eines  inter»
nationalen  Schiedsgerichtshofes
  im  Haag.

24

I2,  Febr.  Erwerbung  der  Karolinen
  und  Marianen  von
Spanien.

März.  Cecil  Rhodes  in  Berlin,

Empfang  durd  den  Kaiser,  Genehmigung
  des  Baues  einer
Tefegraphen-  und  später  einer
Eisenbahnlinie  Kap»  Kairo  {mit

deutschem  Personal  und  Ma-  |
|teria®  durh  das  Hinterland

von  Deutsh"ÜOstafrika.  Rhodes
verspriht  dafür  seinen  Einfluß

einzusetzen  für  Überlassung
'  yon  Samoa  an  Deutschland,

8.Nov.  Der  Zar  mit  Murawiew
in  Potsdam,

20.  bis  27.  Nov.  Der  Kaiser
mit  Bilow  in  England.

2.  Dez.  Vertrag  mit  England
und  Amerika  über  Südseeinseln,
Samoa»  Abkommen.)

Dez,  Reditswidrige  Aufbringung
deutscher  Postdampfer  (&amp;gt;  Bundesrat*e
  und  »Herzog«&amp;gt;  durch
englische  Schiffe  an  der  afrikanishen
  Küste  während  des

Burenkrieges.

Der.  Deutsch-türkishes  Ab«
kommen  über  die  Bagdadbahn,

21,  März,

Portugal,
mahkungen  mit  Deutschfällig

  macht.

Jan.  Vertrag  mit  der

ägyptischen  Regierung
über  den  Sudan,

28.  April,

Sir  John  Fisher,  Vertreter

Englands  auf  der  Haager
Priedenskonferenz:

&amp;gt;  Wenn  es  das  Wohl  Englands

  gebiete,  werde  es  sich

den  Teufel  um  völkerrechtliche

  Abmacımgen  scheren.«
[41]
9.  Okt.  Beginn  des  Burenkrieges.


|Nov.  bis  Dez.  Nieder»
lagen  Eingfands  im  Burenkriege.


Nov.  Chamberlain  be»
weibt  ein  Bündnis  mit
DeutschlandundAmerika.
,  Dieses  kommt  nicht  zum
Abschluß  wegen  der  Äbtehnung
  Amerikas  undder

|  durch  rechtswidrige  Aufs

bringung  der  deutschen
Postdampfer  entstande=Dez.

  Samoa=  Abkommen,
Lord  Curzon  Vizekönig

|  von  Indien,

»  Windsor--Vertrag«  mit  |
der  die  Ab»  |

land  vom  Okt,  1898  hin«  |

}

nen  Schwierigkeiten.  [42]

Abkommen

Frankreih  über  Afrika

f
Abkommen
j  mit  Rußland  über  Inter-  |
essensphären  In  China,  |
        <pb n="25" />
        eo

EEE  a  _  ESPSERE  -  Zn  EEE
:  |
Frankreich  |  Rußland  .  Balkanländer  |  Türkei  Amerika  |
1899
|  |
|  |
|  |  |
|  |  |
|  |
I
|
|
zwishen  England  und  |
&amp;lt;Sudan-  Vertrag).
Präsident  Louber  {bis  |  28.  April,  Abkommen
1906).  mit  England  über
Ministerium  Waldec-  |  China.  |  |
Rousseau  (bis  1902).  |  |  |
Besetzung  von  Kwang-|tsheuwan.
  |
|  |
|  Is.  Sept.  Runde
!  ı  schreiben  des  Senators
  Hay  über  die
offeneTürin  China:
|  |  Mäßigung  der  Politik
  der  Weltmäcte
gegen  China.
3,  Okt,  Scieds«
'serkhisvertrag  mit
England  Im  Venezuelakonflikt.


Dez,  Abe  |  Der,  Samoas
kommen  mit|  Abkommen.
Deutschland  |

über  die  |
Bagdadbahn,  |
        <pb n="26" />
        Mai.  Unruhen  in
China.

20.  Juni,  Ermordung
des  deutschen  Üc»
sandten  v.  Kettefer.

Belagerung  der  Ge-  |
sandtschaftenin  Peking.  |

14,  Aug.  Besetzung
vonPeking  durcheuro«

pälsche  und  japanische

Truppen.

Okt.  Oraf  Waldersee
übernimmt  den  Ober»
befehl  über  die  euro»
päishen  Truppen  In
China.

Febr.  Russisch  »  französischer
Vorschlag  zum  Vorgehen  gegen
das  durch  den  Burenkrieg  fest

gelegte  England,  Von  Deutsch

land  abgelehnt,  um  den  Weltfrieden
  zu  erhalten.  [43]
Warmer  Dank  der  Königin  von
England  für  Mitteilung  dieses
Entschiusses  durch  den  Kaiser,
Diese  Mitteilung  gestatter,  die
französisch#russische  Verdäcti«

gung,  der  Vorschlag  gehe  von

Deutschland  aus,  sogleih  als
Intrigue  festzustellen,

14,  Jant,  Flottengesetz,

16,  Okt.  Abkommen  mit  Eugland
  über  China.

18.  Okt.  v.  Bülow  Reidiskanzler
bis  1909).

|

24.  Jan.

ı  Abkommen  mit

Frankreich  über

den  Sudan.

29,  Jall.
Ermordung
König
Humberts.  —
Regierung»
antritt  König
Wictor

Emanuel;  IIl  |

5.  Dez.  Marinekonvention  zwishen  Deutschland,  Österreih-Ungarn

  und  Italien.  [44]

|

14.  bis  16.  Dez.
Geheimes
italienisch"  ran»
zösisches
Mittelmeer»
Abkommen
(Marokko  und

Tripolis).

Dez.  Erneuerung  des  italienisch“
österreichischen  Abkommens  von

1897  über  Albanien.  (451

Jan.  Erklärung  Lord  Salisburys:


|  »Lebensmittel  mit  feindlicher

Bestinmung  können  nurdann
als  Kriegs-Bannware  angesehen
  werden,  wenn  sie  für
die  feindliche  Streitmacht  be»
stimmt  sind,  Ea  genügt  nicht,
daß  sie  dazu  verwandt  werden
können;  es  muB  dargetan
werden,  daß  dies  tatsächlich
ihre  Bestimmung  zur  Zeir  der

Beschlagnahme  war.«e  [46]

16.  Okt,  Vertrag  mit
Deutschland  über  China.

6.  Nov,  Lansdowne

Leiter  der  auswärtigen
Politik.

1.Dez,  Vertrag  mit  ÄAme«
rika  über  den  Panamakanal,


|  Australien  erhält  Wer»

fassung.
        <pb n="27" />
        anfänder  |  Türkei  |

1900

I.Febr.  Äntrittsrede  des
späteren  Präsidenten  der  -
Republik  Deschanel  in  der
französischen  Akademie:
sPeutschland  sel  der  Feind,
Frankrihs  Aufgabe  se,
Rußland  und  England  ein»
ander  zuı  nähem,«

Febr.  Der  russisch-französische  Plan  zum  Vorgehen
  gegen  das  durch  den  Burenkrieg  festgelegte
England  scheitert  an  Deutschlands  Ablehnung.

[45]

Unterwerfung  der  Sultanate
  von  Bornu  und  Ka-  .
nem  südlich  der  Sahara.  |  21.  Juni.  GrafMorawiew

  T.

Besetzung  der  Mani
  dschuret  während  der
-  Boxerunruhen.

‚  Finanzabkommen  mit
Persien.

Nov.  Begeisterte  Aufs  '
nahme  des  Burenpräsi-  :
denten  Paul  Krüger  in:
Paris,  Empfang  durdı  den
Präsidenten.

14.  bis  16.  Dez,
Geheimes  Mittelmeer
Abkommen  mit  Italien,

GE  NEE  Du  EN  ET  IE  IE

4"

meet  Det  FEN  TOT  Tem  Oo  FETTE  ON  WE  ee  u  Oo  ru  vwartmreö  re

J.  Dez,  (und
18.  Nor.  1901).
Hay  -  Pauncefote-Vertrag
  mit  England
  über  den  Par
;namakanal,  Er
!  hebliche  Einschrän-;
  kung  der  englischen

j  Rechte.)

|
|
        <pb n="28" />
        7.  Sept,  Friede  zu
Peking  zwischen  China  |
und  den  Mädıten.

28

|  durdı  den  Burenkrieg  festgelegte

AusSchreiben  desbelgischen  Außenministers

  vom  12.  Jan.:  &amp;gt;  Alles  be

weist...,  dafi  der  Kaiser,  dessen
Hauptsorge  die  Erbaltung  des  europäischen
  Friedens  ist,  sih  nadı  wie
vor  besireben  wird,  Reibungen  zu
vermeiden,  und  mit  Frankresh
gute  Beziehungen  aufrecht  zu  erhalten,
  wie  die  Lage  sie  ermöglichte

[t7}

21.  Jan.  Der  Kaiser  am  Sterbebett
  der  Königin  von  England,

März.  England  vertangt  unter  |
Berufung  auf  das  Abkommen
vom  16.  Okt.  1906  Vorgehen
gegen  Rußlands  Absichten  auf

die  Mandschurei,  Deutschland
lehnt  ab.  [48]

März  bis  Mai.  Englischer
Bündnisvorschlag  scheitert  an
Dreibundtreie  Deutschlands,  da
England  Zuziehung  der  anderen  |
Dreibundstaaten  ablehnt,  [48]

Aug.  König  Eduard  WII  in
Wilhelmshöhe.

Sept.  Besuh  des  Zaren  in
Danzig.

Okt.  Erneuter  russischer  Vorschlag
  zum  Vorgehen  gegen  das

England  von  Deutschland  ab»
gelehnt.  [50]

'  in  Prag.  (Ver-'
  brüderung  von

Febr.  Zanardelli
Ministerpräsie
dent,  Gegner

Österreichs.

April,  Besuc  :
|  eines  _  italieni-;

  ders  unter  dem

.  HerzogvonGe-;

  nUR  io  Toulon.

ji  ,  Begrüßung

|  durch  Präsident
Loubet.

Okt.  Sckolfess'

Tschechen,  Russen
  und  Franzosen.)


|  schen  Geschwa#  ;

22,  Jan.  Köntgin  Vikra
  T.-  Der  Deutsce
'Kaiser  zu  den  Trauer»

feierlichkeiten  in  London.

Regierungsantritt  König
Eduards  VI].

Febr.  England  lehnte  die
in  Aussicht  gestellte  Beteiligung
  am  Bagdad-Uln-:
  ternehmen  ab.  Seitdem
.  Widerstand  Englands  gegen
  das  Unternehmen
:  überhaupt.  [51]

März  bis  Mai.  Bündnisvorschlag
  an  Deutschland
'  scheitert  an  dessen  Dreiı
  bundtreue.  [49)
1

4

ı

‚25.  Okt.  Deutschfeind-‚
  liche  Rede  des  Kolozial«
|  ministers  Chamberlafn,
‚  schmähung  der  Haltung
|  des  deutschen  Heere  s
|  ı870/71  zur  Entkräftung
:  der  gegen  die  englischen
:  Truppen  im  Burenkriege
-  erhobenen  Anklagen
(Konzentrationslager,

|   renfarmen),
!'  Die  Sffentliche  Meinung
:  fordert  Bündnis  mit
|  Frankreich,
        <pb n="29" />
        7’.  Jan.  Graf  Lambswärtigen
  (bis  1906).

22,  bis  34.  April,  Delcasse  in  Petersburg.

26.  Jeli.  Wertcag  mit  |

Marokko,  der  die  »friedlihe
  Durchdringtung«  vor
bereitet.

|

Sept.  Bel  seinem  Besuch
  ia  Danzig  überrascht
  der  Zar  d.  Deut«
schen  Kaiser  und  den
Reichskanzler  v.  Bülow
durch  die  Mitteilung,
dab  Rußland  ein.  Krieg
gegenJapan  vorberelte.

18.  bis  21.  Sept.  Der  Zar  bei  den  Manövern
in  Compiögne.  Präsident  Loubet  regt  eine  eng=Hsch-russische
  Verständigung  an.

Okt.  Eroeuter  russie
scher  Vorschlag  eines
Vorgehens  geg.  Eng«
land  anläßlich  d.  Buren«
krieges.  Yon  Deutschfand
  wiederum  ab»
gelehnt,  [50]

dorf  Minister  d.  Aus-  |

|  Englisch-tür

mar  ——

kischer  Kon«
fikt  wegen
des  Hafens
Koweit,  des
natürl,  Ende
punktes  der
Bagdadbahn.
England  will
d.  Babn  nicht  :
an.den  Persi-  |
shen  Golft
gelangen  las»

sen.

Präsident  Roose-  |
velt,  Republikaner  |
(bis  1909).

2,  Mai.
Ministerium
Katsura
        <pb n="30" />
        |  1902

30

8.  Jan.  Zurückweisung  der
Chamberlainshen  Rede  vom

|  23.  Okt.  1901  Im  Reichstag  durd
Bülow.

Febr,  Prinz  Helnric  In  Amerika,

Die  englische  Presse  nimmt  die  Reise  |
zum  Anlafi,  Deutschland  zu  ver

chtigen,  daß  es  während  des  apa  |

nisch  -  amerikanischen  Krieges  ei

ameriiafeindliche  Politik  trieben
habe  (vgl.  1898),
weist  ı  eröffentlichur  amt“
Hicher  Dokumente  die  Unrichtigkeit
dieser  Verdächtigung.  Das  bel
Außenministerium  sagt  darüber  ge
einem  Rundschreiben,  6,Märzts...

hat  die  englische  Intrigue,  eine  Pr
näherung  zwischen  Deutschland  und
den  Vereinigten  Staaten  im  Augen-|

  blick  der  Reise  des  Prinzen  Heinrich  |

nah  New  York  zu  verhindern,  ein

entgegengeseiztes  bais
als  ihre  Urheber  s  Ergebois  ar  hat

|  zur  Weröffentlibung  von  Doku»  |
beweisen,

wenten  geführt,  die

|  Deutschland  während  des  spanigch»  |
amerikanischen  chen  Konflikts  vor  strikter

Nettralität  nicht  abgewichen  ist,  und

i  daß  es  sich  geweigert  hat,  an  einem
|  Schrittetelzunehmen  umeinen  Druck

auf  die  Regierung  der  Vereinigten
Staaten  auszuüben.  Sie  hat  also  ela
Mißversrändais  zerstreut,  daß  die
Beziehungen  zwischen  den  beiden
Ländern  trühte,  4  [53]

Deutschland  be-Pi

  7.  April.  Verlängerung
  des
Bündnisses  mit

Jari.  Außen

 minister  Prinetti

|  laßt  Frankreid

wissen,  daß  der

Dreibund  keine
Bestimmung

über  einen  An=:

  griff  auf  Franke

reich  enthalte.

28.  Junt,  Erneuerung  des  Dreibundvertrages.  [56]
Das  belgische  Außenministerium  sagt  dazu  in  einem  Rundschreiben,  ı5.Juli:

»...Was  man  mit  Sicherheit  weiß,  ist,  daß  der  Dreibund  rein  defensiw  ist  |  9
und  kein  anderes  Ziel  im  Auge  hat  ala  die  Aufrechterhaltung  des  |  gebni

:  1./2.  Nov,  Ge-Friedens...

  [54]

25.  Juli.  Beitritt  zur  Werlänge-  |
rung  des  österreichish-rumär

;  nischen  Bündhnisses.
6.  bis  9.  Ang.  Der  Kaiser  in  |

Reval.

7.Norv.  Der  Kaiser  in  Sandringham,


Dez.(bisFebr.  1903).  Deutsch-|

  englishe  Venezuela  -  Aktion,

der  später  auch  Italien  beitritt.
Deutschfeindliche  Hetze  in  England
  und  Amerika,

heimer  Neutras
litätsvertrag  mit

 Frankreih  für

den  Fall  eines
deutschrfranzös.
Krieges.  [57]

12.Dez.  Beitritt  }
zum  Osterr,-ru-|

män,  Bündnisse.
[55]
Beitritt  z.dtsch.-engl.Venezuela=

  |

Aktion.

30.  Jan.  Englisch  -  japa»
 nisches  Bündnis  mit  der
:  Spitze  gegen  Rußland  und
:  Deutschland.

31.  Mai.  Friede  von  Pre»
toria,

1I.  Jet.  Ministerium
Balfour  (bis  1905).
Kolonialkonferenz  in
London,  aufderpolitische,
|  wirtschaftliche  und  militäirische
  Fragen  erörtert
werden,  jedoh  ohne  Er-Dez.

  (bis  Febr,  1903).
Die  gemeinsame  deutsch»
englische  Aktion  gegen
Venezuela  wird  von  der
öffentlichenMeinungEnglfands{Northcliffe-Presse}

|  verurteilt.
        <pb n="31" />
        Frankreich  Rußland  |  Balkanfänder  Türkei  |  Amerika  Japan
1902
—_—._  _  Du  —  |
Jen.  Neue]|  30.  Jan.
Konzession  Bündeis  mir
|  an  die  Bag-  England;
dadbahn-  Spitze  gegen
Gesellschaft,  Rußland.

16.  März.  Erklärung  Rußlands  und  Frankreichs
über  Ostasien:  Gemeinsame  Aufredhterbaltung
des  status  quo  in  Östasien  im  Falle  der  Bedrohung
  Chinas  oder  Koreas,  [58]

Nov.  Verhandlungen  mit
Spanien  (Ministerium  Sagasta)
  über  eine  Teilung
Marolkkos  unter  Ause
sch/uß  Englands,  Nach
Sturz  des  Ministeriams
Sapasta  lehnt  das  konser«-vative
  Ministerium  Silvela
mit  Rücksicht  auf  England
ab,  die  Verhandlungen  |
weiter  zu  führen.

Ministerium  Combes  {bis  |

19052

1./2.Noy.OcheimerNeutralitätsvertrag

  mit  Italien

für  denFall  eines  deutschfranzösischen

  Krieges.
[57]

8.  April.  Vertrag  mit  |
;  China  über  die  Man-  |
|  dschurei.  Rußland  ver»

\  ‚  pflichter  sich  zur  Räu«
;  mung  innerhalb  ı1"/s
ı  Jahren,

|

er
f  und  Bulgarien.
|

|  |  Aug.
schen  Kalser  in  Reval.

werde  denKrieggegen
Japan  voraussichtlich
1904  beginnen.

|  Begegnung  des  |
ı  Zaren  mit  dem  Deut-  |

Der  Zar  erklärt,  er  |

}

'

17.  Apr.  Verlängerung

  des  rumäni=  |

schen  Bündnisses
zunächst  mit  Öster»

reich-Ulngarn,  dann  |
den  anderen  |

mit

Dreibundmädıten.

[55]  !
Mai.  Militärkonvention  zwischen  Rußland  |
[59]  !

j
l

Febr.  Reise  des
Prinzen  Heinrich
von  Preußen  nad
Amerika.

Der.bisFebr.1003,
:  Deutschfeindlihe
Fletze  in  Amerika
anläßlich  der"Vene-!

  Mai.  Deutsch-ame-  |
rikanisches  Schiff-  |
fahrtsabkommen.  |

zuela-  Aktion.

31
        <pb n="32" />
        England

Papst  Leo  XII.  T.
here,  Pius‘  X

32

i  Orlente  und  Balkanfragen  für  nie»
wand  die  Kastanlen  aus  dem  Feuer
|  holen.

Jait.

|  Or.  Begegnungen  des  Kaisers

19.  Märır,  Erklärung  Bülows  |
im  Reicdhstage:

Unveränderter  Grundsatz  der  dent«
schen  Politik  sei,  daß  wir  keine
aktive  Ortentpolitik.  treiben  und  in

Besuh  des  ehemaligen
Ministerpräsidenten  Walderk-Rousseau
  beim  Kaiser  auf  der
Nordfiandreise.

mit  dem  Zaren  in  Wiesbaden
und  Wolfsgarten,

Enbkommen  mi!  mit  Frankreich  über

31,  Ang.  König
Eduard  VII,  in
Wien.

1,  Ol.  Zu

sammentreffen
Kaiser  Franz
Josephs  und  des

Zaren  in  März»  |
|  steg:  Einigung

:  über  die  Auf
 rechterbaftung
;  des  status  quo
auf  dem  Balkan
undgemeinsame
Erledigung  etwa
  auftretender

|  strittigerPunkte.

Nov,

Giofti  Mis
nisterpräsident.
Tittoni  Minister

  des  Aus  |

wärtigen,
25.  Dez.

|  schledsvertrag
mit  Frankreich.  |

Zolikrieg  zwischen
Deutschland  und  Kanada.

|  König  Bdaards  VIL,  Reiisen
  nach  Italien,  Frankreih,

  Portugal,  Österreich,



Jeali,  Flotten--  und  In»

vasionsparik.  Deutschfeindlihe
  Hetze.  Neuer

|  Flottenstützpunktt  am

 Firth  of  Rocth.
        <pb n="33" />
        Rußland

|  Balkanländer

Türkei

1903

Amerika

April.  Präsident  Loubet
in  Rom.

Mai.  Besuch  König
Eduards  VII.  in  Paris.

