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Politik  des  Herrn  Erzberger,  sondern  um  andere  Dinge.  Ich  ver—
zichte  deshalb  darauf,  hier  auf  die  ebenso  hinterhältige  wie  ver—
hängnisvolle  Aktion  des  Herrn  Erzberger  vom  Sommer
1917  noch  einmal  einzugehen.  Der  vollen  „Wahrheit“,  die
kürzlich  die  „Germania“  über  diesen  Punkt  verlangt  hat,  wird
ihr  Herr  und  Meister  nicht  entgehen.  Ich  verzichte  auch  darauf,
hier  die  verderbliche  Rolle,  die  Herr  Erzberger  bei
den  Verhandlungen  während  des  Waffenstillstandes
(Finanzabkommen,  Auslieferung  der  Handelsflotte)  gespielt  hat,
näher  zu  beleuchten.  Desgleichen  seen  mit  keinem  deutschen
Worte  scharf  genug  zu  kennzeichnendes  Verhalten  während  der
Friedensverhandlungen;  dieser  Teil  der  Erzbergerschen  Tätigkeit
  gehört  —  wenn  irgendetwas  —  vor  einen  Staatsgerichtshof.


Hier  steht  für  mich  lediglich  diejenige  Seite  der  Perfönlichkeit
  des  Herrn  Erzberger  in  Frage,  welche  für  seine  Eignung
  für  die  großen  künftigen  Aufgaben  und
die  Vertrauensstellung  des  Reichsfinanz.
ministers  von  Wichtigkeit  ist.

Das  Volk  hat  —  man  braucht  sich  nur  umzuhören  —  ein
feines  Gefühl  dafür,  daß  die  Wahrhaftigkeit  die  Grundlage
  eines  jeden  Vertrauens  ist;  daß,  wer  mit  der  Wahrheit  auf
gespanntem  Fuße  steht,  es  auch  mit  anderen  Dingen  nicht  allzu
genau  nimmt.  Das  unglückliche  Verhältnis  des  Herrn  Erzberger
zur  Wahrheit  ist  nachgerade  weltkundig,  von  jenem  frühen  St.
dium  seiner  politischen  Laufbahn  an,  in  dem  der  damalige  Chef
der  Reichskanzlei  sich  genötigt  sah,  in  offener  Reichstagssitzung
auf  Grund  der  Gerichtsakten  den  verei  digten  Herrn
Erzberger  dem  unvereidigten  Herrn  Erzberger
gegenüberzustellen;  seitdem  in  dem  bekannten  Pöplauprozeß
  das  Gericht  es  ablehnte,  Herrn  Erzberger
zu  vereidigenz  bis  zu  jenem  Augenblick,  in  dem  der  damalige
  Zentrumsführer  Graf  Hertling  in  seiner  Eigenschaft
als  Reichskanzler  sich  weigerte,  den  Abgeordneten  Erzberger
fernerhin  zu  empfangen,  weil  er  sich  von  ihm  „angelogen"
fühlte,  was  nach  Herrn  Erzberger  allerdings  ein  harmloses
„Mißverständnis“  war.  Ich  selbst  habe  im  Laufe  der  letzten
Wochen  dem  Reichominister  Erzberger  nicht  weniger  als
viermal  öffentlich  in  den  verschiedensten  Formen  vorgehalten,
  daß  er  die  llmwahrheit  sage,  und  mich  bereit  er-