498  Das  offene  Meer.

Lehre  sehr  richtig  in  dem  Satze:  Le  pouvoir  du  chef  a'étend  sur  tontes  les  propriété
priv#ées  des  citoyens  de  I’Etat  et  sur  toutes  les  propriétés  de  IEtat  luimème,
dont  la  rénion  forme  le  territoire.  Les  principales  attributions  du  pouvoir
ront:  de  faire  des  lois  pour  régir  le  territoire  et  tous  les  hommes  dui  I  habitent,
de  faire  exécuter  Ces  lois  envers  tous  et  contre  tous.“  (a.  a.  O.  S.  253.)

)  Gestützt  auf  I.  4  8  1.  D.  de  rer.  div.  (a.  a.  O.  S.  200):  „La  pleine  mer
est  libre.  Chaque  rociété..devient,  propriétaire  de  I’espace  occupé  par  #des
vaissennx,  et  reste  souveraine  de  cette  petite  portion  de  la  vaste  étendue
de  la  haute  mer,  tant  du  ils  continuent  A  y  etationner.

2)  Die  zuweilen  nochvorkommender  freiwilligen  Beitragsleistungen,  namentlich
geringer  entwickelten  Staaten  gegenüber,  können  nicht  als  beweiskräftig  gegen
das  im  Text  entwickelte  Princip  verwerthet  werden.  S.  z.  B.  die  Convention
zwischen  den  Staaten  Oesterreich,  Belgien,  Spanien,  Bereinigte  Staaten  von  Nord
amerika,  Frankreich,  Großbritannien,  Italien,  Niederlande,  Portugal,  Schweden
und  Norwegen  einer-  und  dem  Sultan  von  Marrocco  und  Fez  anderseits
vom  31.  Mai  1865,  betreffend  die  Erhaltung  des  Leuchtthurms  auf  Cap  Spartel.
der  das  Deutsche  Reich  laut  des  zu  Tanger  am  4.  März  1878  gefertigten  Procäs
verbal  unter  Uebernahme  einer  entsprechenden  Beitragsleistung  beigetreten  ist.
S.  Martens-Hopf,  N.  R.  G.  Ile.  s.  T.  IX.  p.  227.

!)  Siehe  hierzu:  Schraut.  System  der  Handelsverträge  und  die  Meistbegünstigung.
  Leipzig  1884.

)  Prinoeps  enim  uti  territorium,  cuius  imperium  occupavit,  securum
praestare  debet,  ita  et  mare.  At  quia  suis  sumptibus  id  facere  non  tenetaur,
merito  a  transeuntibus  ideo  exigere  aliquid  potest.  Henr.  Cocceius  ad
Grotium  Lc.

5)  Droites  et  devoirs  des  nations  neutres,  I.  p.  66.

7)  Ueber  einen  ähnlichen  Zoll  der  Herzoge  von  Sewoyen,  den  sie  als  Grafen
von  Nizza  eingehoben,  s.  Azuni  a.  a.  O.  S.  281,  Note  2.

")  Siehe  die  Geschichte  der  Rechtsverhältnisse  bei  Sche  rer,  Der  Sundzoll.
Wheaton,  Eléments  du  droit  des  gens,  I.  p.  173  f.,  desselben  Histoire,  I.
p.  205  f.  Perels  a.  a.  O.  S.  36  ff.

95.
Conventionelle  Rechtsverhältnisse  auf  hoher  See.

Literatur  und  Verweisungen:  Handb.  Bd.  II  und  III,  5.,  13.  u.  29.  Stück
An  einer  selbstständigen  Behandlung  der  vertragsrechtlich  geordneten  gemeinsamen
  Angelegenheiten  der  Staaten  auf  hoher  See  fehlt  es  bisher.  Die
regelmäßig  gebotene  ausschließliche  Darstellung  der  Materie  des  Durchsuchungsrechts
  gibt  kein  ausreichendes  Bild  des  Complexes  der  zusammengehdhrigen
Rechtsinstitute.  S.  übrigens  ein  gutes  Verzeichniß  der  einschlägigen  Literatur
in  v.  Holtzendorff's  Rechtslexikon  ad  v.  Durchsuchungsrecht  von  Bulmerincgq.
  Außerdem  abweichend  von  der  traditionellen  Beschränkung  de  Boeck,
Propriété  privée  ennemie,  8S8  190  fl.  —  Morrone,  Diritto  marittimo
del  Regno  dlItalia,  1882.

Kraft  übereinstimmender  Staatenpraxis  untersteht  das  einem  selbstständigen
  Staatswesen  angehörige  Schiff  auf  hoher  See  ebensowenig