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gebrachten  Kriegssteuern  geltend  gemacht.  Diese  Behauptung
entspricht  der  Wahrheit.  Herr  Dr.  Helfferich  vergißt  aber  zu  er—
wähnen,  daß  die  Bedenken  des  Herrn  Erzberger  sich  nicht  gegen
neue  Steuern  an  sich  richteten,  sondern  gegen  die  indirekten
Steuern  und  Abgaben  des  Herrn  Dr.  Helfferich  und  gegen  den
durchaus  mangelhaften  Ausbau  der  Kriegsgewinnsteuer.
  Gerade  von  der  Belastung  breiter
Volksmassen  durch  die  Helfferichschen  Verbrauchssteuern
  befürchtete  Herr  Erzberger  ungünstige
Wirkungen  für  den  Burgfrieden,  nicht  aber
von  einer  wirklichen  Kriegsgewinnsteuer.
Durch  diese  Sachlage  wird  die  von  Herrn  Erzberger  kürzlich  gekennzeichnete
  Finanzgebarung  des  Herrn  Dr.  Helfferich  von
diesem  selbst  voll  beftätigt.

X.
Ankworkt  Helfferichs  in  der  „Kreuz-Jeilung“  vom  10.  Juli.

1.  Weder  in  der  Mitteilung  des  Herrn  Dr.  Spahn  noch  derjenigen
  des  Reichskanzlers  v.  Bethmann  Hollweg  über  den  Vorstoß
  des  Herrn  Erzberger  gegen  die  Kriegssteuern  war  von
einem  notwendigen  Ausbau  der  Kriegsgewinnsteuer  auch  nur
mit  einem  Wort  die  Rede.

2.  Die  erste  Vorlage  über  die  Besteuerung  der  Kriegsgewinne
  ist  von  mir  in  den  ersten  Monaten  meiner  Amtstätigkeit
  aus  eigener  Initiative  in  Angriff  genommen  und  dann
dem  Bundesrat  und  Reichstag  vorgelegt  worden.

3.  In  der  Budgetkommission  hat  Herr  Erzberger  mit  dem
gesamten  Zentrum  gegen  die  von  Sozialdemokraten
beantragte  Ergänzung  der  Kriegsgewinnsteuer
  durch  eine  Wiederholung  des  Wehrbeitrages  und  eine
Erbschaftssteuer  gestimmt.

4.  Dem  Beschlusse  des  Hauptausschusses  auf  Erweiterung
der  Kriegsgewinnsteuer,  insbesondere  auf  Erhöhung  der  Sätze
gegenüber  den  ursprünglichen  Vorschlägen  sowie  auf  Ergänzung
durch  eine  Abgabe  von  den  während  des  Krieges  intakt  gebliebenen
  Vermögen,  habe  ich  unter  Ueberwindung  großer  Schwierigkeiten
  im  Bundesrat  im  Wege  eines  auch  von  dem  Zentrum
  und  Herrn  Erzberger  gebilligten  Kompromisses
  zur  Annahme  verholfen.  Die  Schwierigkeiten  be-