Vorwort

durch  mein  Zeugnis  dem  deutschen  Volke  zu  helfen,
Klarheit  über  das  ungeheure  Geschehen  zu  gewinnen,
das  wie  ein  furchtbares  Naturereignis  betäubend  und  sinnverwirrend
  über  das  lebende  Geschlecht  niedergegangen
ist.  Was  ich  in  der  Vorrede  zum  ersten  Bande  als  meinen
Leitsatz  aufgestellt  habe,  ist  mein  Leitsatz  geblieben:  der
aufrichtige  Wille  zur  Wahrheit.  Zwar  bin  ich  mir  darüber
klar,  daß  der  Einzelne,  auch  wenn  er  den  Dingen  noch  so
nahe  gestanden  hat,  heute  nur  ein  Teilbild  der  gewaltigen
Vorgänge  zu  geben  und  nur  eine  subjektive  Wahrheit
zu  erreichen  vermag.  Aber  ich  will  zufrieden  sein,  wenn
es  mir  gelingen  sollte,  in  dieser  Begrenzung  die  Erkenntnis
  der  Ursachen  und  der  inneren  Zusammenhänge  der
großen  Völkertragödie  zu  fördern  und  damit  der  Gesundung
  unseres  armen  deutschen  Volkes  zu  dienen.

Der  vorliegende  Band  war  abgeschlossen  und  bereits
gesetzt,  als  die  in  der  Sitzung  der  Nationalversammlung
vom  25.  Juli  1919  vorgebrachten  „Enthüllungen“  über
das  angebliche  englische  Friedensangebot  vom  Herbst
1917  den  Anlaß  zu  einer  eingehenden  Erörterung  der
Vorgänge  jener  Zeit  gaben.  Es  war  nicht  mehr  möglich,
meine  sehr  kurze  Darstellung  jener  Vorgänge  auf  den
Seiten  170  bis  172  so  zu  erweitern,  wie  es  auf  Grund
der  jetzt  veröffentlichten  Aktenstücke  und  stattgehabten
Diskussionen  erwünscht  gewesen  wäre.  Ich  gebe  deshalb

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