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S.  7.

Für  die  Dauer  der  jährlichen  Schonzeit  ist  in  den  derselben  unterworfenen
Strecken  der  Gewässer  jede  Art  des  Fischfanges  verboten,  soweit  nicht  die  nachfolgende
  Ausnahme  eintritt.

Die  Bezirksregierung  ist  ermächtigt,  den  Betrieb  der  Fischerei  in  den  der
Frühjahrsschonzeit  unterworfenen  Gewässern  an  drei  Tagen  jeder  in  die  Schonzeit
allenden  Woche  zu  gestatten,  soweit  nicht  dringende  Rücksichten  auf  Erhaltung

Fischbestandes  entgegenstehen.
ei  dieser  ausehmswalfen.  Gestattung  ist  jedoch  die  Verwendung  solcher
an  sich  erlaubter  Fangmittel  auszuschließen,  welche  vorzugsweise  geeignet  sind,
die  junge  Fischbrut  zu  zerstören.  Die  näheren  Vorschriften  hierüber  sind  eintretenden
  Falls  im  Wege  der  Polizeiverordnung  zu  assn.

Der  Betrieb  der  Fischerei  vermittelst  ständiger  Vorrichtungen  (Wehre,
Zäune,  Selbstfänge  für  Lachs  und  Aal,  feststehende  Netzvorrichtungen,  Sperrnetze
  u.  s.  w.),  ingleichen  vermittelst  schwimmender  oder  am  Ufer  oder  Flußbette
befestigter  oder  verankerter  Netze  oder  Reusen  (Hamen  u.  s.  w.)  darf  während
der  jährlichen  Schonzeit  in  keinem  Falle  gestattet  werden.

Ausschließlich  r  den  Fang  von  Lachsen,  Lachsforellen,  Finten,  Maifischen
und  Stinten  kann  während  der  Frühjahrsschonzeit  die  in  Alinea  2  erwähnte
dreitägige  Frist  bis  zu  höchstens  fünf  Tagen  einer  jeden  in  die  Schonzeit  fallenden
  Wich  von  der  Bezirksregierung  erstreckt  werden.

S.  S.

Während  der  Dauer  der  in  den  §#.  4  bis  6  vorgeschriebenen  wöchentlichen
  und  jährlichen  Schonzeiten  müssen  die  durch  das  Fischereigesetz  vom  30.  Mai
1874  nicht  beseitigten  ständigen  Fischereivorrichtungen  in  nicht  esen  ur  Gewässern
  hinweggeräumt  oder  abgestellt  sein  (.  28  des  Gesetzes).

G.  9.
Die  I§.  3  Alinea  2  bis  F.7  finden  auf  den  Krebsfang  keine  Anwendung.
In  der  Zeit  vom  1.  November  bis  zum  31.  Mai  ist  der  Fang  von  Krebsen
in  allen  nicht  geschlossenen  Gewässern  verboten.  Gelangen  Krebse  während  der
angeordneten  Schonzeit  lebend  in  die  Gewalt  des  Fischers,  so  sind  dieselben  mit
der  zu  ihrer  Erhaltung  erforderlichen  Vorsicht  sofort  wieder  in  das  Wasser
zu  setzen.  K#

Beim  Fischfange  in  nicht  geschlossenen  Gewässern  ist  verboten:

1)  die  Anwendung  schädlicher  oder  explodirender  Stoffe  (giftiger  Köder
oder  Mittel  zur  Betäubung  oder  Vernichtung  der  Fiche  Sprengpatronen
  oder  anderer  Sprengmittel  u.  s.  w.)  (§.  21  des  Gesetzes);

2)  die  Anwendung  von  Mitteln  zur  Verwundung  der  Fische,  als:  Fallen
mit  Schlagfedern,  Gabeln,  Aalharken,  Speere,  Stecheisen,  Stangen,
Schießwaffen  u.  s.  w.

Der  Gebrauch  von  Angeln  ist  gestattet.
ZJahrgong  1877.  (Nr.  85260)  4  Die

Iu  §.  22  Lisser  3.