Verhalten  der  Neutralen

Neutralität  gegenüber  den  beiden  kriegführenden  Gruppen
weiter  verfolgen  und  ihn  nur  dann  verlassen,  wenn  die
Lebensinteressen  des  Landes  und  die  Würde  der,  Nation
dazu  zwängen.

Auch  in  der  Folgezeit  bewahrten  die  europäischen  Neutralen
  trotz  der  schwierigen  Lage,  in  die  sie  durch  den
doppelten  Druck  des  Handelskrieges  unserer  Feinde  und
des  deutschen  U-Bootkriegs  gerieten,  ihre  Neutralität.

Dagegen  folgten  eine  Reihe  überseeischer  Länder  dem
Beispiel  der  Vereinigten  Staaten.  Den  Reigen  eröffnete
China,  das  sich  schon  im  Februar  1917  auf  den  amerikanischen
  Standpunkt  stellte,  Mitte  März  auch  formell  die
Beziehungen  zu  Deutschland  abbrach  und  uns  später
(Anfang  Mai  1917)  den  Krieg  erklärte.  China  wurde  durch
den  U-Bootkrieg  unmittelbar  kaum  berührt.  Es  folgte
lediglich  dem  Druck  der  Vereinigten  Staaten,  in  denen  es
gegenüber  den  Gefahren,  die  seinem  Bestande  von  Japan
und  anderen  Angehörigen  der  uns  feindlichen  Koalition
drohten,  den  einzigen  Beschützer  sah.  Eine  unmittelbare
Unterstützung  konnten  unsere  Feinde  aus  dem  Beitritt
Chinas  kaum  ziehen.  Aber  die  Kriegserklärung  Chinas
an  Deutschland  eröffnete  die  namentlich  von  England
heiß  gewünschte  Möglichkeit,  alles,  was  die  Tüchtigkeit
und  Intelligenz  deutscher  Kaufleute  in  Jahrzehnten  auf
chinesischem  Boden  an  Handelsniederlassungen  und  geschäftlichen
  Beziehungen  aufgebaut  hatten,  in  Grund  und
Boden  zu  zerstören,

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