Juli.  Präsideat  Louber
mit  dem  Außenminister
Delcas&amp;amp;E  in  London,
Erster  Besuh  eines:
französischen  Staatsober-  |
hauptes  in  England,  |

|

Militärisches  Abkommen

  mit  Persien.

dent  {bis  1906).

Aug.  Einseizungeiner
Statthalterschaft  des
Fernen  Östens.

14.  Okt.  Englisch»  frans
zösischer  Schledsgerichts=Abkommen
  mit  Deutsch»
land  über  die  Bagdadbahn.

Okt,  Beschluß,  die
Mandshurei  zu  be-1.

  Okt,  Mürzsteger
Vereinbarungen  mit
Osterreic  über  Mazedonien.


Okt,  Begegnung  des
Zaren  mit  Kaiser  Wil»
heim  11.  in  Wiesbaden
und  Wolfsgarten.

Der  Zar  erklärt,  die  Vor»

gehoft,  daher  bahe  er
den  Krieg  verschoben.
Er  werde  nidıt  1994  ber
ginnen  wie  zuvor  be--absichtigt.


Witte  Ministerpräst«

I  Juni.  Ermordung

bereitungen  für  den  Krieg  |
mit  Japan  seien  noch  nicht
so  weit  gefördert,  wie  er  |

König  ÄAlexanders
von  Serbien.
Nachfolger:  Peter
Karageorgewitsch
“Kandidat  Ruße
lands).

|

Minister  Paschitsch.

Aufstand  in  Mazedonien  gegen

März.  Bis
teilung  der

Konzession

für  die  Rest«
strecke  der
Bagdadbahn.

die  Türkel  {bis  1905).

|

‚der‘  Mürz»

steger  Vereinbarungen.


3

E
E

:

sächliher  Hesrschaft
  der  Ver«
einigten  Staaten.

Nov.  Panama  wird|
»unabhängige®  Re-  |
publik  unter  tat-|

Aug.  Japan
verlangt  von
Ruflland
Räumungder
Mandscdurei.

33
        <pb n="34" />
        Allgemein

22.  Febr.  Elaager  |  Febr.  Sehr  wohlwollende  Neu-Schiedsspruck
  in  der  !  tralität  für  Rußland  im  Russisch=Venezuela-Frage.
  fapanischen  Kriege.
|  Bingeborenenaufstand  An  .  j
|  uf  prit.  Besuch  |  8.  April,  Englisch  fran-In
  Deusd"Sndwetaktia  ir  des  Präsidenten  |  Ausgleich  der  heiderselti«

i  1906).

12,  Jul.  Schiedsvertrag  mit  |

England.

Schiedsvertrag  mit  den  Vereis  |
nigten  Staaten  vom  amerikani-  |

schen  Senat  abgelehnt.

Okt.  Eröffnung  des  ersten  Teils

Loubet  im  Qui»

|  rinal.

der  »Pintente  cordialer,

1.  Juni,  Anweisung  des!
 Außenministers  Lord

erklären:  Die  englische
Regierung  bemerke  »mit
großer  Unruhe,  daß  Reis

behandelt  würden,  ein
|  Schritt,  den  sie  als  unver»

sche  betrachte«.  [63]
12.  Jali,  Schiedsgeriähts-|nischen

  Regierung  den

|  erachten.  (Kriegslieferun«  |
|  gen  Englands  an  Japan!)

Auslieferung  Marokkos

-

Landsdowne  an  den  Bot«:!
schafter  in  Petersburg,  zu

und  Lebensmittel  als
unbedinte  Bannware

einbar  mit  dem  Völkervertrag

  mit  Deutschland.  |

25.  Aug.  Drohung  Lord;
Landsdownes:  FallsJapan
wegen  der  deutschen  Koh«
lenlieferungen  an  Rußland
scgen  Deutschland  die
Waffen  ergriffe,  würde
EnglandaufBitteder  japa-  |

Bündnisfall  =  als  gegeben

der  Bagdadbahn.  7.  Sept.  Protektorat  über
17.  Nov.  Vorschlag  des  Kaisers  Tibet.  Einmarsch  Inl-hasa.
an  den  Zaren:  Abschluß  eines  |  15.  Okt,  Zusie  |  i  Oft.  Starke  deutschfeind»

|  liche  Hetze  anfaßlich  des
Zwiscenfals  an  der

deutsch-russischen  Vertrages  als  |  herung  wohl-  |
Abwehrgegenenglische  Heraus-  |  wollender  Neus  |

forderung,  [60]  |  tralität  an  Rub«  |  Doggerbank,  Drohung
12.  Dez.  DeutschlanderhältRuß»  land.  [62]  |  des  Miiterblanes  »Ärmy
lands  Unterstätzung  zugesichert,  |  j  and  Navy  Gaze  tte«  mit
falls  ihm  aus  den  Kohlenliefe-  |  iberfall  auf  die  deutsche

rungen  an  die  russische  Ostsee»
flotte  Schwierigkeiten  entstän=|

  |  Der.  Umgruppierung  der]
den.  161]  |

|  englischen  Plotte.

34
        <pb n="35" />
        15.  Febr.  Nentralitätserklärung
  im  Russisch“
japanischen  Kriege.

zösischer  Kolonlalvertrag.
gen  Interessengegensätze,
an  Frankreih,  Anfang

April,  Besuch  des  Präzidenten
  Louber  im  Oyirinal,


28.  Ang.  Abbruch  der  die
plomatischen  Beziehungen
zum  Vatikan.

6.  Okt.  Geheimvertragmit
Spanien  über  Marokko,

56

10.  Febr.  Beginn  des
Russish-Japanischen
Krieges  durch  Über-Fall
  der  Japaner  auf
die  russische  Flotte
vor  Port  Arthur,

21./22.Okt.Zwischenfall
  an  der  Doggerbank.


1904
bis  1905.
Aufstand  in
Arabien  Uns
terengl,  Ein-Arıß,



Schiedsverträge  mit
Frankreich  und
England.
Schiedsvertrag  mit
Deutschland  vom
Senat  abgelehnt,

Wiederwahl  des

Präsidenten  Rooses
velt,

Mai.  Beginn  des
Baus  des  Pananıa«
kanals.

10.Febr.  Ber
£inndes  Rus»
sisch-  japanie
schen  Krieges,


35
        <pb n="36" />
        Allgemein  Deutschland  Österr.  |  Italien

1905

|  Mehrwöcige  Frühjahrs-|
  31.  März.  Der  Kaiser  in  Tanger.  nach  Frankreich  und  Al-12.

  April,  Vorschlag  Deutschlands  !
zur  Einberufung  einer  internatio=  |

Wahrung  der  deutschen  Redhte
gegenüber  der  »Tuniäikation«

|  Präsident  Loußbet  und

Übergang  Englands  zum

nalen  Marokko«-Konferenz,  Miarokkos,  Dreadnoughtbau.
|  Konflikt  mit  Frankrekh,  3.  Febr,  Drohung  des
7.  Juni,  Norwegische  Unzbhängigkeits-  |  Zivillords  der  Admtralität  |

erklärung.  Auflösung  der  Skandinavischen
  Union.

Oft,  Aus  einem  Bericht  des  beigischen
  Gesandten  in  Berlin:

&amp;gt;...  De  alte  Konstellation  der
Mächte  Ist  aus  der  Ordaung  gekom«
wen,  und  man  sucht  tastend,  eine  neue
zu  schaffen.  Der  dauernde  Isolierungsfeldzug

  gegen  Deutschland  hat  als  ersten  :

Akt  die  englisch-Fanzösische  Annahe»
rung,  als  zweiten  den  Bündnisvertrag
zwischen  England  und  Japan  gezritigt.

24.  Jull,  Begegnung  des  Kaisers  |
mit  dem  Zaren  beiBjörkö.  Bi«  |

nigung  auf  den  Entwurf  des

Kaisers  zum  Abschluß  eines  |

Schutz=  und  Trutzbündnisses

zwischen  den  beiden  Völkern,
mitder  Maßgabe  ,daßdenhelder=  |
seitigen  Verbündeten  sowie
anderen  Staaten  der  Anschluß

freistehen  solle  —  gedacdıt  als

Lee  mit  Vernichtung  der
deutschen  Flotte:

»&amp;gt;Wenn  ein  Seekrieg  zu
erklären  wäre,  würde  die
englische  Flotte  Iosschlagen,

man  auf  der  anderen

Seite  (also  in  Deutschland)  |
Zeit  hätte,  die  Kriegserklä«
rung  in  der  Zeitung  zu  lesen.«  |

[8]

Jani,  Trotz  der  deutsch“

französishen  Entspannung
  setzt  England  die

Der  dritte  Akt  ist  der  Wersuch  einer  |  Korn  Hetze  Deutschland
englisch-russischen  Annäherung,  vor«  Kern  eInes  Völkerbundes  ohne  fort.  Be

bereitet  durdı  die  Londoner  Presse,  die  |

zu  erweisen  tnadhtet,  daß  der  englisch“  |  TÜRE  scheitert  am  Widerspruch

japanische  Vertrag  nicht.  egen  Ruland  der  russischen  Regierung.  [97]

gerichtet  ist  und  ein  Einverständnis  Juli,  Bine  englische  Flotte

zwischen  den  Tarenrekhe  und  England

Aug.  Eine  französische

durchaus  nicht  hindert  .  164]  \
Aug.  Demonstration  der

Fass  esvermehrung  der  Großmädte  von  1905  bis  ser  |  engl.  Riotte  in  der  Ostsee.
Rußland  um...  .  39000  Mann  12.Aue,  Erweit  des.
Frankreih  um...  .  20000  Mann  |  engl.  "tapan,  Bündnises,
Deutschland  um  ..  zoo  Mann  ;  |  |  u

Österreih-Ulegarn  um  —

Plottenausgaber:  der  Großmädhte  von  ıg05  bis  1914:
[66]  im  Jahresducchschnitt

  aufden  insgesamt
Kopf  der  Ber  während  der
völkerung  zehn  fahre
Mark

Millarden  Mark

England,  .........  17,80  8  |  21.  Nov.  Rücktritt  des
Frankreih.  .  .  .  8,07  |  |  |  Kofonlalministers  Cham-Vereinigte
  Staaten  von  |  |  berlain.

Amerika...  ....  5,86  47  ;  |  |  |
Deutschland...  ....  5,82  Fr  |70.  Dez.  DO
Italien  .  En  5,05  1,7  |  Liberale  Ministerium  |
Japan  ern  07  1,6  Camp  bel  "Bannerman.  |
Rußland...  ......  1,94  2,0  |  Orey  Staatssekretär  des
Österreich-Ungarn  .  ..  1,89  0,96  |  Auswärtigen.

36
        <pb n="37" />
        Frankreich

1905

reise  König  Eduards  VIE,
gier.  Besprechungen  mit
Delcasse.

Konflikt  mit  Deutschland
wegen  Marokko,

6.  Jeni.  Rücktritt  Delcasses.

  {Seine  Mitteifung  |
über  die  beabsichtigte  |

Landung  von  100000,

Engländern  zur  Unterstützung
  Prankreihs  in
einem  deutsch-franzäsi«
schen  Kriege.)
RowvierMinisterpräsident
und  Außenminister.  Annahme
  desdeutschen  Kon»
greßvorschlages.

in  Brest.
Flotte  in  Portsmouth.

I.  Sept.  Zweiter  Vertrag
mit  Spanien  wegen  Marokkos,


2.  Jan.  Kapitulation
von  Port  Arthur.

jan.  Ausbruch  der
Revolution.

7.bis  10.  März.  Russische
  Wiederlage  bei
Mukden.

27.Mal,  Versichtung
der  russischen  Ffotte
bei  Tsuschima.

3.  Juni.  Der  dentsche
Kaiser  schlägt  dem
Faren  für  die  Friedensvermittlung
  den
Präsidenten  Roosevelt
vor.  [69]

5.  Sept.  Friede  von
Portsmouth  mit  Japan
umter  Vermittlung  des
PräsidentenRoosevelt.

Beginn  der  russischenglisch.
  Annäherung.
Okt.  Manifest  über
Einführung  einer
Voiksvertretung.

6.  Mai.
Scharfe  Res
formnote  der
‚sechs  Signae
|  tarmädcıte
der  Berliners
Kongreß
Akte  über
|  Mazedonien.

m  in  |  An  de  ee  ee  inc  e  es  since  en  ce  in  dee  un  hen  DZ  or

4,Der:.  Ans
nahme  der

Reformnote.

Zu  a4

wert  Ten  &amp;gt;».

12,  Ang.
Zweites
Bündnis  mit

|  England  auf
|zehn  Jahre,

5.  Sept.
Friede  von

Portsmouth
mit  Rußland.

17,  Nor,
Vertrag  malt
Koren.

37
        <pb n="38" />
        England

16.  Jan.  bis  7.  April,
Konferenz  von  Alge-Ciras.


Der  beiglshe  Gesandte
in  Berlin  berichter  über  sie
am  16,  Jau.r  »Die  englische
  Presse  hat  alles  |
Erdenkliche  getan,  um  zu  |

verhindern,  daß  die  Ale
geclrauKonferenz  zum  |

Ziele  führe,  Es  besteht
kein  Zweifel  mehr,  dafi
es  der  König  von  England

  gewesen  ist,  der  un

abhängig  von  seiner  Regierung
  Herm  Delcasse
in  eine  kriegerische  Politik
hineingetrieben  und  ihm
das  übrigens  nichr  ausführbare
  Versprechen  gegeben
  hatte,  100000  eng-Iische
  Soldaten  inHolstein
zu  landen.  Die  Binfadung
des  Königs  an  Flerm
Delcasse  während  seines
Aufenthalts  in  Paris  kann
nur  als  Herausforderung
ausgelegt  werden.  Konnte
darüber  occh  irgendein
Zweifel  bestefien,  a0
würde  ihn  der  sonderbare
Schritt  des  Oberst  Barnadiston

  (englischer  Mille  |

tärattah&amp;amp;  in  Brüssel)
beim  General  Ducaroe
zerstreut  haben  .  .  ..«

[70]

38

 änge

u  in

ini)  Zr

IsolierungDeutsh«-lands
  auf  der  Algeciras«Konferenz,



13.Dez.Reichstags-|
  Auflösung  wegen
|  Nichrbewilligung

|  der  Reglerungsfors

derung  für  den  süd«

westafrikanischen  |

Feldzug.

mit  Serbien.

Janis,

Besuch  Kaiser
Wilhelms  in
Schönbrunn,

24.  Okt.

Prhr,  v.  Ährenthal
  Aufenminister
  an  Stelle
Goluchowskis,

|

|

|  8.  Febr.  Kabi«
ineit  Sonnino.
;  Stellungnahme
gegen  Deutschland

  auf  der

t  Algeciras-Kont
  ferenz.
ı  conti  Venasta,,
März.  Zollkrieg

(Vis-29.

  Mal,  Kabinett
  Giolitti.

Jan,  Vereinbarungen  Englands  mit
der  belgischen  Regierung  für  den  Fall
eines  Krieges  mit  Deutschland.  Antwerpen
  soll  Verpflegungsbasis  für  gelandete
  englische  Truppen  bilden,
(Besprechungen  des  englischen  Militär-'attaches

  Barnardiston  mit  dem  belgi»

schen  Generalstabschef  Ducarne.}  [71]
Lord  Roberts  beantragt  ein  stehendes
Heer,

Jan.  Geheime  Abmacdungen  Oreys  mit
einem  deutsch  =  französischen  Kriege
Festlegung  eines  en  Ope«

gemeinsam
|  Kriegsfall  durch  die  englischefranzö-Admiralstäbe,

  [72]

Dazu  Bericht  des  beigishen  Geschäfts-14.
  Jan:  »  ..,  Orey  sagt  wiederholt,  daft
gegenüber  Verpflichtungen  eingegangen  &amp;amp;ri,
nachkommen  werde,  selbst  in  Falk  eines
und  auf  alle  Gefahr  hin...  .*).  [73]

27.  Febr.  Vertrag  Englands  und
Neuen  Hebriden,

März  und  Mol,  König  Eduard  VI.
fang  Delcasses,

&amp;amp;...  In  diplomatischen  Kreisen  wird  diese
in  diesem  Augenblick  ls  höcst  gefährlich
fürchtet  man  in  ihr  einen  Ausdruck  des
zu  müssen,  die  Lage  go  weit  zu  Vermeididh
  wird,e  —  Berkht  des  belgischen
April.  Anerkennung  der  Öberhoheit
Chinas  über  Tibet.

Lord  Haldane  tn  Berlin  (zum  Studium
der  deutschen  Heereseinrichtungen).

Mai,  Aus  einem  Bericht  des  belgischen  Ge»
kerung  Deutschlands  dienen  sollen,  ist  eines
der  Feldzug  der  Presse.  Seit  Jahren  unter-Machenschaften,
  de  ihm  fernliegen,  und
Wiederhofung  dieser  Falschheiten  hat  man
drohung  der  europäischen  Ruhe  zu  sehen,
schafft  hat,  und  dafi  die  Gefahr  nicht  von
ist,  sondera  von  den  Mächten,  die  bestrebt
bund  hat  uns  während  langer  Zeit  den  Frie»
rung  der  Mächte,  die  man  zustande  xt

Dez,

13,  Dez.  Vertrag  zwischen  England,  Frankreich  und

sphären  in
        <pb n="39" />
        1906

Cambon,  die  England  in
an  Frankreich  binden.

rationsplanes  für  den
sishen  General-  und

ırägers  in  London  vom
Oroöbritannten  Frankreich
denen  es  bis  zum  Äuflersten
densch-französischenKirieges

Frankreihs  über  die

in  Paris.  Im  März  Emp«

Kundgebung  als  unnötig  und
angesehen  ...  Im  ganzen
englishen  Wunsches  sehen
giften,  dafi  der  Krieg  unver-Gesandten
  in  Parts.)  [74]

|Prästdent  Pallitres  bis
1917).

|

|

Mai.  Iswolski  Außen»
minister  {bis  1910).
Zusammentritt  der

ersten  Duma  (zı.  Juli  |

aufgelöst).

Der  belgische
sandte  in  Petersburg
vertritt  den  Stand«
punkt,  Frankreich
könne  in  jedem  Falle
auf  (Unterstützung

|  durch  Rußlandrechoen.

[75]
Unterbringung  eines
Teils  der  russischen
Anleihe  in  England.

sandten  in  Berlin.  »  .  ..  Unter  den  hlitteln,  die  der  Iso“
der  am  meisten  verwendeten  und  eines  der  wirksamsten
stellt  man  Beutschland  planmäßig  macuiavelllstische
ehrgeizige  Pläne,  an  die  es  mie  gedacht  hat.  Durch
es  fertig  gebracht,  in  der  deutschen  Politik  eine  Beund
  vergidt,  daß  sie  uns  37  Jahre  des  Friedens  ver-Deutschland
  kommt,  das  mit  selnem  Besitze  zufrieden

sind,  die  europäische

Karte  zu  ändern...

Der  Dreiden

  garantiert.  Es  ist  zweifelhaft,  ob  die  neue  Gruppie=  |

bringen  sucht,  dieselbe  Sicherheit  bietet  ,.  .&amp;lt;

7.  März,  L&amp;amp;on  Burgeois

Minister  d.  Auswärtigen.  |

Okt,  Ministerium  Clemenceau
  (bis  1909).

Italien  über  Interessens

Abessinien.

[76]

Ge-!

März,  Zollkrieg
zwischen  Serbien
und   Österreicdı-Ungarn



April,  Mai,
Zwischenfall
von  Akaba.

Englische
Flottendemonstration.



Berichtigung

der  türkisch“  !
ägyptischen  3

(Frenze.

|  Panamerikanischer
Kongreß  zu  Rio
de  Janeiro.

\
r
1
i
I

t

4

sg
        <pb n="40" />
        15.  Juni  bis  18.  Okt.
Zweite  Haager  Friedenskonferenz.

Heeresvermehrungder
Großmädte  von  1907
bis  1914:
Rußland  i.  Winter
um  sgiooo  Mann
Rußland  i,.  Sommer
um  ıgı0o00  Mann
Frankreich
um  215000  Mann
Deutschland
um  1372000  Mann
Österreich-Ulngarn
um  g6000  Mann
[77]

Jan.  Optantenvertrag  mit  Dänemark.


19,  Febr.  Zusammentritt  des

neugewählten  Reichstages  (Block
gegen  Zentrumund  Sozialdemokraten},


‚sers  in  Kopenhagen.

mit  dem  Zaren  bei  Swinemünde
im  Beisein  Bülows  und  Iswolskis.

Sept.  König  Eduard  VII  in
Wilhelmshöhe,  begleitet  von
Hardinge.

