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Erzbergerschen  Aktion,  als  bare  Münze  und  als  Anzeichen
unseres  nahe  und  sicher  bevorstehenden  Zu—
sammenbruchs  genommen  worden.  Die  Wirkung  war,
daß  die  Friedensneigung  bei  unseren  Feinden  einer  hochgestimm—
ten  Siegeszuversicht  und  einem  entschlossenen  Kriegswillen  Platz
machte.  Lloyd  George  und  Ribot  konnten  sich  ihre  Romreise
sparen.  Die  vorher  von  Frankreich  gesuchten  Anknüpfungen
kamen  nicht  zustande  oder  zerschlugen  sich  in  der  ersten  kurzen
Berührung.  Die  einzige  ernsthafte  Friedensmöglichkeit
  während  des  ganzen  Krieges  war
durch  Herrn  Erzbergers  unerhörtes  Vorgehen
  zerschlagen.

8.  Und  nun  der  angebliche  Friedensschritt
Englands  durch  Vermittlung  des  päpstlichen
Stuhles  Ende  August  19171!1  Zum  Verständnis  dessen,
was  damals  in  Rom  und  Berlin  vorging,  muß  ich  daran  erinnern,
  daß  die  vom  1.  August  datierte  Friedensnote  des
Papstes  gegen  Mitte  August  den  kriegführenden  Mächten
überreicht  worden  ist;  nicht  nur  Deutschland  und  seinen  Bundesgenossen,
  sondern  auch  England  und  seinen  Bundesgenossen.

Am  30.  August  hat  dann  der  Münchener  Nuntius  dem
Reichskanzler  Abschrift  eines  Telegrammes  geschickt,  das  die  britische
  Regierung  an  ihren  Gesandten  beim  päpstlichen  Stuhl  gesandt
  hatte.

Herr  Erzberger  stellt  es  dar,  als  ob  dieses  Telegramm,
dessen  Wortlaut  er  nicht  mitgeteilt  hat,  ein  aus  der  Initiative
  der  englischen  Regierung  hervorgegangener
  Friedensschritt  gewesen  sei.

Ich  frage  Herrn  Erzberger:  War  dieses  Telegramm
  der  britischen  Regierung  an  ihren
Gesandten  beim  päpstlichen  Stuhl  nicht  vielmehr
  einfach  eine  Rückäußerung  auf  die
päpstliche  Friedensnote?

Herr  Erzberger  stellt  es  weiter  so  dar,  als  ob  in  diesem  Telegramm
  die  Wiederherstellung  Belgiens  und  Garantien  für  seine
Unabhängigkeit  die  einzige  Voraussetzung  gewesen  wäre,  von
der  England  Friedensunterhandlungen  abhängig  gemacht  habe.

Ich  frage  Herrn  Erzberger:  War  nicht  etwa  in  diesem
  Telegramm  der  ganze  Wust  der  für  ein
unbesiegtes  Volk  unannehmbaren  Friedens-