162  78.  Leissız  an  die  Königin  (31.  Januar-  1705).

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8.
(Vergl.  Geschichte  der  Akademie  S.  140).
Leınnız,  Brief  andie  Königin  Soruie  ÜnarLorTE  vom  31.  Januar  1703.
|Krorr,  Die  Werke  von  Leissiz.  10.  Bd.  S.  262.]

Madame.  Je  dois  rapporter  a  V.M.  et  aux  bontes  qu’Elle  m’a  temoignees.
que  Je  Roy  m’a  voulu  faire  un  present  considerable  avant  mon  depart,  ayant  donnt
ordre  a  son  tresorier  de  me  faire  payer  mille  ecus,  que  je  recevray  sans  doute  la
semaine  qui  vient,  et  apres  cela,  je  ıne  mettray  en  chemin  sans  delay.  Je  m’imagine
  encor  que  le  bon  souhait  qui  s’est  trouve  dans  une  lettre  de  Mad.  V’Electrice
a  V.M.sur  une  occasion  semblable  y  aura  contribuc,  quoyque  S.  A.  E.  ave  de  la
peine  a  accorder  que  les  souhaits  sont  de  quelque  force.  Mais  c’est  que  par  une
espece  de  scienee  movenne  les  choses  ont  este  reglees  les  unes  sur  les  autres;  et
les  sonhaits  futurs  des  personnes  que  la  providence  distinguoit  dans  des  idees  ont
este  nıis  en  ligne  de  compte  d’abord.  Je  ne  suis  pas  de  ce  nombre.  autrement  je
compterois  beaucoup  sur  les  miens,  qui  ne  pourroient  estre  plus  ardens  quils  le
sont  pour  la  parfaite  sante  de  V.M.  Car  on  ın’a  allarme  de  nouveau  en  parlant
avec  quelque  doute  la-dessus.  J’espere  que  les  voeux  des  peuples  auront  plus  de
force,  et  qu’en  me  mettant  bientost  aux  pieds  de  V.  M.,  je  La  trouveray  entierement
retablie  [in  Fener’s  Abdruck:  gucrie].  Cependant  je  suis  avec  devotion,  etc.

19.

(Vergl.  Geschichte  der  Akademie  S.  130).

L:ı»xwız.  Entwurf  eines  Privilegs  in  Betreff  des  Unterrichtswesens
für  die  Societät  der  Wissenschaften  (10.  Februar  1705).
[Akademisches  Archiv,  gedruckt  nach  einem  Concept  in  Hannover  von  Kı.orr,  Die  Werke  von
Leimsiz.  10.  Bd.  S.  3991]

Wir  Friedrich  t.t.  Es  ist  oline  weitläufftiges  Anführen  männiglich  bekand.
wie  sehr  Wir  von  Anfang  Unser  Regirung  hehr  Uns  die  Aufnahme  rechtschaffener
Studien,  Künste  und  Wilsenschaflten  mit  samt  der  Erziehung  der  Jugend  zu  Ehr
Gottes  und  gemeinem  Besten  angelexen  seyn  lalsen,  und  wie  Wir  zu  dem  Ende
gelehrte  Leute  und  guthe  Künstler  herfürgezogen  und  belohnet,  und  nicht  allein
alte  Stiftungen  gehandhabet  und  verbeisert,  sondern  auch  ohne  Ansehen  der  schweliren
Zeiten  vermehret,  neue  fundiret,  auch  selbst  eine  Universität  nebenst  Academien
unterschiedener  Art,  und  lezlich  eine  Societät  der  Wifsenschafften  aufgerichtet,  und
nichts  an  Uns  hierinn  erwinden  lafsen,  wie  Wir  dann  auch  noch  ferner  geneigt.  zu
diesem  löblichen  und  nüzlichen  Zweck  alles  was  thunlich  bevzutragen.

Nachdem  Uns  nun  zum  öfftern  milsfällig  fürkommen,  dafs  bey  diesen  Dingen
viel  Mangel  und  Milsbräuche  eingerifsen,  die  Stipendia  und  andere  wohlgemernten
Benefieien  der  Vorfahren  Olntüchtigen  gegeben  und  übel  angeleget.  auch  wie  sieh
mehrmahlen  ergeben,  die  Information  der  Jugend  zu  Zeiten  schlecht  bestellet,  die
Ingenia  weit  herumb  wxeführet  und  mit  ohnnüzlichen  Dingen  aufgehalten,  auch  wohl
gar  dureh  untangliche  Lehren  und  schädliche  Prineipia  vom  Hauptzweck  der  Gottesfurcht,
  Tugend  und  rechten  Wahrheitsgrundes  abgeführet  worden,  und  dals  in-!

  Ein  kürzeres  Concept  (datirt  auf  August  1704)  eines  Entwurfs  für  ein  der  Societät
zu  ertheilendes  Privilegium  der  Sehulbücher,  von  L£issizens  Hand,  findet  sich  im  Archiv  der
Akademie,  ausserdem  —  abgesehen  von  der  Reinschrift  —  ein  stark  durcheorrigirtes  Con
cept  zu  nachstehendem  Entwurf  (Fase.:  »Laimsız«).