Okt.  Graf  Wedel  Statthalter

von  Elsah--Lothringen.
|29.  Okt.  Abkommen  mit  Rußland

  über  die  Ostsee  (Aulands-Q
  Nov.  bis  12,  Dez.  Reise  des

Kaisers  nach  England,  Aufent«
halt  in  Windsor  und  Highcliffe,

|  Angebot  des  Kaisers  in  der  Bag«
|  dadbahn-  Angelegenheit:  Üher«
Ilassung  des  Zuganges  zu  der

Nordküste  des  Persischen  Golfs
an  Eogland,  Dasenglische  Kabi«
nett  beantwortet  das  Entgegenkommen
  mit  der  unannehmbaren
Zumufung,  diese  Frage  vor

bringen,

3.  bis  6,  Juni,  Besuch  des  Kai«

eine  Konferenz  unter  Zuziehung  |
 Roßlands  und  Frankreichs  zu  |
179]  |

15.Ang.  K3-Inig

  Eduard

ser  Franz  Jo= seph

  in  Ischl.

sammenkunft

König  Edus  |
ards  VII.  mit

KönigViktor
Emanuel  II],
in  Gaeta,

8.  Juli,  Verlängerung  des  Dreibundvertrages,  [80]
3.  Ang.  Begegnung  des  Kaisers  |

|Pebr.  König  Eduard  VL.  in

8.April.  Zusammenkunft  Könlg

|  Eduards  mit  König  Alfons  XIIl.
|  von  Spanien  in  Cartagena.

|  18.  Apr.  Zu-Dazu

  berichtet  der  belgische  Ge»
sandte  in  Berlin:  »...  Wie  der  Bündnisvertrag
  mit  Japan,  die  entente
cordiale  mit  Frankreich,  die  mitRußland
  schwebenden  Verhandlungen,
80  ist  der  Besuch  des  Königs  von
England  beim  König  von  Spanien

|  ein  Manöver  in  dem  venS.M.  Edulard
  VII,  persönlih  mit  ebensoviel

Ausdauer  wie  Erfolg  geleiteten  Feidzuge
  zur  Isolierung  Deutschlands  ..,

‚  Dieser  Eifer,  Mächte,  die  niemand
|  bedroht,  angeblich  zu  Verteidigungszwecen

  zu  einigen,  kann  mit  vollem
Reöt  verdächtig  erscheinen.  .  .«  [81]
18.Apriül.  Zusammenkunft  Kö  |
nig  Eduards  VII.  mit  König
Viktor  Emanuel  III.  in  Gaera.
 Aprit  bis  Mai.  Kolonialkonferenz

  in  London.  |

16.  Mail.  English-französisch-  |
die  Mittelmeergebiete.

24.Mai.  Aus  Bericht  des  belgischen

Gesandıen  ia  London:  »Es  Ist  klar,
daß  das  amtliche  England  im  stillen
eine  deutschfeindliche  Politik  befalgt,
die  auf  eine  Isolierung  Deutschlands
ahzielt  und  daß  Könige  Eduard  es
nicht  verschmäht  hat,  seinen  persönlichen

  Einfuß  in  den  Dienst  dieser  }

|  Idee  zu  stellen,  aber  es  kt  sicher  sehr  |

gefährlich,  die  Gffentlie  Meinung  in
30  Sffenkundiger  Weise  zu  ve  zu  en,
wie  es  die  unverantwortlihe

tube  82]
Aug.  Ministerpräsident  Cie»

|  Eduard  VII.  in  Marienbad.
Verfassung  fürdieQO'ranjekolonie.  |

2.  Aug.  Kriegsminister  Haldane.
Gesetz  über  die  Reorganisation
des  Landheeres  auf  Grund  des
in  Berlin  gewonnenen  Materiaßs.  |

31.  Ang.  Vertrag  mitRußland  über
Persien,  Afghanistan  und  Tibet.

[83]
        <pb n="41" />
        j

Jar.  Jules  Cambon  Bot«
schafter  in  Berlin.

Parts,

|
spanischer  Wertrag  über

23.  Moi.  Vertrag  mit
Siam.  Erweiterung  der
franzäsischen  Besitzungen
‚in  Flinterindien.

Japan  über  China.

3
{
|
|

menceau  hei  König

10.  Juni.  Vertrag  mit!

F

|  5.  März.  Zusammen«
tritt  der  zweiten  Duma
(16.  Juni  aufgelöst).

26.  März.  Eiu  russi=Portsmouth.



|  Japan  über  China,

'  3.  Aug.  Begegmung  des
Zaren  {mit  Iswolsk)
und  Kaiser  Wilhelms
{mit  Bülow}  beiSwine»
münde.

31.  Aug.  Vertrag  mit
|  England  über  Persien,
;  AfghanistanundTiber.
[83}

mit  Deutschland  über
die  Ostsee  (Aslands»
inzeln}.  [78}

14,  Nov.  Zusammen
tritt  der  dritten  Duma.

sches  Geschwader  bei  |

ı  28.  Juli.  Vertrag  mit  |

29.  Okt.  Abkommen

Ri

[9,/art.  Vertrag
  mit
Frankreich
über  China.

23.  Jall.
Vertrag  mit

Bandüber
die  Integrieär
Chinas.

4
        <pb n="42" />
        Alfgemein  Deutschland  |  re  |  England
1908
_—  !
237.  jan.  Be»  |  Aus  Bericit  des  belgischen  Gesandkanntgabe
  des!  |  »Hert  Dekasse  rühmt  sich,  dank
Projekts  der  }  König  von  England  gegen  Deutsch-Sandschakbahn
  i  politik  den  Weltfrieden  erhalten  zu
durch  den  |  Ruhe  Europas  bedroht  gewesen,
A  herminiet  Revandıegedanken?...  Die  Politik,
er  dem  Yorwande  führt,  Europa  vor
j  Frhr.  Gefahr  zu  reiten,  hat  eine  nur  allzu
|  v.  Achrenthal.  heraufbeschworen,  die  für  uns  (Bei-1
  |  lich  ist.e  [86]
|  Ministerium  Asquich  (bis  1916).
März.  Vorschlag  des  Ersten
25.  März.  Der  Deutsche  Kaiser  Fra  Lord  Aiher:  Die  An-|
  Ä  in  Venedig,  f  |  |  Fertigkeit  s  kein
kation  über  die  |  13.  Aug.  König.  Dreadnougkt  gegenüber  zehn
Behaltung  des  Edvard  VII.  bei  deetsche  Platte  miten  Im  Prlen
status  quo  In  ‚alser  Franz  den  zu  überfallen.  („To  copened
  Joseph  In  Ischl.  hagen  —  &amp;amp;  fa  Nelson.“  [87]|
Versuch,  Öster-  25.  Mai.  Präsident  Fallitres  in  |
reich  dem  Bünd-  London.  English-französische
nis  mit  Deutsch-  |  Ausstellung.
land  abwendig  9.  Juni,  Zusammenkunft  Eduzu
  macıen,  wird  ardı  vi.  mit  dem  Zaren  auf
von  Kaiser  er  Reede  von  Reval,  YVerein-|
  Franz  Joseph  barungen  über  mazedonische  |
|  en  önig  Eduard  VII,  scharfabgelehnt,  Reformen  und  Hersteltung  einer  |
E  &amp;amp;  english-russischen  Interessen=  |
ı  Sept.  Deutsch=  französischer  1  sept.  Verhandlungen  Aehren-  gemeinschaft  in  der  orientalischen
|  Zwischenfall  in  Casablanca,  EB  DER  Brage.  —  Sir  Charles  Hardinge
die  bevorstehende  Annexion  Bose  |  stt  dabei  den  Standpunkt
Sept.  König  Eduard  VII.  in  |  niens  und  der  Herzego  wine.  ige  sim  Int  cen  a  er
a  ee  van  |  16.  Sept.  Ver«  und  der  Erhaltung  des  Gleich-15.Nov.
  Belgien  Ta  Wilhelm  Einstellen  des  handlungen  gewichts«,  daß  für  künftige  euroübernimmt
  die  |  deutschen  Flottenbaues  unter  Achrenthals  mit  päische  Verwiclungen  Rubland
Ausübung  der  |  versteckter  Kriegsdrohung.  Der  eh  zu  Lande  und  zu  Wasser  “a
Fin  die  Kansas  Kaiser  lehnt  dieses  Ansinnenab.  |  gif  uber  Bos-  stark  sc  -
kolonie.  |  nien  und  Her»
|  Nov.  Aus  einem  Bericht  des  bel»  |  zegowina.  18,  Okt.  Englisches  Memoran-4.De2,
  1908  bis  |  gischen  Gesandten  in  Berlin:  »...Un«  |  dıan  (Örey)  zur  Lösung  der
26.  Febr.  1909.  |  bestreitbar  verdanken  wir  Deutsch  |  3.  Okt.  Einver=  |  Meerengenfrage  in  russischem
Londoner  Kon.  |  land  und  den  im  tiefsten  Grunde  |  lelbungvonBos-  |  Sinne,  [89]
ferenz  zur  Re-  |  fedliebenden  Absichten  des  Kalsers  |  nien  und  Her-  ;  mn
form  des  See-  |  de  37  Jahre  der  Ruhe,  deren  wir  uns  |  zegowina.  23.  Okt.  Veröffentlichung  eines
kriegsrechts,  |  Freut  haben  [85]  |  pp2n  delsvertrag  -  Interviews  mit  Kalser  Wilhelm
Londoner  See=  mit  Serbien,  im  »Daily  Telegraph«.
egstehts-Erklärung.


42
        <pb n="43" />
        Prankreidı

Balkanländer

Türkei  |

Amerika

ten  in  Berlin  vom  +7.  Janseiner
  im  Vereine  mit  dem
land  geführten  Einkreisungs«
haben...  Wann  ist  denn  die
außer  durch  den  französischen
die  König  Eduard  VII.  unter
einer  eingebildeten  deutschen
wirkliche  Französische  Gefahr
gien)  in  erster  Linie  bedrah-Aug.

  Ministerpräsident
Clemenceau  bei  König
Eduard  in  Marienbad.  Er.

VerstärkungdesimKriegsfalle
  zu  sendenden  Expeditionskorps
  ins  Auge  zu
fassen,  [20]

Belgien,
6°

veranlaßt  den  König  die,

Dez.  Kongo-Vertrag  mit  |

9.  [uni.Begegnung  des  |
Zaren  mit  König

EduardYil,vorReval.  |

Vereinbarungen  über:

mazedonische  Reformen

  und  Herstellung  :

einer  englisch  =  russie  |
Interessengemeinschaft
  in  der  ori
entalischen  Frage.  [38]  ;
27.  Jali.  Zusammenkunft  des  Präsidenten  RBal-IHres
  mit  dem  Zaren  vor  Reval.

schen

16.  Sept.  Budlauer
Verhandlungen
zwishen  Asehrenthal  |
und  Iswolski  über  die
bevorstehende  Annexion

  Bosolens  und
Okt.  Iswolski  zu  dem  serbischen  Ministerpräsi«

der  Herzegowina,

8.  Okt.  Erklärung
der  Unabhängigkeit
Bulgariens.
?.  Okt.  Proklamierung
  der  Vereini
gung  Kretas  mit
Griechenland,
Serbien  wendet  sich
gegen  Österreich
wegen  der  EinverleibungvonBosnien

und  Herzegowina.
Handelsvertrag
zwischen  Serbien

denten  Milsgwanswitsch:  »Seine  Politik  sei  darauf

|  gerichtet,  unter  Liquldierung  aller  russischen
|  Fragen  außerhalb  BEuropasRußland  wieder  seinen

europäischen  Zielen  zuzuführen.  Serbien  sei  in
dieser  Poiitik  ein  wichtiger  Baktor  ale  Zentrum

der  Südslawen.e

[91]  |

 12.No».  Der  Zar  zu  dem  serbischen  Mini»
|  sterpräsidenten;  »Die  bosnische  Krise  werde
nurdurchdenKriegentschieden  werden.«[92]  |

|  Said  Pascha

Mai.  Voll»
endung  der
Hedsdhasbahn
  bisMe«
dine,  |

Juli.  Jung»
türkische  Re»
volution.

Großwesir
anstelle  von
FeridPasche,

Wiedereinführung
  der
Konstitution
von  1876.

Dez.  Zus
sammeotritt

des  Parlas  |

ments.

|  30.  Mai.  Notenaustausch  zwir

schen  Amerika  und  Japan  über
die  Aufrechterhaltung  des  status
quo  im  Stillen  Ozean,

Große  Demonstrationsfahrt
der  amerikanischen  Fiotte  nadı
Japan.

43
        <pb n="44" />
        Deutschland

17.  Dex.
König  Leopold
  U,  von
Belglen  T.
Regierungs«
antritt  König

Alberts.
44

9.Febr.  Marokko«  Abkommen
mit  Frankreich,

10,Febr,  König  Eduard  VII.  in
Berlin,

Außermg  des  Königs  zum  Kaiser:  |
»Hr  finde  die  Erregung  in  der  öffent=  |

lichen  Meinung  und  der  Presse  in
England  anläßüch  der  progressiven
Vermehrung  der  deutschen  Flotte
lächerlich.  Der  Kaiser  habe  die  Zu»
siimmung  des  Relchstages  erhalten
zu  dem  Programm,  das  er  für  die
Deutshland  notwendige  Secstreitkraft
  aufgestellt  habe,  und  er  müsse
dieses  Programm  ausführen.«  [93]
29,  Febr.  Bülow  gelobt  Österreich
  -  Ungarn  bei  den  durch
die  bosnisch  =  herzegowinisce
Frage  entstandenen  Schwierigkeiren
  »  Nibelungentreue«.

Mai.  Generaloberst  v.  d.  Goltz
wird  vom  Sultan  mit  der
‚|  Reorganisation  der  türkischen
Armee  betraut.

|  17.  Jund,  Zusammenkunft  des  |
|  Kaisers  und  des  Zaren  in  den  |
|  Finnischen  Schären.

|  14.  /nll,  v.  Bethmann  Holtweg

Reichskanzier  {bis  1917).
Ang.  Beginn  der  Verständi-;

  gungsversuche  mit  England,  (Bis

Frühjahr  1912.)

30,März,
Beendie
gung  des
Konflikts
mit  Sere
bien,  Serbien
  gibt
nach.

Febr,  Aus  einem  Berichte  des
beirtschen  Gesandten  in  Ber»
In:  Fe  „ner  Köalı  vonEngdie

  Er=KK

  vers  ja  Friedens  i  Immer!

das  Ziel  seiner  Bestrebungen

Sean”  &amp;amp;  diriomaiaden

BEE
um  Dre  un  zu  isolieren

Aber  man  un  dod  bemerken,
  dad  der  Weltfriede  ulemals
  ernstlicher  bedrcht  war,
als  seitdem  der  von
England  alch  damit

Ihn  zu  befestigen...  fas]

Flotten-  und  Tovasions-Agitation

  für  allgemeine
Wehrplidt  “(Lord  Roberts).


März.  Erwerbung  siame-|

  sischer  Gebiete,

|  12.  März,  GroßePlotten-|
  vorlage.

|  Während  der  bosnischen
Frankreichs  und  Englands
Botschafterss  in  Berlin,
seine  östl.  Armeekorps
Maßnahmen  zur  Vorbe-Regierung
  vereinbart  mit
bei  Malta,  Die  britische
tungen  der  Ententemähhte
nisterrat  erklärt,  es  sei

29,  April,  Begegnung  König  Bduards  VIL  mit  dem  König
von  Italien  in  Bajaä,  König  Eduard  spricht  von  der  Wahr«

scheinlichkeit  baldigen  Konflikts  mie  Deutschland,

|  23.  Oft.  Der  Zar  in  Racoonigi.

Vertrag  von  Bacconigi:  »Italien
undRußlandverpflichten  sich,  sich
wohlwollend  zu  verhalten  —  das
erstere  zu  den  Interessen  der
russischen  Meerengenfrege,  das

|  zweite  zu  den  Interessen  der  Itafiener

  in  Tripolis  und  der  Cyrenaika.«
  [94]

10.  Der.  Ministerium  Sonnino.

[90]

2.  Aug.  Begegmung  des
Zaren  mit  König
Eduard  VII,  In  Cowes.
        <pb n="45" />
        Frankreid

I
1909
TE
9.  Febr.  Marokko»  Ab-  |  März.  Gutschkow  zudem  |  |  Prästdent  Taft,  }23.  Jan.  Ja»
kommen  mit  Deutschland.  |  serbische  n  Gesandten  Ka  |  Republikaner  |pangarantlert
|  stimg  einmal  vollkommen  :  (bis  19179.  |  dieInabbän-|
  dundigeführt,  so  werden  gigkeit  und
|  wir  uns  mit  Österreich-  |  Integritätdes
|  Jagaru  auseinanderset-  |  :  Kalserreichs
{  zen.  Begiant  jetzt  keinen  |
Krieg.  Verschweigt  jetzt  |  Korea.

eure  Absichten  und  bereitet
  euch  vor,  Es  werden
  die  Tage  eurer  Freu»  |
den  kommen.«  [97]

März,  Iswolski  spricht  |  27.  März.  Krons

prinz  Georg  von
Er  Aahin  aus,  da  Serbien  verzichtet
mobi  sch  zwischen  jReh  auf  die  Thronfolge.  |

|  hesser  werde.  Derka  mpf  nibt  im  Konflikt  mit  |  ‚An

ae  en  |  mh  |  Ge  |
würde  solange  zu  lärge  tLoya  altätserhlä-  |  revofution  in  |
iichem  Leben  verurreile  |  "UNE?  vErSpremen,  |  Konstantie
|  sein,  bis  der  Moment  des  sich  antiösterreicdi-  I  nopel,
ı  Veralle  Österreich-Uln«  |  scıer  Agitetion  zu
|  gas  einsetzee  [98]  |  enthalten.)  }

Krise:  Geheime  Mobilmachungsvorbereitungen  |  19,  April,  Anerkennung  der  Ungegen
  Deutschland  auf  Anregung  d.  französischen  |  abhängipkeit  Bulgariens  durch  die
Jules  Cambon.  Fraxkreid  gibt  Urfaubsverbot  für  |  Türkei.

und  führt  Truppenverschiebungen  sowie  andere  27.  April.
reitung  der  Mobilmachung  durh.  Die  britische  Absetzung
der  französischen  Versammlung  eines  Geschwaders  Abdul  Ha-Adniralität
  telfft  ihre  Maßregeln.  —  DieVorberei«  |  mids.  Mor
müssen  eingestellt  werden,  da  der  russische  Mis  hammed  V,
für  Rußland  unmöglich,  Krieg  zu  führen.  T8Bl  Sultan.

Eliimi  Pascha
;  17.  Juni,  Begegnung  »  Ste  Chare  u
Kaiser  Wilhelms  und  1  har  Großwesir.

24.  Juli.  Ministerium  Bri=  |  desZarenindenFinni=  |  tert  den  serfje  |  Az  Fehr,

and  löst  Clemenceau  ab.  |  schen  Schären.  schen  Gesandten  in  |  Y;  der  Goltz
37.  Jüll.  Begegnung  des  Zaren  mit  Präsident  |  T  ondon  der  außer-  |  AlsReorgani-Fallitres
  in  Cherbourg.  ordentlihen  Sym«  satordestür«

!2,  Aug.  Der  Zar  in  |  paıhie  Englands  für  |  ,  ,„  Kisden
Cowes  beim  König  |  das  serbische  Volk.  Heeres  cadı
von  England,  [1005  Pr
Dez.  Russisch  »  bulgarische  Militärkonven=  |  en
tion.  (Artikel  5:  »in  Anbetracht  dessen,  dal  "
die  Verwirklichung  der  hohen  Ideale  der  |
;  slawischen  Völker  auf  der  Balkanhalbinsel  |
eur  nach  einem  günstigen  Ausgange  |
des  Kampfes  Rußlands  mit  Deutschland  wu.
Österreic»Ungarn  möglich  ist...)  [101]
        <pb n="46" />
        46

4.  Nov.  Abkommen  mit

|  Frankreich  über  Marokko

und  Westafrika.

