120.  Die  Societät,  das  Theatrum  Anatomicum  und  die  medicinische  Akademie.  227

1720  hat  die  Societ.  beschlossen  zu  Reinhaltung  der  chirurg.  Instrumente  Jemand
zu  bestellen  und  zu  besolden.  Dazu  sind  8  Tlılr.  ausgesetzt  worden  (fol.461.  472).

1724  erkennt  die  Societ.  sich  für  schuldig,  die  auf  die  mathem.  Lectiones
bevm  Collegio  Medico-Chirurg.  verwandten  Unkosten  zu  tragen  (vol.  11  fol.  190).

1728  hat  die  Societ.  die  Unkosten  des  Baues  zu  einigen  Kammern  für  das
Colleg.  Med.-  Chirurg.  auf  sich  genommen  (vol.  III  fol.  24).

1730  hat  Dr.  Budacus  als  Director  des  Coll.  Med.-Chirurg.  von  der  Societ.
die  Bezahlung  der  von  ihm  besorgten  Bauten  für  gedachtes  Colleg  gefordert  und
sich  dabey  geäulsert:  »Die  Anatomie  und  was  dazu  gehöret  sey  ein  abgesondertes
Werk,  darein  die  Societ.  sich  nicht  zu  mischen  habe«  (fol.  127).

1733  berichtet  der  Praeses,  dals  durch  Königl.  Cabinets-Ordre  an  den  Proteetor
  Hr.  Eller  zum  Director  Collegii  Med.-Chirurg.,  Scharschmidt  und  Sprögel  als
Professores  angenonmnen  und  eidlich  verpflichtet  worden  (fol.  357).

1735  hat  die  Societ.  dem  Aufwärter  der  Anatomie  angetragen,  für  alle  kleinen
specific.  Ausgaben,  deren  mittlere  Summe  sich  jährlich  auf  127  Thlr.  belief,  ein
Gewisses  auszumachen  (fol.  370.  371).

1736  ist  dem  Aufwärter  per  contractum  für  bemeldete  kleine  Ausgaben  die
jährliche  Summe  von  84  Thlrn.  6  Groschen  bewilliget  worden  (vol.  IV  95.  104).

1737  haben  die  Professores  Sprögel  und  Scharschmidt  Besoldung  aus  dem
Fond  der  Charite  bekommen,  wozu  aber  die  Societät  auch  200  Thlr.  hergeben  müssen.

1738  notificirt  Präses,  dafs  der  Chirurgus  Neubauer  zum  Prof.  Chirurgiae
von  dem  König  ernemnet  worden,  welswegen  die  Societät  ihm  seine  Verrichtung
anweisen  solle  (vol.  IV  132).

1739  legt  der  König  der  Societ.  roo  Thlr.  von  der  erhöhten  Leichenpacht
zu  mit  dem  Beding,  aus  ihrer  Casse  dem  Dr.  Sproegel  als  Garnisons-  Medico  selbige
Summe  zum  jährlichen  Gehalt  zu  bezahlen  (fol.  191).

1741  ist  auf  dein  von  Hrn.  Director  Eller  geschehenen  Vortrag,  dafs  da  die
Anatomie  eigentlich  nur  für  die  Königl.  Pensionaires  angelegt  sey,  die  vielen  aber
dahin  kommenden  Fremden  das,  was  sie  da  lernen,  theuer  genug  bezahlen,  die
Soeiet.  nicht  schuldig  sey,  alle  Cadavera  zu  bezahlen.  Ist  resolvirt  worden,  monatlich
  (die  5  Winter-Monate)  20-25  Thlr.  dafür  zu  geben,  für  das  Übrige  aber  das
Theatrum  selbst  sorgen  zu  lassen  (fol.  244.  245).

1743  erhält  die  Societ.  Befehl,  dem  General-Chirurgo  Prof.  Bonness  [?]  eine
Pension  von  300  Thlrn.  bis  auf  anderweitige  Verfügung  und  zwar  defswegen  zu
geben,  weil  die  Calender-Revennen  dureh  Schlesien  vermehrt  worden.

Aus  den  Protocollen  des  Directorii:

A.  1711  brachte  der  Geh.  Ratlı  Krug  von  Nidda  zuerst  in  Vorschlag,  in  den
obern  Zimmern  des  Observatoriüi  ein  Theatrum  anatomicum  anzulegen,  und  dieser
Vorschlag  wurde  angenoinmen  (vol.1  p.61).

ı7Iı  den  26.  März  resolv.  das  Theatrum  anatomicum  vordersamst  einzurichten
(p-  71).

1713  den  ı9.  April  findet  sich  die  Anzeige,  dafs  der  König  ein  Theat.  anat.
einrichten  wolle  und  den  Dr.  Spener  bereits  zum  Prof.  desselben  ernennet  habe.
Die  Societ.  d.  Wissensch.  verhielt  sich  dabey  noch  passiv  (P.  134).

1713  den  18.  Octob.  wird  ein  Aufsatz  des  Dr.  Spener  über  einige  zum  Tlıeat.
anat.  dienliche  Nothwendigkeiten  eingereicht,  welche  nach  dessen  Begehren  von  der
Societät  sollen  angeschafft  werden.  Hierauf  ist  resolvirt  worden,  dafs  die  Societ.
dieses  übernehmen  wolle,  aber  mit’  dem  Beding,  dals  die  Societ.,  welche  das  Onus
trage,  auch  künftig  an  dem  Commodo  dieser  Einrichtung  Theil  haben  soll  (p.  ı51).

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