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Auf  diesen  Schriftwechsel  kommt  es  für  die  Beurteilung  der
Frage,  ob  im  August-September  1917  die  von  Herrn  Erzberger
zu  seiner  persönlichen  Rettung  zwei  Jahre  hinterher  entdeckte
Friedensmöglichkeit  vorlag  und  ob  die  damalige  Regierung  das
ihrige  getan  hat,  um  auch  nur  der  Möglichkeit  einer  Friedensmöglichkeit
  mit  dem  gebotenen  Ernste  nachzugehen,  in  keiner
Weise  an.  Wer  die  schweren  Konflikte  kennt,  die  in  jedem  Kriege
aus  der  Natur  der  Sache  und  der  Verschiedenartigkeit  der  Auf—
gaben  heraus  zwischen  der  politischen  und  militärischen  Leitung
entstehen  müssen,  der  wird  manches  begreifen,  was  Herr  Erzberger
  nicht  begreifen  will;  er  wird  auch  den  —  mir  bisher
übrigens  nicht  bekannten  —  Schriftwechsel  Michaelis-Hindenburg,
der  geführt  wurde,  nachdem  in  der  Sache  Herr  Michaelis  und
Herr  v.  Kühlmann  ihre  Vorschläge  gegen  die  Oberste  Heeresleitung
  im  Kronrat  vom  11.  September  durchgesetzt  hatten,  mit
einigem  Verständnis  zu  würdigen  wissen.

Worauf  es  für  die  Beurteilung  des  Verhaltens  der  damaligen
Politik  einzig  und  allein  ankommt,  ist:

1.  Die  Entscheidung  des  Kaisers  im  Kronrat
vom  11.  September  1917,  und  diese  ist  klipp  und  klar
gegen  das  Votum  der  Obersten  Heeresleitung  dahin  ausgefallen,
daß  die  Wiederherstellung  der  territorialen  Integrität  und  der
Souveränität  Belgiens  zugestanden  werden  müsse,  wenn  es
mit  diesem  Zugeständnis  möglich  sein  würde,  zum  Frieden  zu
kommen.

2.  Die  Instruktion,  die  der  Staatssekretär

v.  Kühlmann  seinem  mit  der  Sondierung  des
britischen  Kabinetts  beauftragten  spanischen
Vertrauensmann  gegeben  hat.  Ich  zweifle  nicht  einen
Augenblick  daran,  daß  diese  Instruktion,  wie  von  Herrn
Michaelis  veröffentlicht,  dahin  lautete:  Voraussetzung  für
Friedensverhandlungen  ist  die  Erhaltung  unseres  Besitzstandes
  vor  dem  Kriege  einschließlich  der
Kolonien,  die  Abstandnahme  von  Entschädigungen
  und  der  Verzicht  auf  den  Wirtschaftskrieg
  nach  dem  Kriege.  —  Ein  Versuch,  diese  Instruktion
  zu  bestreiten,  ist  weder  von  Erzberger,  noch  von  Herrn
Bauer,  noch  von  Herrn  Müller  unternommen  worden.

Die  in  dieser  Instruktion  enthaltene  Stellungnahme  der  ehemaligen
  Reichsleitung  deckt  sich  übrigens  vollkommen  mit  der