Ö  iche  +
Ungarn  u  Italien  Eogland
1910
30.  März.
|  Ministerkım  |  6.  Mai,  König  Eduard  VIL  t.  Kaiser  Wilhelm  zur
Luzzarti.  |  Beisetzung  in  London.  Regierangsantritt  König
Außenminl  |  Georgs  V.
|  ster  SanÖht-  |  37,  Mat,  Proklamierung.d.  Südafrikanischen  Union.
4,  dis  5.  Nov.  Der  Zar  mit
dem  Außenminister  Saso-  Dez.  Gesetz  zurV  erstärkung  der  Heimflotte  {gegen
now  in  Potsdam.  '  Deutschland  gerichtet.)
1911
15.  Febr.  Febr.  English-amerikanish-Tranzösischer  Schleds--König
  Peter  |  vertrag,
von  Serblen  |  29,  April.  Bericht  des  belgischen  Gesandten  in  Paris:
in  Rom,  '  den  marokkanischen  Sumpf  gestoßen  hat,  betrachtet  sein
27.  März,
Mal.  Verfassung  für  Ei-  Ministeritun  |  16.  Mat,  Kaiser  Wilhelm  in  London  zur  Entsaß-Lothringen,
  Giolitt!  an  höllung  des  randDider  der  önigin  Vitoria.  nö-Ä
  Stelle  Luz»  |  nig  Georg  erklärt,  England  werde  eich  in  la
Aal,  Der  aber  in  Lon-  zattis&amp;gt;,  rakko  keine  Schwierigkeiten  machen.  Frankreich  täte
Standhif  des  der  Königin  dort  nur  dasselbe,  was  England  in  Ägypten  getan,
Viktoria  Mai.  OÖrey  teilt  dem  deutschen  Botschafter  mit,  daß  im
j  Falle  eines  Konflikts  wegen  Marokko  alle  en  ischen  Ver-Jeni,
  Handelsvertrag  mit  pfüichtungen  »operative®  werden  würden,  “Er  versichert,
Japan,  »dal  England  In  jedem  Falle  wand  unter  allen  Umständen
1.  Jjall,  D  seinen  Verpflichtungen  Frankreih  gegenüber  “os
+  er  &amp;gt;F  anther«  men  Wer  %
vor  Agadir.  Nadı  Kenn-  13,  Jalt.  Zweite  Ernewerung  des  Bündnisses  mit
zeichnung  Jurc  .  den  Iran  Japan.  England!  bei  einem  Kriege  Japans  mit  Ame»
“  rika  t  zur  Hilfe  verpflichtet.)
let  »  Aufforderung  an  die  |  |
franrösische  Diplomatie,  21.  Juli,  Drobende  Rede  Lioyd  Georges  im  UIntervon
  Geschäftenzureden.«  |hause.,  Warnung,  daß  Deutschland  im  Falle  einer
[102]  Herausforderung  die  britische  Macht  an  Frankreichs
Konflikt  mit  Frankreich.  |  Seite  finden  würde,
Aus  Bericht  d  schen  Gressndten  in  Berlin,  6.  Dez.:
18.  Aug.  VertragmitRußs«  jedermann  {n  ae  oder  in  Frankreich  die  Entente
land  über  Persien.  Sept.  Beginn  |  Dies  entspricht  genau  Charakter,  den  der  verstordes
  Tripolis-  diale  ist  nicht  auf  der  positiven  Grundlage  der  Vertel-|
  kriegen.  negativen  Orundlage  des  Hasses  gegen  das  Deutsche

20,  Dex.  Bericht  des  russischen  Botschafters  in  Paris;
2%...  äußerst  bemerkenswert,  daß  in  den  verhängnisvollen:

Sommertagen  England,  chre  mir  Frankreich  durch  einen
formellen  Akt  gebunden  zu  sein,  war,  nit  nur
seine  ganze  Florte,  sondern  atch  seine  ganze  Expeditionsarmee
  gegen  Deutschland  in  Bewegung  zu  setzen.  [104]
        <pb n="47" />
        Frankreich

Rußland

länder  Japan
1910
|  10.Jan.  |  Jan.  Knox  Tropn-1
  Hakkı  |  sal:  Beseitigungder
one  Pascha  |  russisch-japani-“|
  Große  |schen  Eisenbahn-  |,  ,.-4.
  Jul,  Vertrag  mit  Japan  über  |  negro  |!  vesir.  konzessionen  inder  4.  Juli.  Verdie
  Mandschwrei.  König-  |  Mandscurei.  Von  tragmit  Ruß-28.Sept.
  Rücktrirt  des  Ministersdes  |  reich.  Rußland  und  Japan  yand  über  die
Auswärtigen  Iswolskl.  Nachfolger;  |Okt.  Ve=  abgelehnt,  ANSCHHTEN,
Sasonow,  Iswolski  wird  Botschafter  |  nizelos  Ang.
in  Pariz,  griedi-  Annexion
Nor.  Der  Zur  mit  Sasonow  in  scher  Mi-  Korens,
Potsdam.  nisterprä-|
  sident.
1911
1.März.  Delcasse  Mas  März,  |Besuc  der  amerir
tineminister.,  Neue  |  kanlschen  Plorte  in
»England,  das  Frankreich  in.  Verträ=  |  England.  |
Werk  mit  Woblgefallen.&amp;lt;  Er  mit  .  Febr,  Abkommen  zwischen  Ame-|
  [105]  |  "  ı  |  rika  und  Japan  über  die  japanische
|  f  |  |  I  Bagdad-  |
21.  Mut.  Eroberung  von  |  7.  Mai,  Russisch  »  japanischer  Mon-  |  bahn-  ı  Einwanderung.
Fez,  dadurch  Bruch  der  |  golei-Vertrag.  Gesell  |  ‚  14,Mürz,  Rede  des
Algeciras-Akte.  ,  |  schaft.  |AdmiralsSimsinder
26.  Juni.  Ministeriom  {Sicher»  |  Guildhall  zu  Lon-  |  y  Mai.  Bus«
Caillaux.  stellung  |  don:  Amerikawers  |  gisch-  japani-2.
  Juli,  Bericht  des  belgischen  des  so=  [de  seine  Freund«  |scher  Mon«
Gesandten  |  in  Paris:  »Heuts  fortigen  |  schaft  für  England  |  goleivertrag.
ist  es  u  reitbar,  ur  |  m  Weiter«  |  biezumletztenDols  “.
|  19.  Aug.  Vertrag  mit  D  -  11...
die  Faltung  der  französischen  |  |  nd  über  Persien  nd  Ba  Deutsch  |  bausder  |  far  u.  letzten  Biuts-  |J  Hau
Regierung  die  Landung  der  |  "4  '  a  sag  Bahnbis  |  tropfen  beweisen.  delsvertrag
Spanier  in  Larasch  und  die  Bar=  In  einem  gleichzei«  mit  Deutsch“
Entsendung  eines  deutschen  |  dad)  R  n  B  ericht  Führt  land,
Kriegsschlfies  nadı  Agadir  UREn  Bern  |  r9.  Tal,
herbeigeführt  oder  ermöglicht  j  Sept,  der  Admiral  aus,  13.  Ja  |
worden  ist.c  [106]  |  !#.  Sept.  Ermordung  Stolypins,  Beginn  [daß  er  nacı  Be-|Zweite  Er-4.
  Nov,  Abkommen  mit  |  Nov,  Protektoratsvertrag  mit  der  des  !  spreche  nen  eng.  neuerung  des
|  Mongolei.  Krieges  |  18  „  engiise
Deutschland  über  Ma«  3°  }  Piottenkreisen  all«  |  japanischen
|  mit  Itas  |  |  '
rokko  und  Westafrika,  |  ffen  um  |  gemeine  Überein«  |  Bündnisses.
Mit  oder  _cohne  schriftlihe  oder  mündliche  Verpflichtung  sicht  T  stimmumg  darin  ge-Sordiale
  als  ein  Defensiv-  und  Offensivbündnis  gegen  hland  an.  ripo«  fundenhabe.daßder
bene  König  von  England  ihr  hat  geben  wollen.  Die  Entente  cor-  |  |  Is  Ki  icht  (Snger
digung  gemeinsamer  Interessen  begründet  worden,  sondern  auf  der  |  ieg  n  Ang
Reich  ....*  [107]  |  als  vier  Jahre  auf«
|  geshoben  werden
könne,  und  daß  er
mit  dieser  Ansicht
übereinstimme.
{iosı|

47
        <pb n="48" />
        Italien
un  gar  |
1912
12.Febr.ChinaRepuhlik.  |  7.  Febr.  Ankündigung  einer  |  17.  Febr.  Graf  8.  Febr.  Sendung  des
Yuamadılkai  Diktator,  |  neuen  Flottenvorlage.  Achrenthal  T.  Kriegsministers  Haldane
sungen:  sDie  Deuischen  bauen  nicht  |  Minister  des  Aus  einem  Bericht  des  rusin
  dieser  heberhaften  Bile,  um  ung  |  Auswärtigen.  sischenBotschaftersinLondon
zu  bekämpfen,  Nein!  Es  ist  ihr  |  a  lol
Ma  ef  Schredien  vor  einem  zweiten  |  sitzungen  zu  vergrößern,  geht
a  93  ER  |  Deutschland  dach  cher  auf
et  Steessr
In  ZUgRE  |  |  vor,  in  es  sich
8,  Febr.  Der  englische  Kriegs-  |  lich  großartigen  Uinternehmminister
  Haldane  in  Berlin.  |  jedoch  stets  auf  den  Wider«
Sein  Angebot  war:  Eugland  |  srand  Englandsstölt  ...  Der
werde  sich  verpflichten,  daß  es  |  schlagendte  Beweis  scheint
»keinen  unprovozierten  Angriff  mirdieBagdadbahn  zu  sein..
|  auf  Deutschland  machen,  und  a  land  Baer  m
F  en  ai  Ha  an  ist  Gera  eoie  Und  Bei  u
gegen  tshland  en  ten  ist  es  hau  and,
werdet,  wenn  Deutscland  da»  welhen  urierigkeiten  3)
für  die  Fiottenvorlage  fallen  |  on  ler  Erster
[asse.  Hierauf  konnte  Deutsch“  9,  Febr,  Rede  des  Ersten
land  nicht  eingehen.  Bei  den  Seelords  Churdill  gegen
weiteren  Verhandlungen  erklärte  |  die  deutshe  »Luxus-Grey,
  ein  direktes  Neutra-  |  Ten.
khätsshkommen  würde  .  |  inuferung  in  des  ‚englischen
die  französische  Empfindlichkeit  |  ges  zum  beigischen  ae
reizen®,  England  ging  so  weit,  stabschef  Jungblurh:  lm
daß  es  schleiic  das  Verbleiben  Kriegsfal  würde  England  3os
  im  Amt  forderte,  Ort  au  ne
da  dieser  das  Vertrauen  Eng-  sıung  Belgiens  abauwarten,
lands  besitze,  Trotzdem  eine  een  in  Belgien  ss]
Einigung  nicht  erzielt  wurde,  Die  belgische  Regierung
baut  Deutschland  ein  verrin-  er  hiergegen  keiner
Protest.
gertes,  England  dagegen  sein
volles  Programm.  [110]  Beiden  Gender
Mai.  Marschall  Botschafter  i  fr  die  Abneigung  de  eng
=  en  €,  gen
|  10.  Mai.  Annahme  der  neuen  6.  Juil,  Außerung  Goschen  hat  ar
|  Fleeresvoriage.  Audı  jetzt  stellt  Polncarts  zu  Is-  |  ghergangen:  nämlich  die
|  Deutschland  immer  nodı  24  Ba=  wolsti,  Frankreich  Nebenbuhlerschaft  auf  dem
|  taillone  weniger  auf  als  Frank»  üns  chten  nich  Gebiete  der  Industrie  und
en  t  |  des  Handels,  Mit  wohlver-|
  reich  nach  dem  neuen  Kader-  ‚denformalen  Aus«  |  ständlichem  Neide  sicht  Eng-|
  gesetz.  telrt  Itallens  aus  |  land,  wie  ein  zuropä

|  4,  Juli,  Der  Kaiser  in  Battischı
  Port.  Letzter  Besuch  in  Ralfland

vor  Ausbruc  des  Krieges.

|  dem  Dreibund,  da

»Italien  ein  hem--mendes

  Element

ins  Dreibunde  sei«
[111]

Yelk  im  Kampfe  auf  dem

Weltmarkte  jedes  Jahr  an
Boden  gewinnt  und  so  auch  in
dieser  Flinsicht  die  Vormachtstellung
  bedeoht,  die  es  sich
gesichert  hatte...  [114]
        <pb n="49" />
        Frankreich  Rubffand  Balkanfänder  Türkei  Anerika  Japan
1912
|
DasKader-Gesetz  ergibt,  Schiedsgerichtsdaß
  die  französische  |  März.  Geheimbefehl:  vertragmitEng-Armee
  um  z4+  Bataillone  |  »  Allerhöchstbefohlen,  land,
stärker  istals  die  deutsche.  |  daß  Verkündigung  der

Jar.  Poincare  Ministerpräsident
  und  Minister
des  Auswärtigen,

30.  März.  Protektorat
über  Marokko.

Frühjahr.  Erlaf  Poincares
an  den  französischen  Botsthafter
  In  Berlin:  »Die  detrtsche
  Regierung  scheint  mit
unermüdlicher  Hartnäcigkeit
eine  Annähertng  (an  Franke

reich)  zu  verfolgen,  welce
nur  durch  Rückgabe  von:

Elsafi-Lothringen  möglich,
werden  würde  Wenn  wir
auf  solche  Annäherımgsvorsthläge
  eingingen,  würden  wir
uns  mit  England  und  Ruß»
land  überwerfen,  Wir  würden
alle  guten  Ergebnisse  der
Politik  einhüßen,  die  Frank«
reich  seit  langen  Jahren  verfolgt
  har.«  [115]

16,  Jali,  Marinekonvention  zwischen  Frankreich
und  Rußland.  Verlegung  der  französischen  Flotte
schon  im  Frieden  in  das  östliche  Mittelmeer  zur
Erleichterung  von  Rußlands  Aufgabe,  die  Herrschaft
  über  das  Schwarze  Meer  (also  die  Meerengen?

  zu  gewianen.

Aug.  Poincare  in  Petersburg.  Versprict  Einführung
  der  dreijährigen  Dienstzeit.

7

|  Mobilmahung  audı
Verkündigung  des

Krieges  gegen  Öster»
reich  und  Deutschland
ist.  [118]
|  März,  Gründung  des  Balkanbundes  unter
russischer  Führung  mit  Spitze  gegen  Österreich
  und  die  Türkei  (vor  den  Mittelmächten
geheim  gehalten).  [117]
März.  Außerung  des  Zaren  zum  serbischen
Kronprinzen  Alexander:  »daf  nunmehr  die  Asp
rarionen  Serbiens  gegenüber  Österreich"  ingam
bald  in  Erfüllung  gehen  werden«.  [118]

4,  Juli.  Zusammen”
kunft  des  Zaren  {mit
Sasonow)  und  Katser
mann}  vor  Baltisc-Port.
  In  allen  Besprechungen
  wurde  der
im  Frühjahr  geschlossene
  Balkanbund  verschwiegen
  unter  VWor--täuschung
  friedlicher
Absichten  der  russie
schen  Politik.  [119]

8.Jull,  Russisch"japenischer
  Vertrag  für  den
Fall  eines  europäischen
Krieges.  Rückendeckung
  Rußlands  In

Östasien.  [120]  }

(121]

1122]

3.jull.  Russisch«
  japaninischer
  Vertrag,
  der
Rußland  gestattet,
  im
Fall  eines
europäischen
Krieges,
seine  Trsupr
pen  aus  Sibirien
  zurükzuziehen,
        <pb n="50" />
        noch  1912

12.  Nov.  Grolie  belgische
Militärvorlage,  He  die
Kriegsstärke  der  Armee
von  180006  auf  340000
»lann  bringen  zoll.

17.  Dez,  Beginn  der‘
Botschafter-Konferenz  |
in  London  über  die:

4

albanische  Frage.  |
50

24.  Sept.

Okt.  Sasonow  in  Berlin,

Tod  des  deutschen
Botschafters  in  Londen,  Frhro.
|  Marschall,  Nachfolger:  Fürst
|  Lichnowsky,

Albanien.

18.  Okt.  Friede
zuL.ausanne  mit

der  Türkei,

21.  Okt.  Besprechungen  zwischen
Graf  Berchtold  und  San  Giulfano
zu  San  Rossore:  Binigung  über

Nov,  Polncart  eringert
  Tittoni  an
das  französisch

|  italienische  Ab«

kommen  von  1902,
„kraft  dessen

|  Frankreicı  das

Recht  habe,  fürden
Fall  eines  Krieges
mit  Deutschland
und  Österreich  auf
die  Neutralität
Italiens  zu  rechnes.
  1124]

5.  Dez.  Erneuerung  des  Dreibundes.  [125]

6.  fort,  Admiral  Limpus
erhält  vom  Sultan  das
Kommandeo  über  die  türkische
  Flotte,

Sept.  Sasonow  in  Balmoral.


König  Georg:  Die  Eng-Jänder
  würden  im  Falle  eines
Kroges  nicht  nur  die  deutsche
Kriegsfiotte,  sondern  au  die
deuzsche  Handelsllotte  vernichten,
  {»'Wir  werden  jedes
deutsche  Handelssciff  ver»
senken,  das  in  unsere  Hände
kommt.  Grey:  "England
würde  gegebenenfalls  alles
daran  setzen,  um  der  deutschen
  Machtstellung  den  fühle
barsten  Schlag  zuzufügen.«
Er  bestätigt  das  Vorhandensein
  eines  englisch-französischen
  Abkommens,  wonach
England  sich  im  Falk  eines  |
Krieges  mir  Deutschland  ver=  |
pflichter  habe,  Frankreich  nicht
nur  zur  dee,  sonderg  auch  auf
dem  Kontinent  durch  Lan»
dung  von  Truppen  zu  unter
stützen.  [128]

Sept.  English-franzö»
England  übernimmt  im
französischen  Nardkäste,
wird  ganz  in  das  Mitrel-Noy,
  Grey  zum  russischen
Botschafter.  Sofortiges  Ein--treten
  Englands  in  einem
Kriege  auf  seiten  Ruflands
hätte  zwei  Voraussetzungen:
»t.  daß  dur  akılves  Eingreifen
  Frankreichs  dieser
Krieg  zu  einem  allgemeinen

&amp;amp;  2,  daß  es  durdaus
notwendig  sei,  dab  die  Verantwortung
  für  den  Angriff
auf  den  Gegner  falle...  Es
sei  daher  notig,  den  agressiven
  Charakter  der  österreichishen
  oder  deutschen
Polltik  möglichst  klar  hervortreten
  zu  lassen.«e  [127]

22./23.  Nov.Briefwechsel
schen  Botschafter;  Ab»
tige  Waffenhilfe  Englands
eines  unprovozierten  Änoder
  eines  »Ereignisses,
den  bedrohte«.  [128]
        <pb n="51" />
        Frankreich  u  Rußland  Balkanfänder  |  Türkei
BE  noch  ZU
Herbst,  Französische  ver  Sept.  Sasonow  IinBal-  |
|  a  |
kımg  des  Oberstleutnants  rbien,  Montenegro,  Griechen«

Sept.  Poincare  zu  Iswolski:
&amp;gt;...  ‚ollre  der  Zusammens
staß  Ruflands  mit  Österreich
ein  Sewafinetes  Eingreifen
Deutshlandsnach  sich  ziehen,
so  erkennt  Frankreih  das
von  wvarnherein  als  casus
forderis  an.e  [129]

sishe  Marinekonvention.
Kriegsfalle  den  Schutz  der
Die  französishe  Flotte
meer  verlegt,  [130]

Während  des  Balkan«
konflikts:

17.u.  13.  Nov.  Telegremme
Iswolskts  aus  Parls;  »Poin«
care  überlasse  Rußland  die
Inittative,  Entschließe  sich
Rußland  zum  Kriege,  so
werde  Frankreich  minmadhen,
sobald  Deutschland  Öster«
reich“  ingara  unterstütze.&amp;lt;

[131]

Greys  mit  dem  französimachungen
  über  gegenseiund
  Frankreichs  im  Falle

griffs  einer  dritten  Macht

das  den  allgemeinen  Frie»

m

Nov.  Aufhebung  des
Befehls  vom  März
betrefend  Eröffnung
der  Feindseligkeiten
gegen  Deutschland  und
Österreich,  da  es  vorteilhaft
  sein  könne,  den
Aufmarsch  durczoführ
ren,  ohne  dem  Öegner
unwiederbringlih  die
Hoffnung  zu  nehmen,
den  Krieg  noch  zu  ver
meiden.  Die  militärischen
  Maßnahmen
Rufilandsmüßten  dabei  |
durch  geschickte  dipfos
matische  Verhandiıngen
  verschleiert  wer
den,  um  die  Befürdtungen
  des  Cegness
möglicdıst  einzuschläfern.
  [132]

25.  Nov.  Bericht  des  serbischen  Gesandten  in
Bukarest:  »Die  Gesandten  Ruffands  und  Franks  |
reichs  raten  als  Freunde  Serbieng,  man  golfe  eg
in  der  Frage  des  Ausganges  zur  Adria  nicht
zum  Auffiersten  treiben...  Es  sei  besser  abzuwarten,
  daß  Serbien,  welches,  mindestens  zweie  |
mal  50  groß  würde  als  es  bisher  war,  sich  kräftige
und  sammie,  um  möglichst  vorbereitet  die  ge
wichtigen  Ereignisse  zu  erwarten,  die  unter  den
Großmächten  einireten  müssen,«  [133]

Dez.  Bericht  des  serbischen

burg  Ober  Außerung  Sasonows:  »...  Er  habe
nach  unserem  großen  Erfolge  Vertrauen  zu
unserer  Kraft  und  glaube,  dad  wir  Österreich
erschüttern  werden.  Deshalb  sollten  wir  uns  jetzt
mit  dem  begnügen,  was  wir  bekommen  werden,
und  dies  nur  als  eine  Etappe  betrachten,  denn

die  Zukunft  gehöre  uns.«

7.  Dez,  Abkommenmit  |  7#.  Dez.  Beginn  von  Friedens-China

  über  die  Mor»
golei,

land}.  Siegreiches  Yordringen  der

Verbündeten  bis  zur  Tschatald-  ;

scha»Linie  bei  Konstantinopel.

29.  Okt.
Kiamil  Pa»

Wesir.

