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des  einzelnen  einzugreifen,  ist  eine  plumpe,  unverantwortliche
Demagogie,  wie  man  sie  von  einem  Mann,  der  sich  Staatominister
  nennt,  nicht  erwarten  dürfte.  Auch  Herr  Helfferich  dürfte
wissen,  daß  es  die  Nationalversammlung  ist,  die  das
Reichsnotopfergesetz  unter  Zustimmung  des  Staatenausschusses
beschließt,  und  daß  auch  die  ganze  Durchführung  des  Gesetzes  im
einzelnen  festgelegt  wird.  Herr  Erzberger  erhält  durch  das  Gesetz
  keine  Macht  in  die  Hand;  das  Gesetz  ist  durch  sich  selbst  eine
Macht.  Aber  Herr  Helfferich  braucht  diese  Verschiebung,  um
seine  Vertrauensfrage  besser  daran  aufhängen  zu  können.

Nun  entwickelt  Dr.  Helfferich  mit  dem  Brustton  pathetischer
Ueberzeugung  warum  ein  großer  Teil  des  deutschen  Volkes
und  auch  er  zu  Herrn  Erzberger  kein  Vertrauen  habe.  Auch
darin  zeigt  er  sich  wieder  als  nicht  ungewandten  Stilisten.  Er
behauptet  zwar,  es  handle  sich  hier  nur  um  die  Person  Erzbergers
  und  nicht  um  seine  Politik.  Er  behandelt  aber  jetzt  noch  immer
  die  Juli-Resolution  des  Reichstages,  die  Waffenstillstandsund
  die  Friedensverhandlungen  in  der  dem  Niveau  und  dem
Sprachschatz  des  tollsten  alldeutschen  Hetzblattes  angepaßten  Manier
  agitatorisch.  Bei  den  „staatsmännischen“  Qualitäten  des
Herrn  Dr  Helfferich,  bei  dem  ausgeprägten  Sinn  für  „Objektivität“
  nimmt  das  allerdings  kein  Wunder.  Eines  dürfte  Herrn
Helfferich  doch  hier  gesagt  werden:  Die  Abrechnung  mit  der
agitatorischen  Behandlung  der  von  ihm  genannten  Themen  ist
vorgesehen,  und  es  ist  Vorsorge  getroffen,  daß  der  von  ihm
geförderten  Legendenbildung  über  diese  Dinge  ein  Riegel
vorgeschoben  wird.  Wie  Herr  Dr.  Helfferich  sich  damit  abfinden
  wird,  ist  seine  Sache.

Herr  Dr.  Helfferich  bringt  sodann  zur  Diskreditierung  der
Person  des  Ministers  Erzberger  Anwürfe  vor,  die  sich  inhaltlich
im  wesentlichen  mit  denen  decken,  mit  denen  sich  Herr  Erzberger
  im  Plenum  des  Reichstages  am  27.  2.  1918  in  einer  längeren
  Rede  auseinandergesetzt  hat,  in  der  er  seine  Verleumder  mit
den  Worten  abfertigte:  „Mit  solchem  Gesindel  und  Pack  muß
man  sich  herumschlagen“"  Herr  Helfferich  verschmäht  es  aber
nicht,  diese  alten,  längst  widerlegten  Geschichten  in  die  Tendenz
seines  Artikels  einzuspannen.  Es  gehört  zu  den  wesentlichen
Eigenschaften  des  Herrn  Helfferich,  zu  glauben,  daß  etwas  dadurch,
  daß  er  es  sagt,  zur  Wahrheit  werde.  Es  kümmert  ihn
auch  nicht,  daß  Herr  Erzberger  seinerzeit  den  Briefwechsel  mit