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tralen  Macht,  die  wie  wenige  berufen  war,  die  Ideen  der
Völkerversöhnung  einzuleiten,  und  es  wurde  verlangt,  lediglich
eine  präzise  Erklärung  über  Belgien.  Die  Erlaubnis,  den  In—
halt  der  englischen  Note  zu  veröffentlichen,  ist  vom  Papste  ein—
geholt,  aber  noch  nicht  eingetroffen.  Was  geschieht  aber  in
Berlin?  Man  würde  es  nicht  für  möglich  halten:  Vier
Wochen  gibt  man  den  Ministern  keine  Antwort.
(Stürmisches  Hörtl  Hört!  links  und  im  Zentrum.)  Ich  muß  aber
noch  einen  Schritt  weitergehen.  In  einem  Schreiben  vom  24.  9.
wird  abgelehnt.  eine  Erklärung  abzugeben.  (Stürmisches  Hört,
hört!  Große  Unruhe,  die  sich  zum  Lärm  steigert.  Präsident
Fehrenbach  läutet,  vermag  aber  erst  nach  längerer  Zeit  Ruhe
zu  schaffen.)  Im  heutigen  Stadium,  heißt  es  in  der  Antwort,
sei  die  Regierung  nicht  in  der  Lage,  die  Erklärung  über  Belgien
und  die  gewünschten  Bürgschaften  auszusprechen,  weil  die  Vorbedingungen
  für  Abgabe  einer  solchen  Erklärung  noch  nicht  genügend
  geklärt  seien.  (Hört,  hört!)  Also  ein  amtlicher  diplomatischer
  Bericht  für  ein  Volk,  das  in  höchster  Not  liegt,  wird  vier
Wochen  nicht  beantwortet,  dann  erklärt  man  ihn  nicht  für  genügend.
  (Hört,  hört!  Große  Bewegung.)  Ende  September  war
ich  in  München.  Ich  kenne  den  Nuntius  seit  längerem  als  persönlichen
  Freund.  Er  kam  mir  mit  Tränen  entgegen:  Die
armen  Völker!  Damit  war  der  von  England  über  den  heiligen
  Stuhl  eingeleitete  Versuch  erledigt.  Das  ist  das  tragische,  das
entsetzliche.  Man  kämpft  für  den  Frieden  und  dann
kommt  esso.  (Bewegung.)  Da  kann  man  nicht  schweigen!
(Zuruf:  Das  ist  das  Werk  der  Vaterlandsparteil)  So  war  es
1917  Wir  müssen  dem  deutschen  Volk  sagen,  wie  es  zwei  Jahre
gewissenlos  irregeführt  worden  ist.  Hätte  es  diese  Dinge  besser
gewußt,  hätte  es  den  Frieden  einfach  erzwungen.  (Sehr  richtig!l)
Und  wie  stand  es  im  Juli  19177  Wir  wollten  nach  außen  den
Frieden  und  nach  innen  die  Freiheit.  Und  da  war  ihre  Parole:
Keinen  Frieden  und  keine  Freiheit!  Was  war
die  Folge?  Die  ganze  Wehrmacht  zu  Lande  und  zu  Wasser
wurde  mobil  gemacht  gegen  den  Mann,  der  vor  Ihnen  spricht.
Namenloses,  Entsetzliches  wurde  gegen  mich  vom  Kriegspresseamt
  zusammengelogen.  In  dem  Augeublick,  wo  die  Friedensaktion
  auf  dem  Höhepunkt  stand,  wurde  die  Vaterlandspartei
gegründet  zu  dem  Zweck,  die  Friedensresolution  totzuschlagen.
Militärs,  Beamte,  Kriegsgesellschaften  und  wirtschaftliche  Ver-