Gesandten  in  Peters-[134]



verhandlungen  in  London,

sha  Grob»  |

fi

ı,  .

:

&amp;gt;1
        <pb n="52" />
        28.März.  Bewilligungder
großen  belgischenFleeresvorlage.


32

Ä  Jan,  v,  Jagow  Staatssekretär  |

des  Auswärtigen.

26.Febr.  Beitritt  zu  dem  wieder
erneuerten  Bündnis  Österreich-Ungarns
  mit  Rumänien.  [135]
Aus  Bericht  des  belgischen  Gesand«
ten  in  Berlin,  8.  März:  »...  Was
die  kriegerischen  Pläne  betrifft,  die

‚  man  Deutschland  zuschreibt,  20  ger
nügt  es,  jeden  Morgen  eine  Pariser
Zeitung  zu  Öffnen,  tum  sich  darüber

klar  zu  werden.  Derartige  Pläne
stimmen  schlecht  zu  dem  im  tiefsten
Sinne  religiösen  und  friedliebenden
Charakter  des  Kaisers...«  [130]

März.  Wehrvorlage.  (Ange

normmen  30,  Juni.)

|  Mal.  König  Georg  VW.  von
|  England  mit  Gemahlin  und  der
|  Zar  in  Berlin  zur  Hochzeit  der

Prinzessin  Viktoria  Luise  mit
dem  Herzog  Ernst  August  von

|  Braunschweig:

|  Bei  Besprechung  der  politischen
|  Lage  sagt  der  Zar:  Br  erhebe

keinen  Ansprudh,  weder  auf
Stambul  noch  auf  die  Dardas

|  nellen,  der  Sultan  solle  der
|  »Portier  der  Dardanellen  «  biei-|
  ben.  Der  König  von  England

stimmte  dieser  Auffassung  des
Zaren,  die  sich  mit  der  Politik

des  deutschen  Kaisers  deckte,
restlos  zu,

5.Febr.Erneuerung
  des  Bündnisses
  mit  Rumänlen.
  [135]!

|  5.  März.  Beitritt
|  zum  österreicrumänischen


Bündnis.  [135]

|

8.  Mai.  Österreic  =  Italienisches
Abkommen  über  Albanien.  [137]

8,  April,  Berichtdes  serbischen

„teilte  mir  mit,  dahı  wir  um
der  Cefahr  eines  allge  meinen
weshalb  dieser  Krieg  mit  geist,
  unter  anderem  auch  auf
Gelegenheit  zur  Erholung,
In  einer  nicht  fernen  Zukunft
Außerdem  babe  ich,  ebenfalls
welhbe  die  Anwesenheit  des
des  deutschen  Kakers  auf
werden  soll  durch  eine  andere
dieseletzrere  eine  viel  größere
        <pb n="53" />
        Frankreich  Rußland  Balkanfänder
1913
|  17.  Jan.  Wahl  Poincards  6.  Jon.  Abbruchder
zum  Präsidenten.  Friedensverhand«

Vivlani  Ministerpräsi«
dent  und  Minister  des
Auswärtigen.

Der  belgische  Gesandte  in
Paris  berkhtet  am  14.  und
2t,.Febr.:  »...  HerrPoincare
Ist  Lothringer  und  läßt  keine
Gelegenheit  vorübergehen,
{daran  zu  erinnern;  er  war

‚siifter  der  militaristischen
Politik  des  Herrn  Millerand.
+.  Ünter  seinem  Ministerium
sind  He  militaristischen  und
etwas  thauvioistischen  Inatiakte
  des  französischen  \V'ole
kes  wiedererwacht...e  [138]

25,  Fehr.  Aus  einem  Bericht
des  russischen  Borschafters  in
Löndon:  von  allen  Mädchen
sei  seinem  Eindruk  nad

Frankreih  die  einzige,  die

März.  Einführung  der

|  »Kriegsvorbereitungs-'
  der  Mitarbeiter  und  der  An-  |

periode«  (vor  Aus«
spruch  der  Mobile
madung  zu  treffende
geheime  WVorbereitungen).
  [140]
Auflerungen  Sasonows  —
nach  Berichten  des  serbi--schen
  Gesandten  in  Petersburg
  I2.  Mai:  Serbien
arisse  für  künftige  Zeiten

arbeiten,  wo  es  viel  Land
von  Österreich»  Ungarn

einen  Krieg  ohne  Bedauern
schen  würde.  [139]

\24.  März.  Delcasse,  Botschafter  in  Petersburg,
an  Stelle  von  George  Louis,  Frankreich  dringt
auf  Beschleunigung  desrussischen  Mobilmachungs«
apparats  und  der  Bahnbauren  an  der  russischen
Westgrenze,

Cesandten  in  Paris:  »Eine  kompetente  Persönlichkeit
die  Mitte  der  vorigen  Woche  herum  unmittelbar  vor
europäischen  Krieges  standen,  und  da  der  Grund,
wissen  moralischen  Opfern  für  jetzt  vermieden  worden
den  Wunsch  zurückzuführen  ist,  den  Balkanverbündeten
Sammlung  und  Vorbereitung  für  Eventualitäten,  die
eintreten  könnten,  zu  gewähren.

aus  sehr  zuverlässiger  Quelle,  erfahren,  daß  die  Wirkung,
englischen  Königspaares  bei  der  Hodızeit  der  Tochter

die  öffentlihe  Meinung  haben  wird,  rasch  paralysiert  |
30.  Mar.

Manifestation  im  Sinne  des  Dreiverbandes  und  dab
politische  Bedeutung  haben  wird.«  [142]

lungen  in  London.

Febr.  März,  EırneuerungdesBünd«

  |

nisses  Rumäniens
mit  den  Dreibund«-mädhten,

26.  März.  Ein
nahme  von  Adrlanopel
  durh  die
Bulgaren,

29,  März.  Beschlufi

der  Londoner  Bot»
schafterkonferenz

über  die  Grenzen
'  Albaniens.

23.  April,  Beset-|

  zung  von  Skutarl  |
durch  die  Montene-  |

griner,

4.  Mai.  Räumung
Skutaris  durch  die
Montenegriner.

4.  Mai,  AusSchreiben
Sasonows  an  denrussischen
  Gesandten  in
Beigrad:»Serblensverfreiffenes
  Land  Hegt  im
Gebiete  des  heutigen
Österreih-Lingarn.

...  Die  Peit  arbeitet  i
für  Serbien  und  zum  |

Werderben  seiner
Feinde,dieshondeutsetzung
  aufweisen.  «

[143]  ;

|  Friede  zu  London.  |
|  Ende  des  ersten  Balkankrieges.

1335]!

|

1!  Jan,  Ermordung
  des

|  Orollwesirs

Mahmud
Schewket
Pascha.

|

4.  März,  Präsident
Wilson,  Demokrat
(bis  1924).

53
        <pb n="54" />
        Allgemein

Ä  Österreiche
Deutschland  Ungarn

Italien

England

noch  1913

Aug.  Paraphierung  des  deutschenglishen
  Abkommens  über  die
portugiesishen  Kolonien.

I.  Nov.  Marinekonvention  zwischen  Deutschland,  Österreich“
Ungaro  und  Italien,  &amp;lt;Einheitlihe  Verwendung  der  Seestreit«

kräfte  im  Mirtelineer.;  [144]

|

j

Okt.  Konflikt
mit  Serbien
wegen  Albanien.

|  2.  Jali,  König
|  ViktorEmanuel
|  mit  Gemahlin  in
I  Kiel.

a

+1  14  mern  errare  rt

'

|

mu  Te  er  PT  DET  Er

Sept.  Bewegung  inLlister.

Okt.  Aus  einem  Bericht  Sa--cart
  berichtete,  »daß  obwohl
land  nidıt  der  geringste  fee
die  Gentral-  und  Admiral«
timer  Verbindusg  miteinaus
unterbrochen  völlg  aufrichtig
        <pb n="55" />
        Rußland

Balkanländer  |

Türkei  |

noch  1913

Aug.  Wiedereinführung  !

der  dreijährigen  Dienstlicht,


|

sonows  an  den  Zaren:  PoinzwischenFrankrekh
  undEingschriebene
  Vertrag  bestehe,
stäbe  beider  Länder  in  iInder
  stehen  und  einander  tun»
alle  Nachrichten  mirteilen-«

[145]

Herbst.  Großfürst  Nikolai  Nikolajewitsch  bereist
die  französisch-deutsche  Grenze.

|  53.  No».
Zweiter  Mongolei»
Vertrag  mit  China.

|  Außerungen  SasonaWS5:


»Die  Friedensliche  des
deutschen  Kaisers  bürgt
ung  dafiie,  dafhi  wir  den
selbst  zubesimmen  haben
werden.«  [146]
Serbien  sei  der  einzige
Staat  auf  dem  Balkan,  zu
dem  Rußland  Yertrauen
habe  Pür  Serbien  werde
Rußland  alles  um.e
[147]

10.  Aug.  Friede  zu
Bukarest  zwischen
den  Balkanstaaten.

Äußerung  des  serbischen
  Mirnisterpräsidenten
  Paschitsh:
gewonnen.  Nun  muß
man  die  zweite  vorbereiten
  gegen  Östere
reich,.«

helm  von  Wied  als
PürstvonAlbanien.

20,  Okt.  Räumung
Albariensdurd  die

Serben.
14.  Nov,  Priede  zu  Athen  zwis

|  5.  Juli,  Beginn  des  zweiten  Bal-|
  kankrieges.  (Rumänien,  Serbien,
Griechenland  gegen  Bulgarien.)

[148]  |

9.  Sept.  Friede  zu  Konstantinopelzwischen
  Türkei  und  Bulgarien.
3,  Okt.  Kandidatur  |
I  des  Prinzen  Wilschen

  Türkei  und  Griechenland.

|

Der.  Berur

|  fung  desGe-|
  nerals  Liman
|  v.  Sanders  |

nach  Kons
stantinopel
zur  Reorga=|

  nisation  des

türkischen
Heeres.  —

Einsprud

Eiglands,
Frankreichs

‚u.  Rußlands  |

gegen  Übertragung
  des
Kommandos
über  das
Stambuler
Armeekorps
an  Liman,

=
        <pb n="56" />
        Italien

1914
Kr  Aufierung  des  bel-  2.  Jan.  Rede  Generale  Smaute
gischen  Yänisterpräsiden-  |  5,  Febr,  Deutsch«französisches  im  Parlament  der  Südafrikaten
  und  Kriegsministers  |  27,  vo.  Heutschwiranzösisc  nischen  Union:  »Sicher  sei  der
de  Broceville  zu  dem  Abkommen  über  Vorderasien,  |  Tag  nicht  fern,  an  dem  zum
deutschen  Militärattache:  |  größten  Teile,  ja  vielleicht
»  Wenn  ich  Generalstabs-  |  gänzlich  alkes  Land  in  Südchef
  von  Deutschland  oder  afrika  südlih  des  Aquators
atıch  von  Prankreich  wäre,  sich  in  der  Union  von  Süde
und  dasstrategische  Inter=  afrika  behnden  wird.  [154]  |
esse,  das  Wohl  meines|  3.  März.  Aufschenerregender  21.März.  Mini-  |  28.  März,  Berihtdes  Führers  |
Vaterlandes  erforderte  es,|  Artikel  der  »Kölnischen  Zei-  sterium  Salan-  |  der  panstawistischen  Bewe«  |
so  würde  Ich  keinen  Mo-|  tung«  über  russische  Rüstungen  dra.  Italienisch-  |  gung  Brantschaminow  über  |
Geb  zögern,  neutrales|  und  die  Anstrengungen  der  österreichische  |  Auferung  Greys:  »England
erzwingen,  Das  ist  zo  |  Segen  Deutschland  populär  zu  Albanien.  teilnehmen,  der  In  ein  paar

selbarverständlich,  daß  ich
mi  gegebenenfalls  nur
über  das  Gegenteil  wundern
  würd.e  [149]
Friedensstärken  der
Landheere  1914  [150];

Deutschland  760908
Österr.»Ung.  477359  Ä

.  1238  767;
Rußland  1445000:
Frankreih*)  10000  |
England  245000
Serbien  51600
Belgien  61282

2715882

im  Winter  treten  für
Rusland  noch  400000
Mann  hinzu

=  3115882
Verhältnis  der  Pries
densstärken  zur  Bevölkerungszahl
  [151]:
inPrankreih  zv.H,

InDteutschland  ,  sz7v.H.

In  Österreih-LUingam
0,94v.F.
Zahl  der  eingestellten
Wehrpflichtigen  [152]:
Frankreich:  78bis8:%
Deutschland  bis  1913:
sobisz5%
&amp;gt;  einschließlich  67000
"arbige  nach  Buat.

&amp;gt;6

machen.

April.  v.  Daflwitz  Statthalter
von  EisafsLothringen  an  Stelle
des  Grafen  Wedel,

Jani,  Paraphierung  eines
deutsch-englishen  Bagdadab«
kommens,
AusBerichht  des  belgischen  Gesandter
in  Berlin  12,  Junf:  &amp;gt;,  ..  Deutschland
braucht  sich  nur  zu  gedulden,  braudır
ne  in  Frieden  seine  wirtschaft-Eiche
  und  änanzielle  Macht  weiter  zu
steigern,  braudıt  nur  die  Wirkungen
senies  Grbirtenuberschusses  abztiwarten,
  um  cobne  Widerspruch  und
ohne  Kampf  in  ganz  Mitteleuropa  zu
herrschen  ...«  [{53}

Juli,  Deutschland  führt  noch  im

Juli  Gold  und  Getreide  aus,  auc  |

nach  den  Ententeländern.

29.  Mai,  Ver«
trag  mit  Frank“
reih  über  die
italienischen  In«
teressen  in  Tu»
nis.

russische  Marinekonven-  |

\  die  Intimität  zwischen  Eng-|
  land,  Frankreich  und  Rufland

Für  England  bedeute  der
Krieg  einen  erwünschten
Ausweg  aus  Jen  inneren
Schwierigkeiten.e  [155]}
März  bis  Jant,  Werhands  |
lungen  über  eine  englisch“  !

tion.  (Einheitliche  Ope»  ;
ration  derbeiden  Florten.}  |
[156]

April,  Ansammlung  von
Gold  in  den  englischen
Banken.

21,  April.  Das  englische
Öreys  in  Parts.

25.  Juni,  Grey  erklärt  dem  |
deutschen  Botschafter,  Jah)

in  den  letzten  Jahren  so  Innig  .
geworden  sei,  »als  ob  sk  ver«-bündet
  wärcne,  [157]  |
        <pb n="57" />
        Rufland  er  |  Türkei  Amerika  Japan
_  03
Jan.  Das  französische  |  Neulahrsaufsatz.d.  sussi-  Jan.  Enthe-|
  Kriegsministerium  stellt  |  sb  Militärblattes&amp;gt;Ras-  bung  Liman  |
namhafte  Beträge  für  die  wjädscike:  Uns  allen  Ist  von  Sanders  |
.  unbe  sehr  wohl  bekannt,  daß  ham  FR
 Werproviantierung  von  wir  une  für  einen  Krie  ‚von  seiner
Paris  zur  Verfügung,  Bei  |”  2,  1  nen  SER  Stellung  als
|  |  &amp;gt;»  5  7  |  an  der  Westgrenze  vor«  |
den  Verhandlungen  sagt  |  pereiten,  vornehmlich  ge-  '   Oberder
  Generalgouverneur  |  gen  die  Deutschen  ....  |  befehlshaber
von  Paris,  General  Mi-  |  Das  ganze  russische  Volk  in  Konstan«
el:  Dies  Jahr  Ist  ein  |  muß  an  den  Gedanken  tinopel.
auflergewöhnliches,  wir  |  gewöhnt  werden,  daf  wir  |  |  Vor
wissen  nicht,  ob  im  März  |  Us  zum  Vernichrungs-  ae  |
oder  April  Mobilmachung  |  Panpfe  gegen  die  Deut-  |
sein  wird.  [158]  schen  rüsten  und  die  land  über  die
Du  Be  deutschen  Reiche  vernich-  Bagdadbahn,
|  tet  werden  müssen,  audı  |  g,  März.  Friede  zu  Konstantiwenn
  wir  dabei  Hundert  |   ,  ,.  Bu  |
tausende  von  Leben  ver=  nopel  zwischen  der  Türkei  und
lieren  würden.«  [162]  Serbien.
Jan.  Pal&amp;amp;ologue,  Freund  Poincares,  französischer
Botschafter  in  Petersburg  an  Stelle  Delcasses,
Aus  Bericht  des  belgischen  |  yop,  N  eihe
Gesandten  in  Paris  #6.  jan.  Jan.  ‚Neue  Anleihe
»Essindin  der  Tat  die  Herren  |  v0”  2°).  Milliarden  In
Poincart,  Delcasst,Millerand  |  Frankreih  zum  Bau
und  ihre  Freunde,  die  die  |  strategischer  Bahnen.
'  nationalistische,militaristische  |  |
und  chauvinistische  Politiker-  |  2.  Febr.  Audienz  des
funden  „und,  befolgt:  haben,  |  serbischen  Minister-  April.  Der
deren  erstehen  wir  |  j  m  Fan  4  |
feststellten.  Nun  bilder  diese  ‚  präsidenten  beim  Za:  deutsche  Ma«
Politik  eine  GefshrfürFuropa  |  TER»  .  |  rineattache  in
und  für  Belgien.  Ich  sche  |  Erörterung  der  kriegerl-  .  Tokio  beridı-|
  darin  die  größte  Gefahr,  die  |  schen  Ziele  der  gemein--  9.  April,  tet,  ser  sei
‚heute  den  Frieden  Europas  samen  Politik  gegen  Vertrag  mit  geradezube-|
  bee.  [159]  Österreih-Lingarn  in  Frankreich:  trofen  über
Königspaar  in  Begleitung  |  Ihren  Einzelheiten.  Der  Erweiterung  die  Gewiß«
April.  AußerungClömenceaus  |  air  alles  tun  Mai.  Aufstand  in  er  iranzösi-  heit,  mit  der
zum  Handelsattach&amp;amp;  bei  der  |  [163]  Albanien,  saren  ei  dortallesden
‚Italienischen  Botschaft  in  Paris  |  |  ESEFNEPNAFEN  KriegderTrl--Sahini:
  »IndreiMonaten  wer=  im  Orient.  pelallianz  ge»
den  wirden  Krieghaben.  Wird  en  Deutsch=Italien
  er  Pe  [160]  and  in  naher
8.  Mai.  Bericht  des  belgischen  nn
Gesandten  in  Parts:  “Eines  Zeit  fürsicher
|  der  gelährlicimen  Momente  halte...  Es
er  augenbliklichen  Lage  ist  Ä  €
deRükche  Frankreihs  zum  \der  Luk  wie
Dienstzeit.  Sie  Tanke  von  !4,  Jan!,  Besuc  des  Zaren  in  Rumänien.  |  eine  ArtBeider
  Militärpartei  leichtfertig  leid  über  ein
durchgesetzt,  aber  das  Land  nochnichtausannsienichtertragen.
  Inner=  .
halb  von  zwei  Jahren  wird  gesprochenss
man  auf  sie  verzichten  oder  Torddesurteil.«
|  Kriegführen  müssen.«  [161]  |  |  (184)
8  57
        <pb n="58" />
        Österreich»
Ungarn

Italien

England

noch  1914

28,  Juni,  Er»
nordung  des
Erzherzogs

nand.

