17.  D.E.  JapLonskı,  Brief  an  Leisxız  (5.  März  1698).  49

sciences  et  les  arts  qu’on  veut  faire  fleurir  de  plus  en  plus  a  Berlin  d’une  maniere
fort  glorieuse  a  l’Electeur,  me  pourroit  fournir  une  raison  encore  plus  plausible
d’aller  de  temps  en  temps  a  Berlin,  d’une  maniere  qui  ne  seroit  point  inutile.

Pour  cet  effect  il  seroit  peut-estre  convenable  que  Madame  l’Electrice  de
Brandebourg  teinoignat  par  un  petit  mot  en  Ecrivant  a  Mad.  sa  mere,  qu’elle  seroit
hien  aise  que  je  fisse  quelque  tour  a  Berlin,  et  ıne  fit  la  gräce  par  apres  quand
jy  serois  arrive,  d’obtenir  aupres  de  Msgr.  l’Electeur  de  Brandebourg  qu’on  me
chargeät  du  soin  que  je  viens  de  dire,  ce  qui  se  pourroit  faire  de  fort  bonne
facon  avec  l’agrement  de  cette  cour  et  d’une  maniere  qu’on  eüt  sujet  d’en  estre
meine  bien  aise.

Or  par  ce  ınoyen  j’aurois  une  fort  belle  occasion  aupres  de  Mesdames  les
Eleetrices,  et  par  leur  moyen  aupres  de  l’Electeur  et  aupres  du  prince  Electoral
dinsinuer  des  choses  qui  serviroient  &amp;  leur  gloire  et  a  leur  bien  comınun  et  qui
seroient  conformes  aux  desseins  et  interests  de  toutes  ces  illustres  personnes,  et
surtout  de  Madaıne  l’Electrice  de  Bronsvic,  dont  les  intentions  genereuses  et  belles
me  sont  connues.

Je  parleray  une  autre  fois  du  plan  des  desseins  qu’on  pourroit  former  pour
contribuer  le  plus  au  bien  et  a  la  gloire  des  deux  Maisons  dans  ces  conjonctures,
ou  le  pouvoir  de  la  France  et  les  succes  du  parti  attache  au  pape  nous  ınenace
d’une  facheuse  revolution,  si  l’on  ne  s’y  oppose  avec  beaucoup  d’adresse  et  de  vigueur.

17.
(Vergl.  Geschichte  der  Akademie  S.  56).
D.E.Jarronskı,  Brief  an  Leisexız  vom  s.  März  1608.
5  9
[Kvacsara,  D.  E.  JasLoxsky’s  Briefwechsel  mit  Leissiz.  S.  11  ff.)

Hochedler
insonders  hochzuehrender  Herr  Geheimbter  Justien  Rath,
ınein  hochgeschätzter  Gönner

Der  besondern  Estime,  welche  Ihro  Churfl.  Durchl.  meine  gdste  Fraw  für
ıneinen  hochgeehrten  Herren  haben  bin  ich  für  die  Ehre  verbunden,  gegenwärtige
Zeilen  an  meinen  hochgeehrten  Herren  in  schuldigster  Ehrerbietigkeit  abgehen  zu
lassen,  und  bitte  mir  nur  die  Freyheit  aus,  die  Gelegenheit  hiezu  etwas  weitläuffig
anführen  zu  dörffen.  Da  im  verwichenen  Jahr  Se.  Churfl.  Durchl.  in  Preüfsen  abwesend
  waren,  Ihre  Churtl.  Dhl.  unsre  gdste  Fraw  aber  sich  gefallen  liefsen  die
angenehme  Frühlingszeit  auf  einem  nalhgelegenen  Lusthaufs  beständig  zu  geniefsen,
da  dann  auch  ich  Gelegenheit  hatte,  des  Gottesdienstes  halber  offters  zu  sein,  und
Ihro  Churfl.  Dhl.  über  Taffel  sich  Plaisir  machten  von  allerhand  natürlichen  Dingen,
sonderlich  die  Ober-Welt  betreffend,  Gespräche  zu  führen:  ward  einsmahls  erwehnet.
  wie  es  wohl  zu  verwundern,  dals  da  diese  Residentz-  Stadt  sonst  mit
allerhand  Künsten  vnd  Wissenschafften  reichlich  versehen  wäre,  nur  kein  Liebhaber
  der  Astronomie  auch  kein  Observatorium  darinn  befindlich,  dafs  auch  Berlin
nicht  einen  eigenen  Kalender  hätte,  sondern  mit  frembden  sich  behelffen  müsse.
Solehes  apprehendirten  Ihro  Cil.  Dhl.  und  sagten,  sie  wollten  selbst  hiezu  sorgen
heiffen,  dafs  eine  Specula  angeleget  werde,  befahlen  auch  mir  solches  weiter  zu
erinnern.

Se.  Cil.  Dhl.  kamen  allererst  im  Ilerbst  aus  Preüfsen  allhier  an,  da  inzwischen
der  Hr.  Hoffrath  Rabener  ein  wohlgefastes  Project  verfertiget  hatte,  wie  ein  Observatoriam
  mit  weniger  Mühe  und  Unkosten  zu  stifften  vnd  zu  erhalten  wäre;
solehes  trug  der  Hr.  OberHloffM.  Dobrzenski,  Ihro  Chl.  Durchl.  untertgst  vor,  erhielt

Geschichte  der  Akademie.  II.  4