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Enlhüllungen.

Wien,  27.  Juli.  Der  Korrespondenz  Wilhelm  ist  vom
Grafen  Czernin  folgendes  Telegramm  zugegangen:

Grundlsee,  27.  Juli,  nachm.  um  4  Uhr  10  Men.

Um  zahlreichen  Anfragen  der  Presse  nachzukommen,  bitte  ich
um  Veröffentlichung  folgender  Zeilen:  Soweit  ich  aus  den  Auszügen
  der  Presse  beurteilen  kann,  gibt  die  Rede  Erzbergers  kein
erschöpfendes  Bild  der  Vorgänge.  Viele  ungemein  wichtige
  Vorfälle  sind  gar  nicht  erwähnt,  und  dadurch  entsteht  ein
falsches  Gesamtbild.  Was  meinen  von  Erzberger  erwähnten
Bericht  vom  April  1917  anbelangt,  in  welchem  ich  für  eine  Beendigung
  des  Krieges  durch  territoriale  Opfer  der  Mittelmächte
riet,  so  war  dieser  Bericht  ausschließlich  für  die  beiden
Kaiser  und  den  Reichskanzler  bestimmt.  Es  bestand
damals  die  begründete  Hoffnung,  zu  einem  Verständigungsfrieden,
  wenn  auch  mit  Opfern,  zu  gelangen.  Von  einer  nichtverantwortlichen
  Seite  wurde  dieser  Bericht  ohne  mein  Wissen  und
hinter  meinem  Rücken  Herrn  Erzberger  übergeben,
  welcher  denselben  nicht  geheim  hielt.  Ich  muß  aber
ausdrücklich  konstatieren,  daß  Erzberger  bona  fide  vorging  und
der  begründeten  Überzeugung  war,  im  Sinne  seiner  Auftraggeber
  zu  handeln,  als  er  die  streng  geheimen  Tatsachen
preisgab.  Der  Inhalt  des  Berichtes  kam  durch  das  Vorgehen  Erzbergers
  zur  Kenntnis  unserer  Gegner.  Ein  jeder,  der
meinen  Bericht  liest,  kann  sich  eine  Vorstellung  von  den  Folgen
machen.  Die  Darstellung  des  Grafen  Wede  ist  daher,  soweit
sie  mir  bekannt  ist,  vollständigrichtig.  Im  übrigen  könnte
ich  meine  Darstellung,  wie  vieles  andere  gar  nicht  Erwähnte,  durch
Dokumente  beweisen,  welche  in  meinem  Besitze  sind.  Ich  erfuhr
von  der  Uebergabe  meines  Berichtes  an  Erzberger  erst,  als  es
zu  spät  war.  Die  vom  Grafen  Wedel  mit  Erzberger  jetzt
besprochenen  Tatsachen  sind  aber  nur  Glieder  einer  ganzen  Kette
unverantwortlicher  Nebenpolitik,  deren  Gänge
ich  erst  ein  Jahr  später  entdeckte,  und  welche  meine  Demission
veranlaßten.  Meine  demnächst  über  den  Weltkrieg  erscheinendes