3.  Leiesiz,  Errichtung  einer  Societät  in  Deutschland.  15

und  der  Societät  Nuzen  ihr  Brodt  zu  verdienen,  auch  wohl  begüterter  Pupillen
Erzielung  und  Adıninistration  ihrer  Güther  gegen  gewisse  Recognition  zu  übernelimen,
  damit  sie  nicht  offt  durch  Freunde  und  Tutores  muthwillig  und  mit  Fleis
übel  erzogen  und  debauchirt  werden  und  noch  dazu  von  der  Schnur  zehren,  das
ihrige  nicht  geniessen,  ihren  Vormündern  Kostgeld  geben,  also  duppelt  elend  und
sowohl  an  Qualitäten  als  Mitteln  arın  werden  mülsen,  ja  gar  ein  unumbschränktes
Waisenhaus,  darin  alle  arıne  Waisen  und  Findelkinder  ernehret,  hingegen  zur
Arbeit  und  entweder  Studien  oder  Mechanick  und  Commercien  erzogen  würden,
aufzurichten.  und  also  nun  hoc  onere  pias  fundationes  particulares  auf  sich  zu
transferiren,  und  Hospitale,  Stipendia,  Waisenhäuser,  Cummunitäten,  Landschuhlen,
Ja  gar  Universitäten  zu  versehen.  Alles  mit  mehrer  Universalität,  Nachdruck  und
Richtigkeit,  als  jezund  geschieht.  Wo  keine  sind.  von  der  Obrigkeit  des  Ortlis
Stifftungen  dazu  ausszuwürcken  und  über  sich  zu  nehmen,  und  also  dadurch  immer
mehr  und  mehr  gottesfürchtiger  und  ehr-liebender  hoher  und  niedriger  Standes-Personen
  Legyata,  Donationes,  Bevtrag  und  Fundationes  zu  erwecken,  sich  also  zu
enberniren,  dass  ein  jeder  Verständiger  ohne  der  Religionen  Unterschied  es  pro
pia  causa  halten  müsse,  die  Schuhlen  zu  verbessern,  darein  Compendia,  Richtigkeit
und  Ordnung  einzuführen,  die  Jugend  nicht  sowohl  auf  po@ticam,  logicam  et  philosophiam
  scholasticam.  als  realia:  historiam,  mathesin,  geographiam  und  physicam
veram.  moralia  et  eivilia  studia  zu  leiten,  ganze  Compagnien  Reisende,  wenn  sie
dazu  tüchtie  worden,  mit  einander  auszuschicken  und  mit  probatis  directoribus  zu
versehn,  dadurch  Kosten  zu  erspahren,  die  Jugend  vor  Debauchen  zu  praeserviren,
  und  doch  dabei  der  Societät  Affairen  zu  thun,  zu  Haus  guthe  Sprach-  und
F.xereitienmeister  zu  halten,  ja  rechte  ritterschuhlen  aufzurichten  und  zu  verlegen,
damit  man  nicht  solcher  Dinge  wegen,  so  man  zu  Haus  haben  können,  sein  halbes
Patrimonium  in  der  Frembde  verzehren  und  mit  seinem  eigenen  Verderben  zu  Verarınunz
  des  Vaterlandes  cooperiren  müsse,  Kunst-  und  Raritäten.  Schilderey  auch
Anatomiae-  Caınmern,  anders  als  jetzt  geschieht  bestellte  Apothecen.  Hortos  medieos
completos,  Thiergärten.  und  also  theatrum  naturae  et  artis,  umb  von  allen  Dingen
lebendige  Impressiones  und  connoissance  zu  bekommen,  anzurichten.  Nach  der
fremden  Exeimpel  vornehmen  Herrn.  dem  Teutschen  Adel,  von  ihren  Mitteln
lebenden  Leuten  und  sonderlich  wohl  bepfründeten  Geistlichen  Appetit  zur  Curiosität
entweder  zu  machen,  oder  da  er  vorhanden,  solehe  mit  Lust  und  ohne  Mühe  auszuüben
  Gelegenheit  zu  geben.  Und  mit  solchen  Imnoxiis,  ja  summe  utilibus  oceupationibus
  nicht  allein  Brutalität.  Schwelgerey  und  Sünde  zu  verhüten,  sondern
auch  zu  verhindern.  dass  mancher  aus  Geiz  oder  Faulheit  sein  Talent  und  habende
Mittel  nicht  vergrabe;  wenn  etliche,  so  von  Autorität,  angefangen,  werden  die
andern  cum  tempore  folgen  müssen.

Rem  medicam  et  chirurgiam  zu  verbefsern.  Unzehlig  Anatomiren  an
Thieren  und  Menschen  zu  tum.  und  dazu  keine  Gelegenheit  zu  versänmen.  Exactissimas
  bistorias  medicas.  nicht  allein  von  Raritäten  der  Kranekheiten.  da  uns  doch
die  eurrenten  Beschwehrungen  mehr  tribuliren,  sondern  auch  gemeine,  aber  nur
zu  wenig  untersuchte  Sachen  zu  annotiren.  Exactissima  interrogatoria  Medica  per
artem  compbinatoriam  zu  formiren,  damit  keine  Cirenmstanz  noch  Indieation  ohne
Retlexion  entwischen  könne,  der  temperamentorum  differentias  veras,  so  bey  weitem
nicht  in  combinatione  qualitatum  peripateticarum  besteht,  sondern  mehr  von  der
hinnoren  gleichsam  chymischen  Reactionen  und  Fermentationen  hehrrühren,  ad  minutias
  et  ultimas  subdivisiones  usque  so  viel  müglich  genau  zu  constitmiren,  nicht
nur  morborum  und  eurationum.  wie  bishehr  die  Mediei  gethan,  sondern  auch  gradumm
  sanitatis  et  ad  morbos  inclinatiomm,  das  ist  temperamentorum  indieationes
et  contra-indieationes  in  Regeln  zu  bringen.  und  zu  dem  Ende  alle  Minutias.  darin
ein  Mensch  in  Compagnie  efsen,  trincken,  schlaffen,  postur.  gestibus,  Iineamenten