82  32.  I.eıexızens  Brief  an  D.  E.  Japronskı  (31.  März  1700).

Mad.  l’Electrice  de  Brandebourg  avoit  jette  les  premiers  fondemens  du  dessein
de  l’observatoire.  Je  dois  luy  en  apprendre  maintenant  le  progres  et  l’en  remercier,
  mais  je  ne  l’ay  voulu  faire  qu’apres  en  avoir  informe  V.  A.  E.  Aussi  n’en
ay-je  pas  encore  parle  a  personne.

Comme  je  ınene  ordinairement  une  vie  extreinement  sedentaire,  ne  sortant
que  peu  de  chez  moy,  et  travaillant  le  long  du  jour  tous  jours  a  des  choses  qui
sont  ou  pour  le  service  de  V.  A.  E.  et  de  sa  maison,  ou  pour  la  reputation  de  sa
cour,  je  suis  d’autant  plus  oblige  de  faire  de  temps  en  temps  de  petits  voyages
qui  ıne  restablissent,  et  qui  sont  mon  remede  et  divertissement.  Et  en  effect  je
me  trouve  oblige  ce  printemps  d’aller  aux  eaux  chaudes,  a  cause  d’une  fluxion
froide  et  opiniastre  sur  les  vertebres  du  col.  Mais  j’ay  mis  ordre  que  tout  cela
n’eınpeschera  gueres  les  travaux  Historiques  ow  il  s’agit  de  ranger  les  materiaux
deja  prepares,  en  quoy  je  me  fais  assister,  et  cela  continue  encore  en  mon  absence.
Je  suis  etc.

32.

(Vergl.  Geschichte  der  Akademie  S.  8;).

Leısvız,  Brief  an  den  Hofprediger  JasLonskı  vom  31.  März  1700.
[Kırrens  Sammlung  S.  182  ff.)

Hochwürdiger  u.  s.w.

Meine  bevde  letzte  samt  den  Beylagen  wird  mein  hochgeehrtester  Herr  Hofprediger
  zu  recht  erhalten  haben,  und  habe  ich  in  dem  ersten  allerhand,  die
Wissenschafts-Societät  betreffend,  zu  überlegen  dargegeben,  in  dem  andern
aber  ein  Bedencken  gerichtet  auf  den  hochlöblichsten  Vorschlag,  so  von  Churfürstl.
  Durchlaucht  kommen,  von  Zusammenfassung  der  Teutsch-  und  Wissenschafts-liebenden
  Gesellschaft,  welches  die  vernünftigste  und  schicklichste
Sache  von  der  Welt,  dafern  es  auf  die  von  mir  ausgeführte  Weise  genominen
wird.  Denn  eben  dadurch  bekommt  man  herrliche  Gelegenheit  im  Nahmen  Churfürstl.
  Durchlaucht  Dero  Bedienten  hin  und  wieder  um  Berichten  und  Beschreibungen
anzusprechen,  dadurch  zugleich  zu  gründlicher  Nachricht  von  den  Sachen  und  zu
rechter  Benennung  derselben  in  Teutschem  zu  gelangen.  Hoffe,  es  werde  mein
hochgeehrtester  Herr  Hofprediger  dabey  Vergnügung  finden  und  es  dahin  richten
helifen,  dals  eben  dieser  Hauptpunct  wohl  behertziget  und  gefasset  werde.  Dergestalt
zweifele  auch  ich  [nicht?],  Churfürstl.  Durchlaucht  werden  bey  dieser  Extension
geneigt  seyn,  mit  dem  Fundo  weiter  zugehen  und  es  bey  dem  blossen  Kalenderkauf
  nicht  bleiben  lassen.  Wozu  sich  allerhand  dienliche  Vorschläge  finden  werden.

Sonsten  schreibe  diesen  Brief  blols  und  allein  zu  melden,  dafs  ich  diese
Ostern,  wills  Gott,  in  Wolfenbüttel  zu  halten  gedencke  und  derowegen,  dafern
M.H.  llerr  es  mit  einem  Fuhrzettel  thunlich  findet,  könnte  das  Schreiben  darinn
solcher  Gestalt  enthalten,  wie  olınlängst  mit  der  fahrenden  Post,  so  über  Magdeburg
gehet,  an  Monsieur  Polich,  Postmeister  des  Hauses  Braunschweig  (denn  sonst  auch
ein  Kayserl.  Postineister  allda  ist),  gerichtet  worden,  um  den  Brief  bis  zu  der
Abforderung  zu  behalten.

Herr  D.Schmidt,  Professor  zu  Helınstädt,  hat  ein  Consilium  de  resumendis
Magdeburgieis  Centuriis  drucken  lassen,  so  er  mir  zugeschickt.  Ich  habe  ihn  einen
ausführlichen  Brief  darüber  geschrieben  und  finde  das  Vorhaben  an  sich  selbsten
löb-  und  nützlich,  stehe  aber  in  den  Gedancken,  dafs,  wenn  man  das  Werck  gebührend
  reformiren,  suppliren  und  perficiren  will,  es  fast  gar  ein  opus  novum
werden  dürffte.  Von  der  Centuriatorum  Zeit  an  bis  auf  die  unsere  sind  unzehlich
viele  schöne  Sachen  in  historia  ecclesiastica  et  Patribus  herauskommen,  ich  sollte
auch  mehr  auf  Annales  Baroniano  more  incliniren.  Denn  accurata  temporum  series