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fühle  sich  mit  seinen  heutigen  Gegnern  zu
einer  Diskussion  über  die  Möglichkeit  und
die  Bedingungen  eines  Friedens  zu  begegnen.


Ich  habe  mir  erlaubt,  diesen  Gesichtspunkt  so  ausführlich
hervorzuheben,  nicht  zu  dem  Zweck,  alte  Kontroversen,  die  jetzt
mehr  als  drei  Jahre  lang  die  Völker  entflammt  hatten,  wieder
zu  beleben  und  das  Friedenswerk  zu  erschweren,  sondern  gerade
in  dem  Bestreben,  durch  genaue  Umschreibung  jener  seelischen
Voraussetzungen  —  auch  bei  unseren  Gegnern  —,  ohne  welche
alle  noch  so  wohlgemeinten  Versuche  ergebnislos  bleiben  müßten,
dem  Friedenswerke  den  Weg  zu  ebnen.

Wenn  sich  unsere  heutigen  Gegner  darauf
berufen,  daß  ste  als  Antwort  auf  die  Note  des
Präsidenten  Wilson  ihre  Kriegsztele  mitgeteilt
hätten,  so  dürfte  es  nicht  über  flüssig  sein,  schon
jetzt  darauf  hinzuwceisen,  daß  die  damals
bekanntgegebenen  Kriegsziele  als  Grundlage
  eines  Meinungsaustausches  nicht  im
Erwägung  gezogen  werden  können,  da  sie
cinen  Ausgangspunkt  zur  Voraussetzung
haben,  der  dank  der  Standhaftigkeit  des
deutschen  Volkes  niemals  eintreten  wird:
nämlich  eine  völlige  Niederwerfung  Deutschlands
  und  seiner  Verbündeten.  Wollte  Deutschlamd
  Kriegsziele  veröffentlichen  oder  seinen  heutigen  Gegnern
mitteilen  lassen,  die  von  der  umgekehrten  Voraussetzung,  d.  h.
von  einer  völligen  Niederwerfung  seiner  heutigen  Gegner  ausgingen,
  so  würde  unseres  Erachtens  die  Sache  des  Friedens  hierdurch
  nicht  gefördert,  sondern  geschädigt;  denn  die  Abweichungen
der  gegenseitigen  Forderungen  wären  so  groß,  daß  auch  der  beste
Wille  verzweifeln  müßte,  eine  Einigung  für  möglich  zu  halten.
Sollte  es  im  gegenwärtigen  Augenblicke  zu  Gesprächen  über  die
Möglichkeit  des  Friedens  kommen,  so  könnten  sie  nur  auf  einer
neuen  Grundlage  geführt  werden  —  auf  der  Grundlage  nämlich,
daß  zurzeit  keine  von  beiden  Parteien  besiegt  sei  und  keine  der
anderen  moralisch  oder  politisch  etwas  zumute,  was  von  einem
stolzen  Volk,  selbst  wenn  es  besiegt  wäre,  nicht  ertragen  werden
könnte.

Sind  wir  mithin  im  heutigen  Stadium  der  Dinge  noch  nicht