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die  Sache  ist  natürlich  Unsinn.“  —  Der  Abgeordneie
hieß  Erzberger,  und  die  Sache  war  schlimmer  als  Unsinn.  Herr
v.  Bethmann,  dem  ich  alsbald  berichtete,  war  empört  über
Erzbergers  Mitteilung  an  die  Zentrumsfraktion.  Es  hatte  bei
ihm  überhaupt  keine  Konferenz  über  die  Steueroorlagen
  stattgefunden,  sondern  Herr  Erzberger  hatte  ihn  am
Vormittag  besucht  und  bei  dieser  Gelegenheit  seine  burgfriedlichen
Bedenken  gegen  die  Kriegssteuern  vorgebracht.  Der  Kanzler  hatte
ihn  ablaufen  lassen.  Das  hatte  Herrn  Erzberger  nicht  gehindert,
unter  Berufung  auf  die  Zustimmung  des  Kanzlers  die  Zentrumsfraktion
  gegen  die  Kriegssteuern  zu  alarmieren!  Ich  habe  meine
Feststellung  bei  Herrn  v.  Bethmann  noch  am  gleichen  Abend
schriftlich  an  Herrn  Dr.  Spahn  zur  Verwertung  in  der
Zentrumsfraktion  mitgeteilt.  Darüber,  daß  Herr  Erzberger  hier
wieder  einmal  abgefaßt  wurde,  als  er  vergnügt  wie  immer  auf
—  Nebenwegen  der  Wahrheit  wandelte,  will  ich  nicht
weiter  reden.  Es  bleibt  hier  nur  die  Konstatierung,  daß  der
Mann,  der  seinerzeit  das  Betreten  des  Steuerweges  mit  solchen
Mitteln  zu  verhindern  suchte,  heute  den  Vorwurf  der  „Leichtfertigkeit“
  gegen  diejenigen  erhebt,  die  den  Steuerweg  nicht  rechtzeitig
  und  energisch  genug  beschritten  hätten!

So  ist  es  mit  der  „Kreditwürdigkeit“  des  Mannes
bestellt,  der  den  Kredit  des  Reiches  wieder  in  Ordnung
bringen  soll!  Für  heute  genügt  mir  diese  Abwehr  des  Versuches,
die  Sünden  der  Revolution  auch  auf  dem  Gebiet  der  Finanzen
dem  „alten  Regime“  aufzubürden.  Auf  den  positiven  Teil  der
Pläne  des  Reichsfinanzministeriums  werde  ich  demnächst  zurückkommen.


IX.

Telegramm  des  Wolffschen  Telegraphen-Bureaus.

Weimar,  10.  Juli.
Von  unterrichteter  Seite  wird  erklärt:  Der  frühere  Staatssekretär
  des  Reichsschatzamtes,  Dr.  Helfferich,  behauptet  in
längeren  Ausführungen  in  Nr.  315  der  „Kreuz-Zeitung“  vom
9.  d.  M.,  der  Reichsfinanzminister  Erzberger  habe  Anfang
1916  Herrn  v.  Bethmann  Hollweg  gegenüber  burgfriedliche
  Bedenken  gegen  die  von  Dr.  Helfferich  ein-