Franz  Ferdi«  }

In  der  Märznummer  1921  der
»Foreien  Affaire  (Official
Urgan  of  the  Llnfon  of  De--mecratie
  Conteol  London}
ist  ein  Brief  des  Proßssors
Conybeare  abgedruckt,  der
u.a.  nachstehende  Angaben
enthält,  deren  Nachprüfung
hier  nicht  möglich  Ist,  die  aber
der  Vollständigkeit  wegen
wiedergegeben  werden  sollen:

1.  er  wisse  persönlich,  daß
im  März  ı9t4  britische  Offie
ziere  die  Quais  von  Le  Havre
undanderen  Häfen  vermessen
hätten,  im  Hinblick  auf  eine
Landung  britischer  Truppen,

z.  der  irübere  britische
Lioydagent  in  Petersburg
Mac  Lelland  habe  im  erzählt,
  daß  er  vor  dem  23.  [uni
ıg14  {der  Ermordung  des
EirzherzogsFranzFerdinand)
Drahtbeiehl  aus  London  erhalten
  habe.  in  Kronstadt
eine  große  britische  Handelflotte
  zu  empfangen.  Die
Schiffe  seien  Icer  angekommen,
  Sie  seien  bestimmt  gewesen,
  russische  Truppen
aufzunehmen  und  in  Deurschland
  zu  landen.  Der  Bürgermeister
  von  Petersburg  habe
ihm  gesagt,  dab  der  Krieg
bevorstehe.
        <pb n="59" />
        Bußfand

rue

noch  1914

Aus  Beriht  des  belgischen
Gesandten  in  Paris  24  Juni:

„Frankreich  und  Rußland  i
spielen  wahrhaftig  in  diesem  |

Augenblik  ein  sehr  gelähr-Eches
  Spiel.  Sie  steigern  sich
wechselseitig  auf  dem  Wege
der  Rüstungen  bis  zum
äußersten  und  geben  sic
—  hauptsächlich  Ruflland  —
einem  Bluf  hin,  der  die
ernstesten  Folgen  zeitigen
könnte,  .  ,.*  [165]

Juli,  Erklärung  des  Generals
  Pedoya,  Vorsitzenden
des  Pieeresausschusses  der
französischen  Kammer:  »39
hatte  am  ı.  Januar  d.  J.  eine
Nation  von  weniger  als  40
Millionen  (Frankreich)  mehr
Soldaten  unter  Waffen  als
eine  Nation  von  68  Millionen
(Deutschland).  «

21.  Febr.  Konferenz  in  Petersburg  unter
Vorsitz  Sasonows.  Festlegung  des  vom
Zaren  gebilligten  Programms  zur  Annexion
Konstantinopels,  die  für  nahe  Zukunft  in
Aussicht  genommen  wird.  Aus  dem  von
Sasonow,  dem  Generalstabschef  und  dem
Marineminisrer  unterzeichneten  Protokoll

|  geht  hervor,

»  daß  die  russische  Regierung  seit  Frühjahr
  1914  militärische  und  technische  Var«
bereitungen  für  einen  Handstreich  auf  Stambul
  getroffen  hat.

b&amp;gt;  daß  dieses  Vorgehen  Im  Rahmen  eines
Krieges  mit  Österreich-Ulogarn,  nicht  eines
russisch-türkischen  gedacht,  daf}  der  serbische
Angriff  auf  Österreich  unmittelbar  in  die

|  Rechnung  eingesetzt  war  und  daß  der  baldige
'  Ausbruch  des  Krieges  als  selbstverständlich

|  angeschen  wurde.  [106]
|  März  bis  Juni,  Verhandlungen  über  eine

englisch-russishe  Marinekonvention.  [158]

12.  März.  Ein  auf  den  Kriegsminister  zurück»
zuführender  Artikel  in  der  Petersburger
Börsenzeitung  kündigt  Rußlands  Kriegsbereitschaft
  an,  1187]

Ende  März,  Ansprache  des  Generals  Schtecdher«

beischew,  Direktors  der  Kriegsakademie  in  Peters«
burg  an  seine  Öfßziere:  »Der  Krieg  mit  den  Dreibundnädten
  sei  infolge  der  gegen  Rußlands  In»
tereszen  gerichteten  Österreichischen  Balkanpofitik
unvermeidlih  geworden,  .  Höcstwahrscheinlich
werde  &amp;amp;  noch  in  diesem  Sommer  zum  Ambruch

|  kommen.  Rußlzod  sei  die  Ehre  geworden,  sofort

die  Offensive  zu  ergreifen,«  [188]
April.  Bericht  des  belgischen  Gesandten  in  Berlin
über  eine  aus  Petersburg  eingetröffene  japanische
Milirärmsssion:  »In  den  Regimentsmessen  hatten
die  japanischen  Offiziere  ganz  offen  von  einem
nahe  bevorstehenden  Kriege  gegen  Österreich“
Ungarn  und  Deusschland  reden  hören.  Man  sagte
dabei,  daß  die  Armee  bereit  sei,  ins  Peld  zu
rücken,  und  der  Augenblick  zei  ebenso  gänstig
für  die  Russen,  wie  für  ihre  Verbündeten,  die
Franzosen.  [169]
Mat.  Beginn  von  Mafinahmen,  die  den
Maßnahmen  erster  Kategorie  der  Kriegsvorbereitungsperiode
  entsprechen.  [170]

13,  Janl,  Neuer  vom  Kriegsministerium  in«
spirierter  Artikel  der  Petersburger  Börsen«
zeitung:  »  Rußland  ist  bereit,  Firankreicdı  muß
es  auch  seine.  I17:]

|

59
        <pb n="60" />
        Von  der  Ermordung  des  Erzherzogs  Franz  Ferdinand
bis  zur  Kriegserklärung  Englands”).

28.  Jun,  Erzherzog  Franz  Ferdinand  und  Gemahlin  in  Sarajevo  vom  serbischen  Studenten
Princip  ermordet.  Die  Fäden  der  Verschwörung  führen  auf  amtliche  serbische
Stellen  zurück*®),

%Jul  Der  Kaiser  erhält  ein  Handschreiben  des  Kaisers  Franz  Josef,  in  dem  die  durch
Serbien  geschaffene  Lage  und  die  Absichten  der  österreichischen  Politik  dargelegt
sind,  [172]  Die  deutsche  Regierung  betrachtet  die  Auseinandersetzung  mit  Serbien  als
eine  österreichische  Angelegenheit,  in  die  Deutschland  sich  nicht  einmischen  wolle,  [173]

Besprechungen  des  Kaisers  mit  den  einzelnen  Ressortchefs  über  die  Lage.  Keinerlei
Anordnung  von  Kriegsvorbereitungen.  [174]

6.Jci,  Abfahrt  des  Kaisers  zur  Nordlandreise,

7.Jii.   Ministerratin  Wien,  Beschlußfassung  über  eine  an  Serbien  zu  richtende  Note.  [175]

14.  [il  Ministerrat  in  Ischl,  An  Stelle  einer  Note  wird  ein  Ultimatum  an  Serbien  beschlossen,
  [176]

16.  Jul,  Die  englische  Flotte,  die  sich  seit  dem  Frühjahre  in  forıschreitender  Auffüllung
zur  »Probemobilmachung«  befand,  ist  seit  dem  16.  Juli  in  mobilem  Zustande  (in  a
state  of  mobilisation;y  zu  Manövern  um  Portland  versammelt  (alle  drei  Heimflotten
—=  8  Schlachtschiffgeschwader  und  u  Kreuzergeschwader,  zusammen  460  Wimpel).  [177]

Die  englische  Botschaft  in  Wien  erhält  durch  Verrat  Kenntnis  von  dem  Inhalt  des
österreichischen  Ulltimarums  an  Serbien  und  drahter  ihn  nach  London.  [178]  In  gleicher
Weise  erhalten  die  französische  und  die  russische  Regierung  von  dem  Ultimatum
Kenntnis.
19,—23.Jdi.  Präsident  Poincar&amp;amp;  und  Ministerpräsident  Viviani  am  Zarenhofe.

22.Jl.  Die  Großfürstinnen  Anastasia  und  Militza  sagen  dem  französischen  Botschafter
Pal&amp;amp;ofogue:  ihr  Water,  der  König  von  Montenegro,  habe  ihnen  in  einem  Chiffre»
telegramm  mitgereilt,  »daß  wir  vor  Monatsende  (russischen  Stils,  also  vor  dem
13.  August  neuen  Stils)  Krieg  haben  werden.  ...  Won  Österreich  wird  nichts  übrig
bleiben.  ,,,  Ihr  werdet  Elsaß-Lothringen  wiedernehmen.  ...  Unsere  Heere  werden
sich  in  Berlin  treffen....  Deutschland  wird  vernichtet  werden.«  [179]

23.  Jul,  6°  abends,  Überreichung  des  österreichischen  Llldmatums  an  Belgrad,  [180]

*,  Zeitangaben  nach  mitteleuropäischer  Zeit.

”",  Nach  einem  Aufsatz  des  amerikanischen  Senators  Philipp  Francis  im  Milwaukee  Herald
vom  8.  April  ıgzı  erhielt  das  »Neue  politische  Volksblatt«  in  Ofenpest  am  13.  März  1914  ein
Telegramm  aus  London,  des  Inhalts,  daß  der  serbische  Kronprinz  in  London,  wo  er  nadı
seinem  Petersburger  Aufenthalt  eingetroffen  war,  sic  in  der  Trunkenheit  gerühmt  habe,  um  eine
Verschwörung  gegen  den  Erzherzog  Franz  Ferdinand  zu  wissen.  Der  Anschlag  solle  bei  der
bevorstehenden  Reise  des  Thronfolgers  nach  Bosnien  und  der  Herzegowina  ausgeführt  werden.

60
        <pb n="61" />
        24.  [u  Deutschland  setzt  sich  in  Noten  an  die  anderen  Großmächte  für  Lokalisierung  des
ästerreichisch»serbischen  Streitfalls  ein.  [181]

Rußfand  und  Frankreich  suchen  Sir  Edward  Grey  zu  bestimmen,  ofkzieli  eine
entschiedene  Stellung  einzunehmen.  Grey  lehnt  ab.  [182]

Der  russische  Außenminister  Sasonow  erklärt,  daß  die  russische  Mobilmachung
auf  jeden  Fall  durchgeführt  werden  müsse.  [183]

Sasonow  sagt  dem  serbischen  Gesandten  in  Petersburg,  daß  Rußland  keine  aggresiven
  Handlungen  Österreichs  gegen  Serbien  zulassen  könne.  [188]

Der  französische  Botschafter  teilt  der  russischen  Regierung  mit,  daß  Frankreich
nötigenfalls  alle  durch  das  Bündnis  bedingten  Verpflichtungen  erfüllen  werde,  [185]

Nachmittags.  Ministerrat  in  Petersburg.  Feststellung,  daß  Rußland  zum  Kriege
bereit  und  gewillt  sei,  Serbien  zu  unterstützen.  [186]  Beschluß,  eine  Verlängerung
der  Serbien  von  Österreich-LIngarn  gesetzten  Frist  durchzusetzen.  [187]

25.Jut  In  einer  Beratung  in  Krasnoje  Selo  unter  Vorsitz  des  Zaren  wird  die  Teilmobilmachung
  (Militärbezirke  Kiew,  Moskau,  Odessa  und  Kasan)  gegen  Österreich  beschlossen,
  falls  Österreich  offensiv  gegen  Serbien  vorginge.  [188]

Sasonow  erklärt  dem  englischen  Botschafter,  daß  Rußland,  wenn  es  der  Hilfe
Frankreichs  sicher  sei,  das  gesamte  Risiko  des  Krieges  auf  sich  nehme.  [189]

3°  nachmittags.  Mobilmachung  Serbiens.  [190]

Grey  schreibt  an  den  englischen  Botschafter  in  Petersburg:  Er  glaube  nicht,  daß
die  öffentliche  Meinung  Englands  es  billigen  würde,  daß  es  wegen  des  serbischen
Streites  zum  Kriege  käme.  Wenn  es  aber  zum  Krieg  käme,  könnte  England  durch
andere  Erwägungen  sich  in  denselben  bineingezogen  sehen.  [11]

Anordnung  zur  Auffüllung  der  Führerstelfen  in  der  englischen  Flotte.  [192]

6°  nachmittags.  Überreichung  der  serbischen  Antwort  auf  das  österreichische
Ultimatum.  Abbruch  der  diplomatischen  Beziehungen  Österreichs  zu  Serbien.  [193]

9%  abends.  Teilmobiimachung  Österreich-LIngarns  gegen  Serbien  {zz  Infanterieund
  2  Kavalieriedivistonen),  [19%]

11  abends,  In  Rußland  Anordnung  des  Rücktraasportes  der  Truppen  aus  den
Lagern  in  ihre  Standorte.  [195]

Der  französische  Botschafter  in  London,  Paul  Cambon,  in  Paris  —  bis  27.  Juli,  [196]

Auf  Grund  der  ihm  vorliegenden  Nachrichten  tritt  der  deutsche  Kaiser  die  Rückkehr
  von  der  Nordlandsreise  an.

26.Jul.  4*  morgens.  Erklärung  des  Kriegszustandes  für  die  russischen  Festungen,  [187]
3°:  morgens.  Offizielles  Inkrafttreten  der  Kriegsvorbereitungsperiode  für  das  gesamte
  europäische  Rußland,  also  auch  gegen  Deutschland.  [198]

Suchemlinow  gibt  dem  deutschen  Militärattach€e  in  Petersburg  sein  Ehrenwort,
daß  noch  keine  Mobilmachungsorder  ergangen,  kein  Pferd  ausgehoben,  kein  Reservist
eingezogen  sel.  [12P]

Warnung  der  deutschen  Regierung  an  die  russische:  Russische  Mobllmachungs»
maßnahmen  gegen  Deutschland  müßten  die  deutsche  Mobilmachung  zur  Folge
haben.  [200]

61
        <pb n="62" />
        (noh26.J  England  entspricht  nicht  der  deutschen  Bitte,  in  Petersburg  mäßigend  zu  wirken,
macht  Vorschlag  einer  Botschafterkonferenz  (England,  Frankreich,  Italien,  Deutschland).
  [201]
4°  nachmittags.  Befehl  an  die  bei  Portland  zusammengezogene  englische  Flotte,
die  in  Aussicht  genommene  Demobilmachung  einzustellen,  [202]
Rückberufung  der  deutschen  Plotte  aus  den  nordischen  Gewässern.  [203]
Frankreich:  Mesures  de  pr&amp;amp;caution&amp;lt;Llrlaubsverbot,  Rückberufung  der  Llrlauber),  [204]

26.0d.z7.Jul,  Äußerung  des  französischen  Botschafters  in  Berlin,  Cambon,  zu  dem  früheren
serbischen  Geschäftsträger  Boghitschewitsch:  »Wenn  Deutschland  es  auf  einen  Krieg
ankommen  fassen  will,  so  wird  es  auch  Eingland  gegen  sich  haben.  Die  englische
Flotte  wird  Hamburg  forcieren.  Wir  werden  die  Deurschen  glatt  schlagen.«  —  Von
dieser  Unterredung  nimmt  Boghitschewitsch  die  »Gewißheit«  mit,  daß  der  Krieg,  falls
nicht  schon  früher,  gewiß  bei  der  Begegnung  Poincares  mit  dem  russischen  Kaiser
in  Petersburg  beschlossen  worden  war.  [205]

27.Jjul.  Bekanntgabe  der  englischen  Regierung,  daß  die  Flotte  mobil  zusammenbleibt,  [206]
Die  russische  Kriegsvorbereitungsperiode  nimmt  ihren  Fortgang.  [207]
Frankreich:  Rückbeorderung  sämtlicher  Truppenteile  in  ihre  Standorte.  [208]
Deutsche  Ablehnung  des  Greyschen  Vorschlags  einer  Botschafterkonferenz,  da

ihre  Zusammensetzung  eine  Österreich  ungünstige  Entscheidung  mit  Sicherheit  voraussehen
  fäßt.  [209]

Eintreffen  Kaiser  Wilhelms  in  Potsdam.  Der  Kaiser  setzt  sich  persönlich  ohne
Verzug  für  die  Erhaltung  des  Friedens  ein.  &amp;lt;Telegramme  an  den  Zaren  und  den
König  von  England.  Einwirkung  auf  die  österreichisch-ungarische  Regierung  im
Sinne  einer  Werständigung.}

25.Juli.  11?  vormittags.  Kriegserklärung  Österreich-LIngarns  an  Serbien.  [210]

Telegramm  des  Kaisers  an  den  Zaren  mit  der  dringenden  Bitte,  seine  Bemühungen
zur  Erhaltung  des  Friedens  zu  unterstützen.  [211]

Deutschland  empfiehlt  der  ästerreichisch-ungarischen  Regierung,  Vermittlungsvorschlägen
  gegenüber  nicht  mehr  die  bisherige  Zurückhaltung  zu  zeigen,  [212]

Tefegramm  Sasonows  an  den  russischen  Botschafter  in  Berlin:  »Infolge  der  Kriegserklärung
  Österreichs  gegen  Serbien  wird  die  Kaiserliche  Regierung  morgen  (29,}  die
Mobilmachung  in  den  Militärbezirken  von  Odessa,  Kiew,  Moskau  und  Kasan  anordnen.
  Bitte  die  deutsche  Regierung  davon  zu  verständigen  und  zu  betonen,  daß
Rußland  keinerlei  aggressive  Absichten  gegen  Deutschland  hegt.«  [213]

Der  englische  und  der  französische  Botschafter  in  Petersburg  suchen  die  Politik
der  russischen  Regierung  dahin  zu  beeinflussen,  daß  die  Schuld  am  Kriege  auf
Deutschland  geschoben  werden  könne,  Dies  sei  das  einzige  Mittel,  die  öffentliche
Meinung  Englands  für  einen  Krieg  geneigt  zu  machen,  [214]

Der  Chef  des  zweiten  Bureaus  des  französischen  Generalstabes  berichret,  daß
die  deutschen  Vorbereitungen  lange  nicht  so  weit  vorgeschritten  seien  wie  die  französischen.
  [215]

62
        <pb n="63" />
        29.  Jul.  7°  morgens.  Auslaufen  der  1.  englischen  Flotte  nach  Scapa  Flow.  Fahrt  um
die  Ostküste  (statt,  wie  vorgesehen,  um  die  Westküste),  »weil  Aussicht  auf  einen
Zusammenstoß  mit  der  in  den  norwegischen  Gewässern  versammelten  deutschen  Flotte
bestehe.e  [216]

In  England  ergeht  &amp;gt;  Warnungstelegramms  «warning  telegram&amp;gt;  für  Fleer  und
Flotte.  [217]

Morgens.  Telegramm  des  russischen  Generalstabschefs  an  den  Kommandierenden
des  Milttärbezirks  Warschau:  »Der  :7./30.  Juli  wird  bekanntgegeben  als  erster  Tag
unserer  allgemeinen  Mobilmachung«,  [218]

Äußerung  Greys  zu  Lichnowsky;  Solange  der  Konflikt  sich  auf  Österreich  und
Rußland  beschränke,  könne  die  britische  Regierung  abseits  stehen.  Würden  aber
Deutschland  und  Frankreich  hineingezogen,  so  sei  die  Lage  sofort  eine  andere  und
die  britische  Regierung  könne  dann  nicht  lange  abseits  stehen.  Von  dieser  Unterredung
  hat  Grey  den  französischen  Botschafter  vorher  in  Kenntnis  gesetzt.  Infolgedessen
  bestand  für  Frankreich  über  Englands  bewaffneten  Beistand  kein  Zweifel.  [219]

6°°  nachmitttags,  Telegramm  des  Kaisers  an  den  Zaren  [220],  mit  dem  Erfolge,
daß  dieser  gegen  11°  abends  telephonisch  Suchomlinow  behehlt,  die  Teilmobilmachung
gegen  Österreich  anzubalten.  Der  Befehl  bleibt  unbeachter,.  [221]

Deutsches  Neutrafitätsangebot  an  England  für  den  Fall  eines  deutsch-französischen
  Krieges  gegen  die  Zusicherung,  daß  Deutschland  keine  Gebietserweiterungen
auf  Kosten  Frankreichs  plane.  [222]

hilfe.  [223]  Wiviani  erneuert  die  Versicherung  der  Unterstützung  Rußlands  durch
Frankreich.  [224]

In  Deutschland  erfolgt  auf  österreichische  Mitteilung  von  der  russischen  Mobilmachung
  in  den  Militärbezirken  Odessa,  Kiew,  Warschau,  Rückberufung  aller  außerhalb
  befindlichen  Truppen  in  ihre  Standorte,  [225]

Generalstabschef  Januschkewitsch  gibt  —  den  vom  Zaren  unterschriebenen  Mobilmachungsbefehl
  in  der  Tasche  —  dem  deutschen  Militärattach€  in  feierlicher  Form
sein  Ehrenwort,  daß  die  Mobilmachung  nirgends  erfolgt  sei.  [226]

Offizielle  Bekanntgabe  der  russischen  Teilmobilmachung  gegen  Österreich-LUIngarn.
{55  Infanterie-,  87,  Kavalleriedivisionen.;  [227]  Im  geheimen  Beginn  der  allgemeinen
russischen  Mobilmachung*”.  «m  Divisionen.)  [228]

*  Suchomlinow  hat  in  dem  gegen  ihn  angestrengten  Hocdverratsprozeß  ausgesagt:  Die
vom  Zaren  befohlene  Einstellung  der  Mobiimachung  sei  geeignet  gewesen,  die  ganze  Mobil
machungsorganisation  in  Unordnung  zu  bringen.  Deshalb  habe  er  —  im  Einverständnis  mit
Januschkewitsch  —  den  Befehl  des  Zaren  nicht  ausgeführt  und  der  Mobilmacung  Ihren  Lauf
gelassen.  Die  (alsbald  als  solche  festgestellte  Palschmeldung  des  »  Berliner  Lokalanzeigers«
über  Erfaf  eines  deutschen  Teilmobilmachungsbefehls  vom  30.  Juli  sei  dann  zum  Anlaß  genommen
  für  die  Erklärung  der  allgemeinen  russischen  Mobilmachung.  [229]

“",  Nach  Aussagen  im  Sucomfinow-Prozeß  war  am  29.  die  allgemeine  Mobil.
machung  in  Rufland  bereits  im  Oange  und  blieb  im  Gange  trotz  des  Gegenbefehls  des
Zaren,

63
        <pb n="64" />
        30.  Jnli.

