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liche  Antwort  würde  den  guten  Fortgang  der
Friedensverhandlungen  erleichtern.“  Ja,  er
sagte  weiter:  „Eswurde  lediglich  eine  präzise  Aufklärung
  über  Belgien  verlangt.“

Hält  man  dem  den  Text  der  englischen  Depesche  gegenüber,
dann  überkommt  selbst  den  Kenner  Erzbergerscher  Wahrheitsliebe
ein  basses  Staunen.  Nicht  ein  Wort  bleibt  bestehen!  Die  englische
  Depesche  war  nicht  nur  kein  Friedensangebot,
sondern  nicht  einmal  eine  Friedensanfrage.  Sie
war  nichts  als  die  Ablehnung  einer  materiellen
Beantwortung  der  Friedensnote  des  Papstes,
verbunden  mit  dem  schlauen  Versuch,  die  Schuld  an  dieser  Ablehnung
  auf  die  Zentralmächte  zu  schieben.  So  war  die  Erklärung
  der  Aufrechterhaltung  der  Antwort  der
Ententemächte  vom  10.  Januar  1917  auf  den
Friedensschritt  des  Päsidenten  Wilson,  in  der
Verhandlungen  mit  den  Zentralmächten  von  gleich  zu  gleich
höhnisch  abgelehnt,  Deutschlands  Schuld  am  Kriege  zur  Grundlage
  des  Friedens  gemacht  und  Kriegsziele  proklamiert  worden
waren,  die  dem  Erzbergerfrieden  so  ähnlich  sehen  wie  ein  Ei
dem  andern.  Und  das  wagt  Herr  Erzberger  ein  „Friedensangebot“
  zu  nennen,  das  durch  die  Schuld  des  von  den  Militärs
und  der  Schwerindustrie  beeinflußten  Reichskanzlers  Michaelis
versäumt  und  unwirksam  gemacht  worden  seil

Wenn  der  Reichsminister  des  Auswärtigen  Herr  Müller
wirklich  geglaubt  haben  sollte,  daß  er  am  28.  Juli  den  Text  der
englischen  Depesche  verlesen  könne,  ohne  damit  das  ganze  Lügengebäude
  des  Herrn  Erzberger  vom  25.  Juli  zu  zertrümmern,
so  müßte  er  ein  starkes  Vertrauen  darauf  haben,  daß  die  Anhänger
  des  schwarz-roten  Regierungsblockes  in  der  Nationalversammlung
  und  im  Lande  ein  Gedächtnis  haben,  das  nicht  auf
drei  Tage  vorhält.  In  dieser  Spekulation  hat  sich  die  Reichsregierung,
  die  ja  ihre  Anhänger  kennen  muß,  anscheinend  nicht
getäuscht.

Trotzdem  hielt  es  das  Reichskabinett  für  angebracht,  dem
aufklärenden  Eindruck  der  englischen  Depesche,  die  unmöglich
länger  zurückgehalten  werden  konnte,  durch  neue  Ablenkungsund
  Verdunkelungsversuche  entgegenzuwirken.  Deshalb  mußte
der  Reichsministerpräsident  Bauer  als  neue  „Enthüllung“  den
Schrift  wechsel  Michaelis-Hindenburg  verlesen.