§ 21. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. — 636 — Der Aufruf des Landsturms ersten Aufgebots bezw. zweiten Aufgebots erfolgt nach Jahresklassen, mit den jüngsten beginnend, soweit die militärischen Interessen es gestatten. Dem Aufruf unterliegen nicht solche Wehrpflichtige, welche gemäß 8 38 wegen körperlicher und geistiger Gebrechen dauernd untauglich zum Dienst im Heere und in der Marine befunden und ausgemustert sind. G. v. 11. 2. 88. Art. II. § 27. Bei Aufruf des Landsturms bleiben von der Heranziehung zur Ergänzung des Heeres und der Marine ausgeschlossen: a) Personen, welche zur Zuchthausstrafe verurtheilt sind — dauernd, D. Str. G. § 31. b) Personen, welche durch Straferkenntniß aus dem Heere oder der Marine ent- fernt sind — dauernd, M. Str. G. § 32, . ) Personen, welche mit Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bestraft sind — für die Dauer während welcher sie unter der Wirkung der Ehrenstrafen stehen. D. Str. G. 8§ 34. Nach Erlaß des Aufrufs bis zur Auflösung des Landsturms findet ein Uebertritt rom ersten zum zweiten Aufgebot, sowie ein Ausscheiden aus dem Landsturm nicht statt. G. v. 11. 2. 88. Art. II. § 27. Die Auflösung des Landsturms wird vom Kaiser angeordnet. Mit Ablauf des Tages der Entlassung hört das militärische Dienstverhältniß der Landsturmpflichtigen auf. G. v. 11. 2. 88. Art. II. § 33. Ueber Befreiung der in außereuropäischen Ländern befindlichen Landsturmpflichtigen von Befolgung des Aufrufs (bereits im Frieden) siehe § 100, sb und e# Ueber Ausmusterung Landsturmpflichtiger, welche ihren Aufenthalt im Auslande haben, vom Dienst im Landsturm (bereits im Frieden) siehe § 100, . Im Uebrigen siehe § 39, sowie Abschnitte XVI und XX. 21. Wehrpflicht nach Erwerbung und Verlust der Reichsangehörigkeit. Angehörige fremder Staaten. 1. Ausländer, welche die Reichsangehörigkeit erwerben, werden nach Maßgabe ihres Lebensalters wehrpflichtig. St. A. G. § 10. Die Regelung der Dienstpflicht solcher Personen erfolgt nach denselben Grund- sätzen, wie bei allen übrigen Wehrpflichtigen.