31.  Juli,

Die  deutsche  Regierung  empfehlt  der  österreichischen  nochmals  dringend,  auf
den  englischen  Vermittlungsvorschlag  einzugehen:  »Die  Verweigerung  jedes  Meinungsaustausches
  mit  Petersburg  würde  ein  schwerer  Fehler  sein.  Wir  sind  zwar  bereit,
unsere  Bündnispflicht  zu  erfüllen,  müssen  es  aber  ablehnen,  uns  von  Wien  leicht«
fertig  und  ohne  Beachtung  unserer  Ratschläge  in  einen  Weltbrand  hineinziehen  zu
lassen.«  [230]

1%  nachmittags.  Telegramm  des  Zaren  an  den  Kaiser:  Der  Zar  dankt  für  die
Vermittelungsversuche  des  Kaisers,  räumt  ein,  daß  die  militärischen  Maßnahmen,  die
jerzt  in  Kraft  getreten  sind,  vor  5  Tagen  als  Verteidigungsmaßnahme  gegen  Österreich
  getroffen  seien,  und  kündigt  die  Entsendung  seines  Generals  A  la  suite  Tatischtschew
  mit  Instruktionen  an.  [231]  Weder  Tatischtschew  noch  ein  Schreiben  sind
je  angekommen,  [232]

3%  nachmittags,  Telegramm  des  Kaisers  an  den  Zaren:  Hinweis  auf  die  ernste
Gefahr,  die  die  russische  Mobilmachung  darstelle.  »Wenn  ....  Rußland  gegen
Deutschland  mobil  macht,  so  wird  meine  Vermittlerrolle,  mit  der  Du  mich  gütigerweise
betraut  hast,  und  die  ich  auf  Deine  ausdrückliche  Bitte  übernommen  habe,  gefährdet,
wern  nicht  unmöglich  gemacht  werden,  Das  ganze  Gewicht  der  Entscheidung  ruht
jetzt  ausschließlich  auf  Deinen  Schultern,  sie  haben  die  Verantwortung  für  Krieg  oder
Frieden  zu  tragen«.  [233]

Der  deutsche  Botschafter  in  Petersburg  fegt  im  Auftrage  der  deutschen  Regierung
die  Schritte  dar,  die  zur  Erhaltung  des  Friedens  deutscherseits  in  Wien  unternommen
sind,  und  weist  nach,  daß  die  russischen  Maßnahmen  zum  Kriege  führen  müssen.
Sasonow  antwortet:  Bine  andere  Politik  könne  er  nicht  treiben,  ohne  das  Leben
des  Zaren  zu  gefährden,  Er  fordert  Entscheidung  der  serbischen  Frage  durch  die
Öroßmächte  und  Abändertmg  der  im  ästerreichischen  LUlltimatum  gestellten  Forderungen.
  [234]  England  tritt  der  russischen  Auffassung  grundsätzlich  bei.

Frankreich:  Befehl  zur  Aufstellung  des  Grenzschutzes  &amp;lt;ordre  de  depart  en
couverture},  wonach  11  Infanterie»  und  3  Kavalleriedivisionen  ohne  weiteres  mobil
werden,  [235]

In  Rußland  6°  nachmittags  ofbzielle  Ausdehnung  der  Mobilmachung  auf  das  ganze
Reich.  [236]  (Damit  werden  alle  Versuche  zu  friedlicher  Werständigung  vernichtet
und  die  vom  Zaren  erbetene  Vermittlung  des  Deutschen  Kaisers  zur  Aussichtslosigkeit
verurteilt.}

Zwischen  3*  und  9°  vormittags  wird  der  Gesamtmobilmachungsbefehl  in  Petersburg
  angeschlagen.

Der  italienische  Ministerrat  faßt  den  Beschluß,  daß  in  dem  bevorstehenden  Kriege
der  Bündnisfall  auf  Grund  des  Dreibundvertrages  nicht  gegeben  sein  würde,  Italien
würde  neutral  bleiben.  [2371]*

“+  Mr.  Tyreil,  Privatsekretär  von  Sir  Edward  Orey,  hatte  bereits  am  zg.  Juli  zum  Fürsten
Lidınowsky  gesagt,  er  wisse,  daß  Iralien  sich  an  einem  wegen  Serbiens  ausbrechenden  Kriege
(auf  Seiten  des  Dreibundes&amp;gt;  nicht  beteiligen  werde.  [238]
        <pb n="65" />
        aoch  31.  Jul)

1.  August.

2%%  nachmittags:  Ein  weiteres  Telegramm  des  Kaisers  an  den  Zaren:  Hinweis  auf  die
alte  traditionelle  deutschsrussische  Freundschaft,  eindringliche  Warnung  vor  den  ver“
hängnisvollen  Folgen  der  russischen  Kriegspolitik.  [230]  Das  Telegramm  kreuzt  sich
mit  einem  Telegramm  des  Zaren  an  den  Kaiser;  Die  Einstellung  der  militärischen
Vorbereitungen  sei  technisch  unmöglich.  Er  gebe  aber  sein  Wort  darauf,  daß  seine
Truppen,  solange  die  Verhandlungen  andawerten,  keine  herausfordernde  Handlung
begehen  würden.  [240]

Graf  Pourstal&amp;amp;s  versucht  vergeblich,  den  Zaren  zu  bewegen,  die  Mobilmachung
rückgängig  zu  machen,  Der  russische  Flausminister  Graf  Fredericks  sagt  Pourtales,
daß  Suchomlinsw  und  Maklakow  die  Mobilmachungsorder  durchgesetzt  hätten,  weil
die  innere  Lage  Rußlands  auf  eine  Entscheidung  dränge,  [241]

Österreich-IIngarn  ı2°°  nachmittags:  Allgemeine  Mobilmachung.  [242]

Deutschland  ı*  nachmittags:  Erklärung  des  Zustandes  drohender  Kriegsgefahr.

3°°  nachmittags:  Telegramm  des  Reichskanzfers  an  den  Botschafter  in  Petersburg:
Deutschland  sei  durch  die  russische  Mobilmachung  gezwungen  worden,  zur  Sicherung
des  Reiches  die  »drohende  Kriegsgefahr«  auszusprechen,  Die  Mobilmachung  müsse
folgen,  falls  Rußland  nicht  binnen  zwölf  Stunden  die  Kriegsmaßnahmen  gegen
Deutschland  und  Österreich  einstelfe.  Dieses  Telegramm  wurde  um  Mitternacht
Sasonow  vorgelegt.  [243]

Die  deutsche  Regierung  stellt  7?  abends  in  Paris  die  Frage,  ob  Frankreich  in
einem  deutsch-russischen  Kriege  neutral  bleiben  werde,  [244]  Der  französische  Minister
des  Auswärtigen  gibt  bei  der  Ulnterredung  mit  dem  deutschen  Botschafter  vor,  »über
eine  angebliche  Gesamtmobilmachung  der  russischen  Armee  in  keiner  Weise  unterrichtet
  zu  sein«  [245],  obwohl  er  am  Morgen  ein  Telegramm  Pal&amp;amp;ologue's  mit  Mel«
dung  über  die  russische  Gesamtmobilmachung  erhalten  hatte,  [246]

Ermordung  des  kriegsfeindlichen  französischen  Sozialistenführers  Jaures  in  Paris.

Grey  teilt  Cambon  mit,  daß  er  eine  Verletzung  der  belgischen  Neutralität  nicht
dulden  und  jede  Demonstration  der  deutschen  Flotte  an  der  französischen  Küste
verhindern  werde.  [247]

Auf  die  Anfrage  des  deutschen  Botschafters,  ob,  wenn  Deutschland  verspreche,
Belgiens  Neutralität  nicht  zu  verletzen,  England  sich  verpflichte,  neutral  zu  bleiben,
gibt  Grey  ausweichende  Antwort,  Die  weitere  Frage,  welche  Garantien  England
für  seine  Neutralität  fordere,  sowie  das  Angebot  der  Integrität  Frankreichs  und
seiner  Kolonien,  erfuhren  die  gleiche  Ablehnung  mit  der  Begründung:  »England
müsse  sich  die  Hände  freihalten«,  [248]

i°  nachmittags;  Antwort  der  französischen  Regierung  auf  die  deutsche  Anfrage
vom  vorigen  Abend:  »Frankreich  werde  tun,  was  seine  Interessen  ihm  geböten«.
  [249]

4°”  nachmittags:  Eingang  eines  Telegramms  Lichnowskys  im  Auswärtigen  Amt:
Grey  habe  gefragt,  ob  Deutschland  sich-verpflichten  würde,  in  einem  deutsch«
russischen  Kriege  Frankreich  nicht  anzugreifen,  falls  es  neutral  bliebe.  [250]
        <pb n="66" />
        (nohl.Aug?  Deutschland  erklärte  sich  sofort  bereit  unter  der  Bedingung,  daß  England  die
Garantie  für  die  französische  Neutralität  übernehme,  [251]  Aus  diesem  Grunde  erteilte
  der  Kaiser  den  Befehl,  die  für  den  «.  Mobilmachungstag  (2.  August)  in  Aus
sicht  genommene  Besetzung  Luxemburgs  zu  unterlassen.  [252]  Noch  am  Abend  aber
wurde  englischerseits,  durch  den  König  und  durch  die  Regierung,  die  ganze  Anfrage
als  Mißiverständnis  erklärt.  [253]  Die  durch  den  Mobilmachungsbefehl  eingeleiteten
pfanmäßigen  Maßnahmen  nahmen  daher  ihren  Fortgang.

4*°  nachmittags:  Allgemeine  Mobilmachung  in  Frankreich.  [25#]

3°  nachmittags:  Mobilmachung  des  deutschen  Heeres.  [255]

Da  Rußland  das  deutsche  Ultimatum  unbeantwortet  läßt,  erfolgt  6°  abends  die
Kriegserklärung  an  Rußland,  [256]

10”  abends:  Telegramm  des  Kaisers  an  den  Zaren:  letzte  dringende  Mahnung,
den  Frieden  zu  erhalten.  [257]

2.  Auguste  29  vormittags:  Offizieller  Mobilmachungsbefehl  für  die  englische  Flotte  [258]
17!1/s  Stunden  vor  Übergabe  des  deutschen  Wiltimatums  in  Brüssel),

England  übernimmt  in  bindender  Form  den  Schutz  der  französischen  Küsten  und
der  französischen  Schiffahrt  gegen  die  deutsche  Flotte.  [259]

8°  abends;  Da  über  die  französischebeigischen  Abmachungen  für  den  Mobilmachungsfall
  kein  Zweifel  bestand,  richtet  Deutschland  ein  Ultimatum  an  Belgien,
den  Durchmarsch  deutscher  Truppen  zu  gestatten.  [260]

Zahlreiche  französische  Grenzverletzungen,  [261]

3.  August.   Neutralitätsbeschluß  der  rumänischen  Regierung.  König  Karol  hatte  sich  im
Kronrat  warm  für  Erfüllung  des  Bündnisses  mit  Deutschland  und  Österreich-LIngarn
eingeserzt,  [282]

Deutsche  Erklärung,  daß  Bedrohung  der  Nordküste  Frankreichs  nicht  erfolgen
werde,  solange  England  neutral  bleibe.  [263]

12°  mittags:  Mobilmachung  des  englischen  Landheeres  (Expeditionskorps.  [264]

6°  nachmittags:  Kriegserklärung  Deutschlands  an  Frankreich,  [265]

Der  Flügeladjurant  v.  Kleist,  vom  Kaiser  zum  König  von  Italien  entsandt,  um
diesen  an  die  Erfüllung  der  aus  dem  Bündnisvertrage  Italien  erwachsenen  Päichten
zu  erinnern,  meldet  die  Antwort  des  Königs;  Er  persönlich  sei  mit  ganzem  Herzen
bei  Deutschland,  Zusammengehen  mit  Österreich  würde  aber  im  Lande  Entrüstungssturm
  entfesseln.  Einen  Aufstand  könne  die  Regierung  nicht  riskieren.  [266]

Nachts;  Einmarsch  deutscher  Truppen  in  Belgien.

4.  Auguste   Kriegstagung  des  deutschen  Reichstages,  Thronrede  des  Kaisers:  »Ich  kenne
keine  Parteierı  mehr,  ich  kenne  nur  noch  Deutsche.«

Bis  Mitternacht  befristetes  englisches  Ultimatum  an  Deutschland:  Zurückziehung
der  deutschen  Forderungen  an  Belgien  und  Beobachtung  der  belgischen  Neutralität,
Die  Ablehoung  dieses  Ansinnens  bedeutet  die  englische  Kriegserklärung.  [287]
        <pb n="67" />
        Quellennachweis.
Abkürzungen.

Beig.  Aktenst.  =  Beigische  Aktenstücke  1905/14.  Berichte  der  belgischen  Vertreter  in
Berlin,  London  und  Paris  an  den  Minister  des  Äußeren  in  Brüssel.  Heranspepeben
  vom  Auswärtigen  Amt,  Berlin,  1915.

Bashitschewitsch  =  M.  Boghitschewütsch,  Kriegsursachen.  Zürich  1919.

Corbett  —  Julian  S.  Corbett,  History  of  the  Great  War,  based  on  Offleial  Documents:
By  Direction  of  the  Hisiorical  Section  of  the  Commiltee  of  Imperial  Defence.
Fol.  I,  London  1920,

Deutsche  Dokumente  =  Die  deutschen  Dokumente  zum  Kriegsausbruch,  herausgegeben
von  Kautsky,  Graf  Montgelas  und  Schücking.  4  Bde,  Charloitenburg  1919,
Gooß  —=  R.  Goof,  Das  Wiener  Kabinett  und  die  Entstehung  des  Weltkrieges.  Wien  1919.
Pribram  =  Die  politischen  Gekeimverträge  Österreich-  Ungarns  1879  —  1914,  heransgegeben

  und  bearbeitet  von  A,  F.  Pribram,  Bd.  I,  Wien-Leipzig  1920.

Schwertfeger  —=  Zur  europälschen  Politik  1897—1914.  Unveröffentlichte  Dokumente.
In  amtlichen  Auftrage  herausgegeben  unter  Leitung  von  Bemhard  Schwertfeger.
5  Bde,  Berlin  1919,

Siebert  =  Diplomatische  Aktenstücke  zur  Geschichte  der  Ententepolitik  der  Vorkriegs-Jahre.
  Herausgegeben  von  B.  von  Siebert,  ehem.  Sekretär  der  russ.  Botschaft  in
London,  Berlin-Leipzig  1921.

Welßbuch  =  Dentschland  schuldig?  Deutsches  Weifßbuch  über  die  Verantwortlichkeit
der  Urheber  des  Krieges.  Berlin  1919.

Untersuchungsausschuß  —  Zur  Vorgeschichte  des  Weltkrieges,  Heft  2:  Militärische
Rüstungen  und  Mobilmachungen.  Beilage  zu  den  Stenogr.  Berichten  über  die
öffentlichen  Verhandlungen  des  Untersuchungsausschusses  (I,  Unterausschuß),
Berlin  1921.

1)  Schwertfeger  V,  5.  36.
2}  Pribram  8.  6.
3)  Schwertfeger  VW,  5.3  #,
4)  Pribram  $.  ı:.
5)  Pribram  5.  18.
6}  Pribram  S.  24.
7}  Pribram  S.  zo.
8)  Pribram  5.35.
DB)  Note  Granvilles  an  Waddington.  Vgl.  John  B.  Moore,  A  Digest  of  International  Law,
VII,  Washington  1906,  5.  682.
10)  Schreiben  des  amerikanischen  Botschafters  Kasson  in  Berlin  vom  23,  April  1885  an  den
amerikanischen  Staatssekretär  Bayard,  Vgl.  Moore  a.  a,  OÖ.  5.  681.

gr  67
        <pb n="68" />
        11}  Pribram  S.  42.

12)  Pribram  9.  305.

13)  Vgl.  den  Aufsatz  von  Professor  Felix  Rachfahl,  Der  Rückversicherungsvertrag,  der
Balkandreibund  und  das  angebliche  Bündnisangebot  Bismarcks  an  England  vom  Jahre
1887,  Weltwirtshaftlihes  Ardiv  Juni  1920.

14)  Pribram  5.  36.

15)  Pribram  8.37  #.

16}  Charles  Diike  in  der  »  Portnightiy  Reviewe  vom  Juni  1887.  Sir  Charles  war  vorher  in
der  liberalen  Regierung  unter  Gladstone  Unterstaatssekretär  im  Auswärtigen  Amt  gewesen.
  Selne  Äußerung  lautet:  »  Verträge  laufen  ohne  Zweifel  mit  der  Zeit  ab,  Der
Vertrag  von  1835  über  Belgien  ist  schließlich  viel  älter  als  der  Vertrag  von  ı855  über
Schweden.  Frankreih  und  England  würden  es  heute  für  einen  Wahnsinz  halten,  die
Integrität  Schwedens  gegen  Rußland  zu  wahren,  und  ähnlich  denkt  England  ganz  offenbar
  jetzt  bezüglich  Belgiens.  *

17)  Pribram  3.  zıff,

18)  Pribram  5,  30  ff.

16)  Schwertfeger  V,  3.  468.

20)  Schwertfeger  V,  S.  51.

21)  Vgl.J.v.  Eckardt,  Bismarcks  Kampf  gegen  Caprivi,  Leipzig  1920.  $,  44ff.,  Gesandtera.D,
Raschdau,  Der  deutscherussische  Rückversicherungsvertrag.  renzboten  ıgz1,  Heft  4/5.

22)  Die  Memoiren  Francesco  Crispis,  deutsch  von  W,  Wichmann,  Berlin  1912,  $.  454  f.
Vgl.  aud  5.  W.  Blunt,  My  Diaries,  z.  Teil.

23)  Schwertfeger  V,  5.  88.

24)  Pribram  $.  64.

25)  Schwertfeger  V,  5,  286.

26)  Schwertfeger  V,  5,  302/01.

27)  Pribram  5.  69.

28)  L’Alltance  Pranco-Russe.  Troisitme  [ivre  jaune  frangais  1918,  Nr.  71.

20)  Ebenda.

30)  Schwertfeger  V,  5.  315.

31)  L’Alllance  Franco-Russe,  Nr.  gi,  92.

32)  Vgl,  dazu  den  Aufsatz  von  R.  Fester,  Das  angeblihe  Bündnisangebot  Englands  von
1895,  Orenzboten  1921  S.  ı7ı  E.

33)  Zitiert  z.B.  bei  H.  F.  Helmolt,  Ein  Viertefjahrhundert  Weltgeschichte  13941919,
Charlottenburg  1919,  $.  20,

34)  Pribram  S.  73.

35)  Pribram  $.  229  8.

39}  Vgl,  Deutsche  Revue,  September  1908,  $.  260.

37)  Pribram  5.  78.

38)  Roland  G.  Usher,  Pangermanisme,  London  1913,  Kapltel  :o,  S.  139ff.;  The  Problem  of
Japan,  Amsterdam  19:3,  $.  ug  f.,  bes.  S.134,  W,  5,  Blunt;  My  Diartes,  2.  Teil.  —  Ein
ähnliches  »Gentleman’s  agreement«,  das  im  Jahre  1913  zwischen  Wilson  und  England  mit
Bezug  auf  den  kommenden  Weltkrieg  getroffen  sei,  wird  in  einem  vom  Gesandten  a.  D.
v,  Kemnitz  im  November  1921  gehaltenen  Vortrage  erwähnt,  Danach  hätte  Amerika
England  wohlwollende  Neutralität  und  reichlidhe  Versorgung  mit  Waffen  und  Munition
zugesichert,  (Iägl.  Rundschau  Nr.  szy/a1.}
        <pb n="69" />
        30)  Vgl.  den  Aufsatz  von  F.  Salomen,  Die  englisch  -  deutschen  Bündnisverhandlungen  von
1898  —  1901  im  weltpolitishen  Zusammenhang.  Örenzboten  1920,  5.  200  ff.

40)  Im  Jahre  1902  anläßlich  der  englischen  Verleumdungen  vgl.  Tabelle  1902}  veröffentlichte
die  deutsche  Regierung  das  hierauf  bezügliche  Marerial.  Vgl.  Staatsardiv  Bd,  66,  auch
Schultheß”  Europ.  Geschichtskalender  :902,  $.  38.

41)  H,  Friedjung,  Das  Zeitalter  des  Imperialismus,  Berlin  1919,  S.  277-42)

  Vgl,  den  unter  Anmerkung  39  genannten  Aufsatz  von  F,  Salomon,

43)  Vgl.2.B.O.Hammann,  Der  mißverstandene  Bismarck,  Berlin  1921,  8.73,  sowie  R.  Kjellen,
Die  Koalitionspolitik  im  Zeitalter  1371  —  1914,  in  Schmollers  Jahrbuch  1gzı,  8.  124.

44)  Pribram  S.  214,  Anm.  175.

45)  Fribram  9.  84.

46}  John  B.  Moore,  A  Digest  of  International  Law;  VII,  Washington  1906,  5,  685.

47)  Schwertfeger  I,  8.  68.

48)  Vgl.  darüber  Näheres  bei  J.  Hashagen,  Tlmrisse  der  Weltpolitik,  Bd.  I,  Leipzig  1918,
8.  11,  sowie  OÖ.  Hammann,  Zur  Vorgeschichte  des  Weltkrieges,  Berlin  1918,  5.  126  ff.

40)  Vgl.  den  unter  Anmerkung  39  genannten  Aufsatz  von  F,  Salomon.

