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möglichkeit  vom  August-September  1917  in  Szene  gesetzt  worden
ist,  wird  also  von  der  Regierung  und  ihrer  Mehrheit  sanktioniert
und  mit  dem  Gelde  der  Steuerzahler  propagiert.  Auch  Geld
und  Druckpapier  macht  Lüge  nicht  zur  Wahrheit.  Ich  weiß  mich
einig  mit  allen,  denen  die  Gesundung  unseres  Volkes  und  unserer
staatlichen  Verhältnisse  am  Herzen  liegt,  wenn  ich  erkläre,  daß
der  Kampf  für  die  Wahrheit  und  gegen  die  Lügen,  die  den
moralischen  Zusammenbruch  verschuldet  haben  und  jetzt  der  moralischen
  Wiedergeburt  im  Wege  stehen,  ungeschwächt  weitergeführt
werden  wird.  Am  allerwenigsten  werde  ich  mich  bei  der  Weiterführung
  dieses  Kampfes  durch  niedrige  Drohungen  abschrecken
  lassen.  Herr  Erzberger  hat  sich  unterstanden,  gestern  in
der  Nationalversammlung  zu  sagen:
„Um  so  schärfer  der  Angriff,  desto  schärfer  die  Abwehr.
Dann  werden  Sie  sich  auch  nicht  beklagen  dürfen,  daß  einzelne
Menschen  in  Deutschland  in  unangenehme  Situationen  kommen.
Sie  könnten  etwa  auf  die  Auslieferungsliste
gestellt  werden.  Wenn  man  jetzt  mit  Publikationen  vorgeht,
  dann  könnte  einzelnen  das  Mißgeschick  passieren,  auf
die  Liste  gesetzt  zu  werden.“

Es  genügt  mir,  diese  Gemeinheit  niedriger  zu  hängen.  Irre
machen  lasse  ich  mich  auch  durch  derartige  erpresserische  Bedrshungen
  nicht.

Deshalb  werde  ich,  unbeirrt  durch  Erzbergers  Wink  mit  der
Auslieferungsliste,  zunächst  in  aller  Kürze  das  sachliche  Ergebnis
der  Weimarer  Debatte  zusammenfassen.

Der  Erzbergersche  Gegenangriff,  mit  dem  er  die  gegen  ihn
vorliegenden  schweren  Anschuldigungen  glaubte  vergessen  machen
zu  können,  ist  zusammengebrochen  mit  der  Veröffentlichung  des
Kernstückes  seiner  Dokumente,  des  Telegramms  des
Foreign  Office  an  den  britischen  Gesandten
beim  Vatitan.

Als  Inhalt  dieser  Depesche  hatte  Erzberger  am  25.  Juli  verkündet:
  „Ein  Angebot  Englands,  dem  die  französische
  Regierung  sich  angeschlossen  hat,  die
kaiserliche  Regierung  möge  sich  über  die  Unabhängigkeit
Belgiens  erklären  und  Garantie  für  politische,  wirtschaftliche
und  militärische  Unabhängigkeit  des  Landes  geben.“  Er  fügte
in  einem  Atem  hinzu,  so  daß  der  Hörer  annehmen  musßte,  auch
das  stehe  in  dem  englischen  Telegramm:  „Eine  versöhn-