480  Die  rechtlichen  Grundlagen  für  den  internationalen  Verkehr  zur  See.

2  —  88  17  ff.,  74  ff.,  121.  Aufseß  in  Hirths  Aumler.
1886,

5  “  hierzu  Perels  8  136  u.  ff.,  ferner  8  327  Reichsstrafgesetbach.

16)  Für  Frankreich  vgl.  das  Gesetz  vom  3.  März  1822  und  Convention  vo#-3.
  Februar  1852.  Plocque,  S.  396  ff.

16)  Darum  ist  es  auch  durchaus  versehlt,  die  beiden  grundverschiedenen
Dinge  als  gleichwerthig  in  einem  Athem  zu  nennen,  wie  dies  mit  vielen  Auderen
z.  B.  Calvo  thut.  (Le  droit  international  I.  p.  306,  8  188):  „Les  limite
jurisdictionelles  d’un  Etat  embrassent  non  seulement  son  territoire,  mais
enoore  les  ennx,  qui  le  traversent  ou  T’entourent,  les  ports,  le  beies,
les  golfs,  les  embouchures  de  fleuves  et  les  mers  enclavées  dans  son  territoire.
  L  usage  général  des  nations  permet  6galement  aux  Etats
d’exeroer  leur  jurisdiction  sur  la  zone  maritime  jusqu'n  troin
milles  marins  ou  à  la  portée  de  canon  de  leurs  cötes."

Richtiger  bringt  das  Alternativverhältniß  zum  Ausdruck  die  Territorrial  water
Jurisdiction  Act.  In  den  dieser  Bill  angeschlossenen  Definitionen  wird  das  Geltungsgebiet
  den  Gesetzes  folgendermaßen  begrenzt:  „The  territorial  waters  of  Her  Ma#jesy
dominione  in  reference  to  the  sen  meane  such  part  of  the  sen  adjacent  to  the
Coast  of  the  United  Kingdom  or  the  coast  of  some  other  part  of  Her  Majesty  dominions
  as  is  decided  by  international  law  to  be  within  the  territerial
sovereignity  of  Her  Majesty;  and  for  the  purpose  of  any  offence  declarel
by  this  act  to  be  within  the  jurisdiction  of  the  Admiral  any  part  of
the  open  sea  within  one  marine  league  of  the  coast  meassured  from  low
water  mark  shall  be  deemed  to  be  open  sea  within  the  territorial  waters  of
Her  Majesty  dominions.“  Es  liegt  somit  dieser  Abgrenzung  die  Zweitheilung  zu
Grunde,  wonach  die  Ausdehnung  der  territorial  waters  über  das  Minimum  einer
marine  [Ü  (also  nahe  an  drei  Seemeilen)  hinaus  dem  übereinstimmenden
Gebrauche  des  Bölkerrechts  anheimgestellt,  das  Minimum  jedoch  staatsgeleblich
  als  der  Herrschaft  der  Krone  und  somit  der  Jurisdiction  des  Admirals

erklärt  wird.  Gleichwohl  hat  Perels  Recht,  wenn  er  auf  die  fimsterende
  Identification  hinweist,  deren  sich  die  meisten  Englischen,  aber  auch  viele
Deutsche  Antoren  schuldig  gemacht  haben.  Literatur  bei  Perels  S.  26.

½)  So:  Ortolan,  Bishop,  Lawrence,  Phillimore,  v.  Holßendorff.
  Harburger  u.  A.  Ueber  den  Vorschlag  Sewards,  —
der  Vereinigten  Staaten,  die  Jurisdictionsbefugnisse  der  Uferstaaten  auf  fünf  Eer
meilen  zu  erweitern  s.  Calvo  I.  8§  244.