50)  Hammann,  Der  mißverstandene  Bismard,  S.  74;  Kijellen  a.  a.  ©.  $.  126.

51}  K,  Helferich,  Die  deutsche  Türkenpolitik,  Berlin  192:,  S;  16,

52)  Vgl.  Schultheß’  Europ.  Geschichtskalender  1901,  5.  zzı.

53}  Vgl.  Anmerkung  go  und  Schwertfeger  I,  5.  08/00.

54)  Schwertfeger  1,  5.  100.

55)  Pribram  5.  35.

56)  Pribram  5.  oz.

57)  Val,  den  Briefwechsel  Delcasse-Barröre-Prinetti  in  dem  französischen  Gelbbuch  vom
Dezember  1gıg,  s.  au  Öskar  Müller,  Der  italienishe  Rücversicherungsvertrag  In:
Deutsche  Politik  vom  16,  Januar  1920.

58)  Staatsarchiv  Bd,  69,  Nr.  13066.

59)  Dokumente  aus  den  russischen  Geheimardiven.  Berlin,  Weibbucd  des  Auswärtigen
Antes,  9.  ız.

60)  Briefe  Wilhelms  II.  an  den  Zaren  1894  —  1914,  herausgegeben  von  Walter  Goetz,  Berlin
1920,  Briefe  Nr.  39  und  go.

61)  Vgl.  Kjellen,  Die  Koalittonspolitik  im  Zeitalter  «871-1914,  in  Schmolfers  JTahrbuc  ı9z:,
5.143,  s.  auch  Dokumente  ans  den  rusa.  Cieheimarchiven,  8.  345,  Nr.  z5.

62)  Pribram  5,  93,

63)  John  B.  Moore,  A  Digest  of  International  Law,  VII,  Washington  1906,  5.  17.

64)  Schwerifeger  II,  5.  0/71.

65)  Graf  Max  Montgelas,  Zur  Schuldfrage,  Berlin  1921,  S.  3.

86}  Nauticus,  Jahrbuch  für  Deutschlands  Seeinteressen,  Berlin,  Jahrgang  1914,  S.  534435.

67)  Der  Wortlaut  des  Übereinkommens  ist  abgedruckt  in  den  Dokumenten  aus  den  russ.
Gekeimardhiven,  5.  20.

68)  Vgl.  z.B.  H.  Friedjung,  Das  Zeitalter  des  Imperialismus,  Berlin  1919,  S.  459/60,

69)  Briefe  Wilhelms  Il.  an  den  Zaren,  Nr.  47.

70)  Belg.  Aktenst.  Nr.  ı7.
        <pb n="70" />
        71)  Vel.  den  Bericht  des  Generals  Ducarne  an  den  belgischen  Kriegsminister  vom  ıc0.  April
1906,  der  im  belgischen  Kriegsministerium  in  einem  Umsdilage  mit  der  von  Ducarne
eigenhändig  geschriebenen  Aufschrift:  »  Conventions  Anglo-Belges«  aufbewahrt  wurde.
Br  findet  sich  abgedruckt  und  faksimiliert  in  den  Aktenstücken  zum  Kriegsausbruc,
herausgegeben  vom  Auswärtigen  Amt,  Berlin,  5.  6ıff.

72}  Lord  Loreburn,  How  the  war  came,  London  19:9,  Kapitel  4.

73)  Belg.  Aktenst.  Nr.  ı5.

74)  Bericht  vom  6.  März  ıg06.  Schwertfeger  Il,  5.  105/06,  Belg.  Aktenst.  Nr.  16.

75)  Schwertfeger  Il,  S.  ı1o.

70}  Schwertfeger  Il,  5.  ıt6/ı7.

77)  Graf  Max  Montgelas,  Zur  Schuldfrage,  Berlin  ı92ı,  5.  15.

78)  Dokumente  aus  den  russ.  Geheimardiven,  5.  26.

79}  K,  Heifferih,  Die  deutsche  Türkenpolitik,  Berlin  19zı,  5.  19.

80)  Pribram  5.  259,

81)  Belg.  Äktenst,  Nr,  20.

82}  Beig.  Aktenst.  Nr.  zo.

83)  Dokumente  aus  den  russ.  Geheimardiven,  8.  zı  ff.

84)  Vgl.  die  Darstellung  bei  Kjelten,  Die  Koalitionspolitik  Im  Zeitalter  1871-1914  in
Schmollers  Jahrbuch  1921,  8.  160  ff.

85)  Schwertfeger  III,  5.  99:

86)  Belg.  Aktenst.  Nr.  ».

87)  Lord  Fisher,  Memories,  London  ı919,  S.  4.

88)  Siebert  $.  777—-  79.

89}  Siebert  S.  sız,  677.

90)  Vgl.  die  Aufzeichnungen  des  früheren  Wiener  Berichterstatters  der  Times,  Mr,  Steed,
veröffentlicht  in  den  Times  Dezember  1920.

91)  Boghitshewitsch  5.  162.

82,  Boghitschewitsch  5.  140.

93,  Vgl,  dazu  audcı  Siebert  $,  726.

94)  Aufsatz  Pokrowskis  in  der  Prawda  vom  23.  Februar  1919.  Äbgedrukt  im  Weißbuh
5,  188  fi.

05)  Belg.  Aktenst.  Nr.  54.

96)  Siebert  5.  450.

97%  Bericht  Kosutitschs,  Weißbuc  $.  ı::.

98};  Bericht  Kosutisscs,  Weißbuch  5.  y/ı1g.

99;  Siebert  5.  114.

1007  Weilbuch  5.  193  ff.

t01)  Boghitschewitsch  S.  117.

102)  Vgl.  Schultheß,  Europ.  Gescdicdtskalender  ıgı1,  5.  42.

103)  Siebert  S,  417,  419.

104)  Siebert  5.  4458.  Die  Bereitschaft  des  englischen  Kabinerts  zum  Kriege  bezeugen  auch
die  Auslassungen  des  Hauptmanns  Faber  im  Daily  Telegrapı  November  ı9u1.

105}  Belg.  Äktenst.  Nr.  67.

106)  Belg.  Aktenst.  Nr.  73.

70
        <pb n="71" />
        107)  Belg.  Aktenst.  Nr.  85.

108)  Wel.  Europäische  Staats»  nd  Wirtschaftszeitung  ı919,  Nr.  z8/2g.

109}  Lord  Fisher,  Memories,  London  1919,  5.  190.

110)  Wel.  Bethmann  Hollweg,  Betrachtungen  zum  Weltkriege,  I.  Teil,  Berlin  :919,  5.  48  ff,
bes.  $,  56,  sowie  Ä.  von  Tirpitz,  Erinnerungen,  Leipzig  1920,  5.  135  fi.

111)  Siebert  5.  468/69.

112)  Siebert  8.  738.

113)  Aktenstücke  zum  Kriegsausbruh,  herausgegeben  vom  Auswärtigen  Amt  Berlin,
9.67  72.

114)  Belg,  Aktenst.  Nr.  02.

115)  Bericht  der  Historiker  E.  Bourgeois  und  G,  Pag2s  über  die  Schuldfrage,  dem  französischen
Senat  im  Oktober  1919  erstattet;  zitiert  von  F.  Thimme,  Preuß.  Jahrb.  April  1921,  8.  64.

{18}  R.  Hoeniger,  Rußlands  Vorbereitung  zum  Weltkrieg,  Berlin  1919,  8,  5.

117)  Vgl.  Kjellen,  Die  Koslitionspolitik  im  Zeitalter  1371-1914  in  Schmolfers  Jahrbucdı  1914,
5.169.  Siehe  auch  bezügl,  der  Geheimhaltung  Weißbuc  5.  96.

118)  Boghitschewitsc  5.  16.

119)  Vgl.  Weißbuc  5.  96.

120}  Weißbuc  5.  140.

123  Weißbuch  5.  141,  145.

122)  Bewiesen  durd  den  Bericht  der  Humanit€  über  das  Gespräh  Clemenceaus  mit  Poincare
im  Frühjahr  1915  und  durch  de  Godarts  Artikel  im  Courrier  Europeen  vom  77,  Juli  1914,
beide  zitiert  bei  Morel,  Truth  and  the  war,  5.  189.

123)  Welßbuc  3.  140,

t24)  Siebert  5.  477.

125)  Pribram  5.  26%  f.

126)  Aufsatz  Pokrowskis  in  der  Prawda  vom  zı,.  Februar  1919,  abgedruckt  im  Weißbuc
5.188  ff

127)  Siebert  S.  538.

128)  Englisches  Blaubud  19:4  Nr.  105.

129)  Weißbuc  $,  193.

130)  Weißbuch  $.  141.

131}  Weißbuch  5.  149/50.

132)  Rußlands  Mobilmadhung  für  den  Weltkrieg.  Neue  Urkunden  zur  Geschichte  des  Welıkrieges,
  Berlin  1919,  Änl,.  5,

133}  Weißbud  5.  125.

134)  Boghitschewitsch  5.  128.

135)  Pribram  5.  107.

136)  Schwertfeger  IV,  S.  zo.

137)  Dokumente  aus  den  russishen  Geheimarciven  5,  38.

138}  Belg.  Aktenst.  Nr.  97/00.

139)  Weißbuc  8.  157.

140)  Rußlands  Mobilmacung  für  den  Weltkrieg,  Berlin  19:9,  Anl,  z.

141)  Weißbuc  $.  ız7.

142)  Weißbuch  S,  128/29.

1
        <pb n="72" />
        143)  Welßbuch  S.  99.

144)  Pribram  S,  108.

145)  Geheimbericht  Sasonows  vom  24.  Oktober  1913  an  Zar  Nikolaus  Il,,  veröffentlicht  von
M.  Wasstljew  in  der  Istwestija  vom  15.  August  1919.

146)  Aufzeichnungen  des  Freiherrn  H.  v.  Rosen,  früheren  Mitglieds  des  russischen  Reichsrats.
Vgl.  Kriegschronik  (Verlag  von  Berg),  Juli  1913,  5.  35.

147)  Welßbuch  5.  10.

148)  Boghitschewitsch  S.  65.

149)  Untersuchungsausschud  5.  95:

150)  Ebenda  8.  152,  sowie  H,  von  Kuhl,  Der  deutsche  Generalstab  in  Vorbereitung  und
Durchführung  des  Weltkrieges,  Berlin  1920,  S.  105.

151)  Graf  Max  Montgelas,  Zur  Schuldfrage,  Berlin  1921,  $.  14.

152}  Untersuchungsausshuß  5.  42.

153)  Beig.  Akrenst.  Nr.  us,  Schwertfeger  IV,  5,  z04.

154)  Vgl.  dazu  auch  Dr.  Forkel,  Geschichtlihe  Beweisstücke  für  Englands  Schuld  am  Krieg,
Hamburg,  H.  ©.  Persihl,  1921,  5.  19.

155)  Nowoje  Zweno  vom  23.  März  1914.

156)  Siebert  S,  806  Hl.

157)  Telegramm  des  russischen  Botschafters  in  London  vom  zs.  Juni  1914  an  den  russischen
Außenminister,  Siebert  5.  627;

158)  Aussage  des  ehemaligen  deutschen  Botschafters  von  Schön,  vgl.  Berliner  Lokalanzelger
Nr.  646  vom  zı.  Dezember  i913.

159)  Belg.  Aktenst.  Nr.  110,  Schwertfeger  IV,  S.  174-160)

  Sabini,  Le  fond  d'une  querelfe.  Auszug  veröffentlicht  im  Resto  del  Carfino,  4.  Oktober
1921.  (Vgl.  Kölnische  Zeitung  1921,  Nr.  694.}

161)  Belg.  Aktenst.  Nr,  115.

162)  R.  Hoeniger,  Ruflands  Vorbereltung  zum  Weltkrieg,  Berlin  1919,  5.  43.

163)  Boghitschewitsch  5.  170  #.

184}  Bericht  Kapitäns  z.  5.  v.  Koorr  vom  April  1914,  abgedruckt  im  Deutschen  Öfhiziersblart
Nr.  36/20  vom  ıı.  November  1920,

165)  Schwertfeger  IV,  S.  205.

169)  Welübuch  S,  169  f.

167)  Abgedruckt  Weißhuch  5.  182,

168)  Vgl.  Hamburger  Correspondent  vom  zo.  Februar  1921.

169)  Schwertfeger  IV,  5.  189.

170)  Untersuchungsausschuß  S.  104/105.

171}  Weißbuh  5.  186  ff.

172)  Deutshe  Dokumente  Nr.  ı;.

173)  Vgl.  das  Telegramm  des  Reichskanzlers  an  den  deurschen  Botschafter  in  Wien  vom
6.  Juli  19:4  —  Deutsche  Dokumente  Nr,  13.

174)  Über  die  Propaganda-Legende  von  dem  sogenannten  »Potsdamer  Kronrat«,  der  an
diesem  Tage  stattgefunden  habe  und  in  dem  der  Weltkrieg  beschlossen  sein  soll,  vgl.
die  Feststellungen  im  Weibbuch  8.  57—  55,  sowie  Deutsche  Dokumente  L,  Vorbemerkungen
  5.  XII  XVT.

72
        <pb n="73" />
        175)  Gooß  S.  soff,

176)  Gooß  S.  70,  Ss  ff.

177)  Corbett  $.  zz.

178)  Engl.  Blaubucd  Nr.  161.

178)  M.  Pal&amp;amp;ologue,  La  Russie  des  Tsars  pendant  la  grande  guerre.  Revue  des  Deux
Mondes  ı192:,  5.  z24z.

180)  Goof  S,  102  ff.

181)  Telegramme  des  Reichskanzlers  an  die  deutschen  Botschafter  in  Petersburg,  Parls  und
London,  Deutsche  Dokumente  Nr.  100,

182)  Blaubucd  Nr,  6,

183)  Eibenda.

184)  Nowoje  Wremja  vom  10,/23.  Dezember  1914,  Norddeutshe  Allgemeine  Zeitung  vom
5,  Januar  ı9t5.

185)  Blaubuch  Ne.  6.

188)  Schreiben  des  Adjutanten  eines  Großfürsten  vom  25.  Juli  1914,  in:  Aktenstüde  zum
Kriegsausbruch  1915,  S.  57  und  Telegramm  des  deutschen  Botschafters  in  Petersburg
vorn  25.  Juli  1914  an  den  Reichskanzler,  Deutsche  Dokumente  Nr.  205.

187)  Deutsche  Dokumente  Nr.  zgı.

188)  Französisches  Gelbbuc  Nr.  50.

189)  Blaubuc  Nr.  ı7.

190)  GooB  $.  167.

191}  Blaubuch  Nr.  z4.

192)  Corhett  S.  27.

193)  Gooß  S.  155  ff.  Text  der  Note  im  Rotbuch  Nr.  25.

194)  Untersucungsausshuß  S.  19  ff.,  154.

195)  Untersuchungsausschuß  5,  10.

196)  E.  Sauerbeck,  Der  Kriegsausbruc,  Stuttgart-Berlin  1919,  $.  486/87.

187}  Untersuchungsausshuf  $.  24.

199)  Ehenda  $.  10,  1535.

199)  Telegramm  des  deutschen  Botschafters  in  Petersburg  vom  z7.  Juli  ıg14  an  das  Aus
wärtige  Amt.  Deutsche  Dokumente  Nr.  242.

200)  Deutshe  Dokumente  Nr.  zıg.

201}  Deutsche  Dokumente  Nr.  199,  vgl,  audı  B.  W.  von  Bülow,  Die  Grundlinien  der  diplomatischen
  Verhandlungen  bei  Kriegsausbruc,  Charlottenburg  1920,  S.  102,  und  Blau»
buh  Nr.  36.

202)  Corbett  9.  24.

203)  Weiäbucd  S,  zı.

204)  Untersuchungsausschuß  $,  10.

205)  Boghitschewitsch  $.  96.

206)  Gelbbuch  Nr.  66,  Blaubuch  Nr.  47,  48.  Vgl.  auch  Untersuchungsausscuß  5.  ı7.

207)  Deutsche  Dokumente  Nr.  194,  216,  230,  242,  264,  274,  275,  270,  281,  291,  204,  29%,  296.
208)  Untersuchungsausscuß  S.  ız.

10  73
        <pb n="74" />
        209)  Deutsche  Dokumente  Nr.  279,  314.  Dieser  Vorschlag  ist  der  einzige  der  zahlreichen
englischen  Vorschläge,  den  Deutschland  nicht  angenommen  hat,  vol.  B.  W.  von  Bülow,
Die  Grundlinien  der  diplomatischen  Verhandlungen  bei  Kroegsausbruh,  Charlottenburg
1920,  5.  102,

210)  Gooß  $.  ac,

211}  Deutsche  Dokumente  Nr,  35.

212}  Deutsche  Dokumente  Nr,  33.

213)  Blaubuc  Nr.  70.

214)  Pal£ologue,  Revue  des  Deux  Mondes,  5.  255.

215}  Untersuchungsausschuß  5,  12.

216)  Corbett  5,  z6.

217)  Ehbenda.

218)  Hoeniger,  Rußlands  Vorbereitung  zum  Weltkrieg,  5.  ı00.

219}  Deutsche  Dokumente  Nr,  368,

220)  Deutsche  Dokumente  Nr.  359.

221}  Vgl.  die  Aussagen  im  Sudhominow-Prozeß  (»Die  völkerrechtlichen  Urkunden  des  Weltkrieges«,
  Jahrbuch  des  Wölkerrechts  Bd.  IV},  ferner  v.  Eggeling,  Die  russische  Mobilmadung
  und  der  Kriegsausbrud,  Oldenburg  ıgı9,  $.  36,  auch  Deutsche  Dokumente
Nr.  01,  445-222)

  Deutsche  Dokumente  Nr,  373;  Blaubuc  Nr.  85.

223)  Russisches  Orangebuc  Kr,  58,

224)  Gelhbud.  Nr.  :oı.

225)  Deutsche  Dokumente  Nr.  327,  Untersuchungsausschub  5.  ız.

#26)  Deutsche  Dokumente  Nr.  370,  vgl.  auch  R.  Hoeniger,  Fürst  Tundutow  über  die  russische
Mobilmadıuung,  Deutsche  Rundschau  19:8,  8.  156.

227)  Untersehungsausschuß  8.  ız.

228)  Untersuchungsausschuf  $,  17,  154.
229)  Untersuchungsausshuß  5.  135.
230)  Deutsche  Dokumente  Nr,  399.
231}  Deutsche  Dokumente  Nr.  390.
232)  Vgl.  Untersuchungsausschuß  $.  141.
233)  Deutsche  Dokumente  Nr.  420.
234}  Deutsche  Dokumente  Nr,  421,
235)  Untersuhungsausschuß  8.  14.
236)  Untersuchungsausshuß  $.  155,  Tindotow  5,  157  ff,
237)  Deutsche  Dokumente  Nr.  534.
238)  Deutsche  Dokumente  Nr.  355.
238)  Deutsche  Dokumente  Nr.  480.
240)  Deutsche  Dokumente  Nr.  487.
241)  Deutsche  Dokumente  Nr,  535.
242)  Untersucungsausshuß  $.  55.
243)  Deutsche  Dokumente  Nr,  490.
244)  Deutsche  Dokumente  Nr.  491.
245)  Deutsche  Dokumente  Nr.  528.

.4
        <pb n="75" />
        248)  Pokrowski,  Aus  den  Geheimardiven  des  Zaren,  Berlin  1919,  5.  n.

247)  Bericht  Cambons  vom  :.  August  1914,  Gelbbuc  Nr.  126.

248)  Deutsche  Dokumente  Nr.  596;  Blaubuc  Nr.  177.

249}  Deutsche  Dokumente  Nr.  571,  vgl.  auch  das  Telegramm  YVivianis  vom  zı  Jufi  nach
Petersburg,  Gelbbud  Nr.  117.

250)  Deutsche  Dokumente  Nr.  562.

251)  Deutsche  Dokumente  Nr.  775.

252)  Wgl.  den  Aufsatz  des  Generalmajors  a,  D,  von  Haeften  über  »Die  Steinerschen  Ent»
hüllungen«  in  der  Deutschen  Allgemeinen  Zeitung  vom  11.  Oktober  19z1,  Nr.  477-253)

  Deutsche  Dokumente  Nr.  603,  612.

254)  Untersuchungsausscuß  8.  155.

255)  Ebenda.

258)  Orangebuh  Nr.  76.

257)  Deutsche  Dokumente  Nr.  600.

258)  Corbett  $.  29.

258)  Blaubud  Nr.  145,  Deutshe  Dokumente  Nr.  784.

2860)  Deutsche  Dokumente  Nr,  376,  648.

261)  Deutsche  Dokumente  Nr.  730.

262)  Deutsche  Dokumente  Nr,  Sıı.

263)  Deutsche  Dokumente  Nr.  zı4.

264)  UÜntersuchungsausshuß  5,  155.

205)  Deutsche  Dokumente  Nr.  734.

266)  Deutsche  Dokumente  Nr.  771.

267)  Deutsche  Dokumente  Kr.  339,  848.

75
        <pb n="76" />
        Druck  von  Breitkopf  -&amp;gt;  Härtel  in  Leipzig.
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
