Auswanderung  und  Ausbürgerung.  607

Sklaverei  —  so  kann  doch  selbstverständlich  mit  solcher  Maßregel  keinem  Nachbarstaat
  die  Uebernahmepflicht  der  solchergestalt  Expatriirten  aufoctroyirt  werden.
Eine  eigentliche  Heimathlosigkeit  giebt  es  im  internationalen  Verkehr  der  civilisirten
  Welt  nicht.  Heimathlose  sind  nur  diejenigen  Personen,  deren  Staatsangehörigkeit
  zweifelhaft  oder  bestritten  ist.“

*)  Vergl.  hierzu  das  cit.  Deutsche  Reichsgesetz  v.  1.  Juni  1870  und  die  gesammte
  Reichs-Militärgesetzgebung  in  systematischer  Darstellung  bei  Laband  a.  a.  O.;
für  Oesterreich-Ungarn:  Milner,  Die  Oesterreichische  Staatsbürgerschaft,  und
Ulbrich,  Oesterreichisches  Staatsrecht.  Das  Französische  und  Belgische.  Material  bei
Laurent,  Folleville,  Cogordan.  Bei  letzteren  auch  gute  Uebersetzungen
der  einzielenden  Englischen  und  Amerikanischen,  Türkischen  2c.  Quellen.  Ueber
deren  seitherige  Entwicklung  geben  verläßliche  Auskunft  die  Annuaires  der  Société
  de  législation  oomparée,  T.  I—XV.;  mit  specieller  Beziehung  auf  das
Eherecht  hat  eine  sehr  verdienstliche  Sammlung  Garnier  geboten  in  dessen:
Internationales  Eheschließungsrecht  in  Form  von  Aufzeichnungen,  betr.  die  Eheschließung
  von  Ausländern  in  der  Schweiz.  Bern  1885.

8  117.
Einwanderung  und  Einbürgerung.

Literatur  und  Verweisungen:  Handb.  Bd.  I.  S.  50  ff.,  313  ff.,  Bd.  II.
S.  41  ff.,  Bd.  III.  21.  Stück.  —  Günther,  Europ.  Bölkerrecht  1792,  ist
das  einzige  der  älteren  Werke,  welches  dem  Rechtsstoffe  der  Naturalisation
principielle  und  klare  Erörterungen  widmet.  —  v.  Martitz  a.  a.  O.  —
Laband,  Bd.  I.  —  Seydel,  Bd.  I.  —  Hinschius,  Commentar  zum
Personenstandsgesetz  von  1875,  S.  70  ff.  —  Stölzel,  Deutsches  Eheschließungsrecht,
  Anhang,  S.  111  ff.  —  v.  Holtzendorff,  Der  Rechtsfall  der
Fürstin  Bibesco.  —  E.  Meier,  Naluralisation  in  Holtzendorff's  Rechtslexicon.—
Stoerk,  Option  und  Plebiscit.  —  Pözl,  Einwanderung  und  Staatsangehörige
in  Bluntschli.  Braters  Staatswörterbuch.  —  Landgraff,  Das  Bundes-  und
Staatsbürgerrecht  im  Nordd.  Bunde.  —  Held,  System  des  Verfassungsrechts
I.  S.  150  ff.  —  v.  Bar,  §  30.  —  Heffter.  Geffscken,  §  59.  —  Bulme.
rincq,  §  30  ff.  —  Bluntschli,  V.  Buch.  —  Ulbrich,  Lehrb.  d.  Oesterr.
Staatsrechts,  88  25—28.  —  Mayerhofer,  Handbuch  für  den  politischen
Verwaltungsdienst  (Oesterreich),  II.  Bd.  —  Milner,  Die  Oesterr.  Staatsbürgerschaft
  und  der  (ungarische)  Ges.  Art.  L.  1879.  —  Jegierek,  Das  Heimathsrecht.
  —  Martens=  Bergbohm  II.  88  47—50.  —  Bestlake-Holtzendorff,
  §  262  ff.  —  Umfassende  Uebersicht  über  den  Gesetzesstand  der
Materie  bis  1869  gewährt  der  dem  Euglischen  Parlament  vorgelegte  Report
of  the  royal  commissioners  for  inquiring  into  the  laws  of  naturalisation.
and  allegiance  etc.  London  1869.  —  Kents  Commentaries  I.  —  Daly,
Hist.  of  naturalisation.  —  Beach-Lawrence-Wheaton,  T.  III.  —
Dudley-  Field-Rolin,  art.  247  sq.  —  Hallec  k,  Intern.  Law  1861,

S.  795  ff.  —  Travers  Twiss,  Law  of  nations,  Peace  8  129.  —
Calvo,  T.  II.  —  Ingouf,  De  la  naturalisation.  —  Georges  Reynaud,
  Questions  de  nationalités.  Rouen  1877.  —  Cogordan,  La  nationalité;

  desselben  These  (1877):  De  l’acquisition  et  de  la  perte  de  la