—  39  —

Firma  .  .  fsiattgefunden.  Wie  ich  zu  meinem  großen
Befremden  aus  Zeitungsberichten  ersehe,  ist  in  dieser  Ver—
sammlung  der  Abgeordnete  Erzberger  zum  Mitgliede  des  Aufsichtsrats
  gewählt  worden.“

Die  in  Frage  kommende  Behörde  hat  auf  Grund  dieses  Sachverhalts,
  als  der  Abgeordnete  Erzberger  später  in  einer  anderen
Streitsache  von  einer  anderen  Firma  als  Schiedsrichter  benannt
wurde,  die  Ablehnung  des  Abgeordneten  Erzberger  in  Aussicht
genommen.  Ich  habe  damals  Herrn  Erzberger  den
Sachverhalt  mitgeteili  und  ihm  die  Möglichkeit
  gegeben,  sich  die  Ablehnung  dadurch  zu  ersparen,
  daß  er  von  sich  aus  das  Schiedsrichteramtablehnte.
  .

Wenn  Herr  Erzberger  am  Schlusse  seiner  Ausführungen
glaubt,  einen  Gegenschlag  führen  zu  können,  indem  er  mich  als
den  „Exponenten  jener  verhängnisvollen  Politik,  die  eine  geradlinige
  Politik  gegenüber  Belgien  zu  hintertreiben  wußte"“,  und
als  denjenigen  hinstellt,  unter  dessen  Aegide  die
„schwerindustriellen  Aspirationen  auf  Belgien
  organisiert  worden“"  seien,  so  bezeichne
ich  diese  Behauptung  erstens  als  eine  gemeine  Lüges;:
Herr  Erzberger  kann  und  muß  wissen,  daß  gerade  ich,
soweit  meine  Macht  reichte,  gegenüber  solchen  Bestrebungen,
die  über  das  Ziel  hinausschossen,  wie  z.  B.  die  Erzbergerschen
  während  der  ersten  Zeit  des  Krieges,
Widerstand  geleistet  habe  und  für  das  richtige  Maß  zu  sorgen  bemüht
  war.  Die  Behauptung  bezeichne  ich  zweitens  angesichts  der
Bestimmungen  des  Erzberger-Friedens  über  die  Auslieferung
  deutscher  Reichsangehöriger  als  eine  gemeine  Denunziation
  meiner  Person  an  die  Adresse  der
Entente.  Da  Herr  Erzberger  außerhalb  der  ihm  Immunität
sichernden  Nationalversammlung  nicht  mit  offenem  Visier  hervortritt,
  sondern  sich  in  dem  offiziösen  Blatt,  das  gezwungen  ist,
sich  ihm  zur  Verfügung  zu  halten,  lediglich  als  „besondere
Seite  zeichnet,  ich  auch  keine  Lust  habe,  gegen  einen  sachlich
unbeteiligten  Redakteur  vorzugehen,  bleibt  mir  nichts  übrig,  als
dem  Urheber  dieser  gemeinen  Lüge  und  gemeinen
  Denunziation  öffentlich  meine  Verachtung
  auszusprechen.

Abermals  frage  ich:  Wie  lange  noch  will  das  deut-