Erstes  Kapitel.

Bistorische  Uebersicht  und  Entwickelnng.

8  60.
Einleitung.

Literatur:  C.  A.  Villaume,  Versuch  über  die  Flüsse  und  ihre  Bildung  zu  Handelsstraßen
  in  dem  Continent  von  Europa  und  durch  dasselbe.  Kopenhagen
1829.  —  Wurm,  Fünf  Briese  Über  die  Freiheit  der  Flußschifffahrt.  Leipzig
1858.  —  Et.  Carathéodory,  Du  droit  international  concernant  les
grands  cours  d’eau.  Leipzig  1861.  Ch.  1  II  p.  3—29.  —  F.  von  Holtzendorff,
  Encyklopädie  der  Rechtswissenschaft,  2.  Aufl  Leipzig  1873.  (Systematischer
  Theil.  7.  Das  Europäische  Völkerrecht.  I§  37,  38  S.  961  —  952).  —
H.  Wheaton,  Elements  of  international  Law.  Englisb  Edition  by  A.  C.
Boyd.  London  1878.  85  192—205a,  p.  256—271.  —  Th  D.  Woolsey,
Introduction  to  the  study  of  international  Law.  5.  ed.  New-  Tork  1879.
(  62  p.  81—86.  —  Ed  Engelhardt,  Du  régime  conventionnel  des  fleuves
internationaux.  Paris  1879.  Introd  p.  1—53.—  W.  E  Hall,  International
Lav.  Olford  1880.  P.  II  Ch.  II  §  39  p.  106  —  114.  —  A.  G.  Heffter,
Le  droit  international  de  PEurope,  traduit  par  Bergson,  4me  6d.  par
F.  H.  Geffcken.  Berlin-  Paris  1883.  —  Friedr  v.  Martens,  Völkerrecht.
  Das  internationale  Recht  der  civilisirten  Nationen.  2  Bde.  Berlin
1885  —1886.  Bd.  1  S.  298,  348.  Bd.  11  8  57  S.  242-  249.  —  Eugene
Schuyler,  American  Diplomacy  and  the  furtherance  of  commerce  (VI.
the  free  navigation  of  rivers  and  seas.  p.  265  —  367).  New-  Vork,  Scribners,
  1886.

Gerade  ein  Jahrhundert  ist  es,  seitdem  die  Frage  der  freien  Stromschifffahrt
  im  Jahre  1785  gelegentlich  der  denkwürdigen  Verhandlungen  über  die
Schelde  zwischen  Kaiser  Josef  II.  und  den  Vereinigten  Niederländischen  Provinzen
  zum  erstenmale  in  Europa  auftauchte.  1)  Während  dieser  seitdem  verstossenen
  hundert  Jahre  hat  vielleicht  kein  Gegenstand  des  Völkerrechts  zu  so
vielen  Streitfragen  und  eingehenden  Erörterungen  Anlaß  gegeben  wie  dieser,
und  auch  heute  läßt  sich  noch  nicht  behaupten,  daß  die  Frage  der  Wegräumung
aller  Oindernisse  auf  den  großen  Wasserläufen  und  deren  Eröffnung  für  Schiff-