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deckt.  Für  den  Rest  der  jährlich  weiter  erforderlichen  rund  10
Milliarden  Mark  steht  vorläufig  das  Wort  „Erhöhung  der
Umsatzsteuer“  und  „große  Vermögensabgabe"“.
Und  für  die  weiteren  ungemessenen,  ins  Belieben
unserer  Feinde  gestellten  Verpflichtungen,
die  der  Erzbergerschen  Verhandelei  entsprungen  sind,  hatte  der
Reichsfinanzminister,  dem  100  Milliarden  vor  kurzem  noch  ein
Kinderspiel  zu  sein  schien,  nicht  einmal  eine  magere  Redensart.

Getreu  dem  Prinzip  der  „Volksregierung“,  alles  Unheil  auf
das  „luchbeladene  alte  Regime“  abzuschieben,  hat  es
der  Reichsfinanzminister  Erzberger  für  richtig  gehalten,  nach
Verantwortlichen  für  das  Finanzelend  unter  den  Trägern  jenes
fluchbeladenen  Regimes  zu  suchen.  Gerade  wie  diejenigen,  die
unsere  politische,  militärische  und  moralische  Kraft  unterwühlt
haben,  die  ihr  schließlich  mit  der  Revolution  und  der  Zertrümmerung
  des  Heeres  im  Augenblick  des  Beginns  der  Waffenstillstandsverhandlungen
  den  tödlichen  Dolchstoß  versetzt  haben,  die
Schuld  an  dem  entsetzlichen  Niederbruch  Deutschlands  von  sich
abzuwälzen  versuchen!  Allmählich  kennt  man  Text  und  Melodiel
Daß  bei  der  Umschau  nach  finanziellen  Sündenböcken  das  Auge
des  Reichsfinanzministers  Erzberger  mit  Wohlgefallen  auf
meiner  geringen  Person  haften  bleibt,  —  wer  wundert  sich  darüber?
  Rache  ist  füß!  Und  Tapferkeit  gegen  Abwesende  billig!
So  werde  ich  denn  der  Mitwelt  von  dem  durch  seine  bedächtige
Besonnenheit  und  wohlabgewogene  Vorsicht  bekannten  Herrn
Matthias  Erzberger  als  der  „leichtfertigste  aller
Finanzminister“  präsentiert!  Und  das  höchst  gesinnungstüchtige
  „Berliner  Tageblatt",  das  die  Erzberger-Rede  schon
drucken  und  besprechen  konnte,  ehe  sie  überhaupt  gehalten  war,
jauchzt  Beifall.

Ich  kann's  tragen.  Aber  es  geht  auch  hier  nicht  um  Personen,
sondern  es  geht  um  die  große  Sache  der  Wiederaufrichtung  und
Gesundung  unseres  Vaterlandes.  Und  deshalb  muß  auch  hier
die  revolutionäre  Legendenbildung  vereitelt  werden.  Es  geht
nicht  an,  und  ich  werde  mich  für  meine  Person  auf  das  äußerste
dagegen  verwahren,  daß  die  Sünden  der  Revolutionsfinanzanarchie
  —  von  Finanzpolitik  kann  man
hier  nicht  sprechen!  —  einfach  auf  das  Konto  der  Kriegsfinanzpolitik
  übertragen  werden.

Herr  Erzberger  wirft  der  Kriegsfinanzpolitik  und  speziell