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verhängt,  dann  auch  keine  Schonung,  sondern  rücksichtsloses
  Versenken  jedes  englischen  Haudelsschiffes!
  Wir  wollen  dann  sehen,  wieviel  Seeleute  sich
noch  auf  die  gefährdeten  englischen  Dampfer  begeben  werden.“
(Erzberger  im  roten  „Tag“  vom  5.  Februar  1915.)

Vor  allem  aber  möchte  ich  Herrn  Erzberger  das  nachstehende,
der  Offentlichkeit  bisher  nicht  bekannte  Dokument  vor  Augen  halten,
  das  in  der  zum  uneingeschränkten  U-Boot-Krieg  führenden
Entwicklung  keine  ganz  unwichtige  Rolle  gespielt  hat:  die  Drucksache
  Nr.  353  des  Hauptausschusses  des  Reichstages
  vom  7  Oktober  1916,  lautend  wie  folgt:

„Namens  sämtlicher  Fraktionemitglieder  der  Zentrumsfraktion
  im  Ausschuß  für  den  Reichshaushalt  ist  folgende
Erklärung  abgegeben  worden:

„Für  die  politische  Entscheidung  über  die  Kriegführung  ist
dem  Reichstag  gegenüber  der  Reichskanzler  allein  verantwortlich.
Die  Entscheidung  des  Reichskanzlers  wird  sich  dabei  wesentlich
auf  die  Entschließung  der  Obersten  Heeresleitung
  zu  stützen  haben.  Fällt  die  Entscheidung  für
die  Führung  des  rücksichtslosen  U-Boot—
Krieges  aus,  so  darf  der  Reichskanzler  des
Einverständnisses  des  Reichstages  seicher
sein.“

Diese  Erklärung  gab  dem  Reichskanzler  für  die  Eröffnung
des  uneingeschränkten  U-Bootkrieges  im  voraus  politische  Absolution,
  eine  Absolution,  die  nach  Lage  der  Sache  gleichbedeutend
  mit  einer  starken  exhortatio  war.  Zu  den  Fraktionsmitgliedern
  des  Zentrums,  die  diese  Erklärung  abgaben,  gehörte
natürlich  auch  —  Herr  Erzberger.  Es  gehört  die  gesunde
Konstitution  dieses  Mannes  dazu,  andere  —  Personen  und
Parteien  —  seit  länger  als  Jahr  und  Tag  wegen  eines  Entschlusses
  anzugreifen,  für  den  er  selbst  im  voraus  seinen  Teil
der  politischen  Mitverantwortung  übernommen  hat.  Solange
es  Krieg  war,  konnte  er  auf  die  Zurückhaltung  der  Angegriffenen
spekulieren.  Bei  mir  ist  es  jetzt  damit  Schluß.  Es  geht  mir
nicht  um  Personen;  es  geht  mir  um  die  Sache  des  Vaterlandes,
das  an  dem  Krebsschaden  Erzbergers  nicht  völlig  zugrunde
  gehen  darf!