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nur  an  seine  berühmte  Gerard-Bankettrede  vom  Ja—
nuar  1917  erinnert.  Helfferich  hat  dann  im  Juli  1917,  als  sich
nämlich  die  rosenroten  Berechnungen  des  Reichsmarineamts  und
Herrn  Helfferichs  eigene  Januarprophezeiungen  als  Schall  und
Rauch  erwiesen  hatten,  die  Erzbergersche  Friedensaktion,  die
rechtzeitig  retten  wollte,  was  zu  retten  war,  glatt  zu  sabotieren
versucht.  Warum  hat  es  Herr  Helfferich  seit  jener  Zeit  gerade
auf  Erzberger  abgesehen?  Weil  Herr  Erzberger  es  war,  der
bereits  damals  die  Entbehrlichkeit  Helfferichs  erkannte  und  dafür
sorgte,  daß  er  als  Vizekanzler  Herrn  von  Payer  den  Platz
räumen  mußte.

Wie  entbehrlich  Herr  Helfferich  aber  in  der  Tat  war,  das
hat  Erzberger  erst  voll  im  November  1918  erfahren,  und  zwar
aus  Helfferiche  eigenem  Munde.  Damals  —  Erzberger  war  gerade
  mit  der  Ausführung  der  Waffenstillstands=  und  Vorfriedensverhandlungen
  betraut  worden  —  kam  aus  eigenem  Antrieb
Herr  Helfferich  zu  ihm  und  gestand,  er  habe  zwar  auf  früheren
amtlichen  Auftrag  hin  Vorarbeiten  für  den  Frieden  fertiggestellt,
er  müsse  aber  zugeben,  daß  diese  Vorarbeiten  von  gänzlich
anderen  Voraussetzungen  ausgingen.  Deshalb  glaube  er,  es  sei
ratsam,  nicht  darauf  zurückzugreifen.  Erzberger  ist  diesem
Wunsche  nachgekommen.  Noch  heute  ruhen  die  Helfferichschen
Friedensakten  uneröffnet  in  den  Archiven  und  harren  des  künftigen
  Geschichtsschreibers.

V.

Nochmals  Herr  Erzberger.
(Helfferich  in  der  „Kreuz-Zeitung"  vom  5.  Juli.)

Die  „besondere  Seite“  der  „Deutschen  Allgemeinen
Zeitung“  sucht  sich  meinen  Feststellungen  in  der  gestrigen  Morgenausgabe
  der  „Kreuz-Zeitung“"  mit  allerlei  Seitensprüngen  zu
entziehen.  Ich  habe  gegenüber  den  neuen  Aufstellungen  des
Herrn  Erzberger  folgendes  festzustellen:

1.  Die  Behauptung,  daß  Herr  Erzberger  seine  Absicht,
durch  eine  vom  Reichstag  zu  beschließende  Friedensresolution  in
die  Politik  einzugreifen,  der  Reichsleitung  vorher  mitgeteilt  habe,
ist  und  bleibt  eine  glatte  Unwahrheit.  Herr  v.  Bethmann
  Hollweg  hat  von  meiner  zu  diesem  Punkte  in  der
gestrigen  „Kreuz-Zeitung“  gegebenen  Erklärung  vor  der  Ver-WR

