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klärt,  einen  noch  deutlicheren  Ausdruck  zu  gebrauchen,
um  Gelegenheit  zur  eidlichen  Feststellung  zu  schaffen,  wovon
indes  Herr  Erzberger  keinen  Gebrauch  gemacht  hat.  Ich
glaube,  es  ist  ein  kaum  jemals  dagewesener
Fall,  daß  ein  amtierender  Minister  sich  genötigt
  sieht,  solche  Vorwürfe  von  einer  Per-[sönlichkeit
  hinzunehmen,  die  immerhin  einen
politischen  Namen  zu  vertreten  hat.

In  der  Tat,  wer  so  mit  der  Wahrheit  umspringt,  der  pflegt
es  auch  mit  anderen  Dingen  nicht  genau  zu  nehmen.  Herr  Erzberger
  hat  dafür  frühzeitig  Beweise  erbracht.  Ich  erinnere  an
den  Strafprozeß  wegen  der  Entwen  dung  von  Akten
aus  den  Räumen  des  Flottenvereins,  in  dessen
Verlauf  der  Oberstaatsanwalt  die  Feststellung  machen  mußte:

„Dem  als  Zeuge  vernommenen  Abgeordneten  Erzberger
ist  der  Dieb  offen  bar  bekannt.  Da.  er  sich  aber  bereit
erklärt  hat,  zu  beschwören,  daß  er  nach  bestem  Wissen
annehme,  er  würde  sich  durch  eine  Auskunft  die  Gefahr
strafrechtlicher  Verfolgung  zuziehen,  wird  er  zur
Aussage  nicht  gezwungen  werden  können.“

Diese  ungenaue  Auffassung  von  Dingen  dieser  Welt
hat  Herr  Erzberger  auch  sonst  bestätigt.  Vor  allem  habe  ich
während  meiner  Amtszeit  und  späterhin  die  Wahrnehmung
machen  müssen  —  ich  rede  nicht  unbedacht,  sondern  wäge  jedes
Wort  —,  daß  die  Stellungnahme  des  Abgeordneten  Erzberger
  zu  Fragen  der  Kriegspolitik  und  Kriegswirtschaftspolitik
  eine  andere  war  zu  der  Zeit,  in  der  er  durch  seine
Zugehörigkeit  zum  Thyssen-Konzern  (als  Mitglied  des
Grubenvorstandes  der  Gewerkschaft  „Deutscher  Kaiser“  usw.)
schwerindustriell  interessiert  war,  eine  andere,  nachdem  er
im  Sommer  1917  aus  seinen  Stellungen  im  Thyssen-Konzern
mehr  oder  minder  freiwillig  ausgeschieden  war.  JIch  habe
s.  Zt.  nicht  ohne  großes  Erstaunen  in  einem  süddeutschen  Zentrumsblatt
  einen  Artikel  zur  Verteidigung  des  „Schwerverdieners
  Erzberger  '  gelesen,  in  dem  es  u.  a.  hieß:

„Diese  Beziehungen  (von  führenden  Abgeordneten  zum
Großkapital)  ergeben  sich  von  selbst  und  liegen  mehr  oder
weniger  im  Zuge  des  demokratischen  und  parlamentarischen
  Gedankens.  Das  Großkapital  sucht
Einfluß,  Aufträge,  wirtschaftliches  Terrain  bei  Staatsauf-